UNESCO-assoziierte Schule
Ein Tag mit Signalwirkung – Das Kantonale Gymnasium Menzingen kgm wird UNESCO-assoziierte Schule
Das kgm hat anlässlich des Projekttages Balance am 4. Februar 2011 von der Schweizerischen UNESCO-Kommission die freudige Nachricht über seine Aufnahme in das internationale Netzwerk der Assoziierten Schulen der UNESCO erhalten.
Der 4. Februar 2011 war kein gewöhnlicher Schultag am kgm: Schon früh morgens bewegten sich Gymnasiasten und Gymnasiastinnen, Lehrpersonen und Referenten in den Räumlichkeiten des kgm, trafen Vorbereitungen für Workshops, rüsteten technisches Equipment und gaben Präsentationen den letzten Schliff. Der diesjährige Balancetag zum Thema "Klimaschutz durch Bildung, Engagement und internationale Vernetzung" konnte beginnen.
Nach dem Eröffnungsreferat der Repräsentantin von „myclimate“, Julia Hofstetter, zum Thema Klimawandel und Klimadebatte trat ein Vertreter des Schweizerischen ASPnet (The UNESCO Associated Schools Project Network) ans Rednerpult.
Meilenstein für das kgm
Alex Eichmann, Mitglied des Komitees der UNESCO-assoziierten Schulen in der Schweiz, stellte in seiner Präsentation das weltumspannende Netzwerk der assoziierten Schulen vor, das seit 1953 besteht und ca. 9’100 Schulen in 180 Ländern umfasst. In der Schweiz gibt es aktuell 60 assoziierte Schulen. Diese Schulen bemühen sich, die Ziele der UNESCO – Frieden, internationale Verständigung, Einhaltung der Menschenrechte, Zugang zum Wissen für alle, nachhaltige Entwicklung – zu verwirklichen. Sie stützen sich auf die vier grossen Pfeiler der Erziehung: lernen zu wissen, lernen zu handeln, lernen zusammen zu leben, lernen zu sein. Ein UNESCO-Arbeitsteam des Kantonalen Gymnasiums Menzingen kgm hatte sich im vergangenen Jahr mit einem umfangreichen Antragsdossier um die Aufnahme in den Kreis des UNESCO-Netzwerkes beworben. Nach erfolgreich bestandener Prüfung der Unterlagen durch die UNESCO in Paris war der grosse Moment nun gekommen: Im Namen der Schweizerischen UNESCO-Kommission überreichte Alex Eichmann dem Rektor des kgm, Markus Lüdin, die schriftliche Bestätigung über die Aufnahme des kgm als neues Mitglied des internationalen Netzwerks der UNESCO-assoziierten Schulen. Ein Meilenstein in der bald zehnjährigen Geschichte des Gymnasiums! Die Mitarbeit im Network der UNESCO-Schulen ist als langfristiges Engagement angelegt. Die gesamte Schulgemeinschaft ist aufgerufen, kontinuierlich die Anliegen der UNESCO in alle Bereiche des Schulalltags einfliessen zu lassen. Verankert sind diese UNESCO-Ziele bereits in den Leitideen des kgm, wo es ebenfalls um die Förderung sozialer, ökologischer und interkultureller Kompetenz geht. Davon zeugen nicht zuletzt auch die zahlreichen projektbezogenen Studientage und -wochen sowie die kulturellen Aktivitäten am kgm.
Handlungsspielräume
Die Initiative für den Projekttag Balance 2011 ging von der Klasse 3b aus. Unterstützt vom Klassenlehrer Peter Zwicky und der Non-Profit-Stiftung „myclimate“ plante und organisierte die Klasse den Schwerpunkttag zu folgenden Fragen: Wie schaffen wir ein Bewusstsein für die Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf die Umwelt? Über welche Möglichkeiten verfügen wir, den eigenen ökologischen Fussabdruck zu verringern? Die Erkenntnisse aus den verschiedenen Workshops soll Schulen auf anderen Kontinenten über das Netzwerk von "myclimate" weitervermittelt werden. In den ganztägigen Workshops beschäftigten sich die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten auf praxisnahe, kreative, originelle, visionäre – und vor allem nachhaltige Art und Weise mit den komplexen Fragestellungen.
Rektor Markus Lüdin gab am Ende des Projekttages Balance 2011 seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Erkenntnisse und das neu erworbene Wissen den Teilnehmenden vielfältige Anstösse zum individuellen Handeln – „Handlungsspielräume“ im Alltag geben mögen. Mit der Aufnahme des kgm in das internationale Netzwerk der UNESCO-assoziierten Schulen komme unsere Bildungsstätte ihrer institutionellen Verpflichtung nach.
Mit einem Zitat des italienischen Autors und Politikers Ignazio Silone entliess der Rektor die Schülerschaft in die Sportferien: „Man sollte die Welt so nehmen, wie sie ist, aber nicht so lassen.“
17.02.2011/sd
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| Referat von Alex Eichmann, Kommissionsmitglied der UNESCO-assoziierten Schulen der Schweiz - Dokument |
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