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Schutzdienstpflicht

Schutzdienstpflicht im Zivilschutz: Rekrutierung, Grundausbildung, Wiederholungkurs.
Ablaufschema Zivilschutz-Ausbildung

Dem Zivilschutz wird zugeteilt, wer anlässlich der Rekrutierung für den Zivilschutz tauglich erklärt wird. Die Schutzdienstpflicht dauert vom 20. - 40. Altersjahr. Je nach Personalbestand und -bedarf können Schutzdienstpflichtige in die Reserve eingeteilt werden.

Rekrutierung

Die Rekrutierung erfolgt im gleichen Verfahren mit der Armee. Im Rahmen der Rekrutierung wird der Schutzdienstpflichtige einer der drei Grundfunktionen zugewiesen: Stabsassistent, Betreuer oder Pionier. Anlässlich der Rekrutierung wird auch der Termin für die Grundausbildung festgelegt.

Grundausbildung

Im Grundkurs, der 2 Wochen dauert, werden sechs Funktionen ausgebildet: Stabsassistent, Betreuer, Pionier, Materialwart, Anlagewart und Koch. Für weitere Funktionen können die Pflichtigen anschliessend zu Spezialistenkursen von höchstens 7 Tagen Dauer aufgeboten werden. Vorgesehene Kader werden für die Übernahme der jeweiligen Funktionen zu Kaderkursen von 7-14 Tagen aufgeboten. Kaderangehörige können zudem innerhalb von 4 Jahren zu Weiterbildungskursen von insgesamt höchstens 14 Tagen aufgeboten werden.

Spätestens 3 Monate vor dem Kurstermin erhält der Teilnehmer eine Dienstvoranzeige. Das Kursaufgebot wird mindestens 6 Wochen vor dem Dienstanlass dem Pflichtigen zugestellt.

Hinweise für den Arbeitgeber

Die Grundausbildung von 2 Wochen muss frühzeitig geplant und abgesprochen werden. Auch für die Zivilschutzausbildung wird der Zeitpunkt bereits anlässlich der Rekrutierung fixiert und pro Jahr werden mehrere Kurse angeboten. So gibt es genügend Möglichkeiten, um die privaten und beruflichen Verpflichtungen zu berücksichtigen. Während der Grundausbildung erhalten die Pflichtigen für jeden Diensttag (inkl. Wochenende) einen persönlichen Sold und die EO-Entschädigung.

Wiederholungskurse (WK)

Nach Absolvierung der Grundausbildung ist jährlich ein Wiederholungskurs von mindestens 2 Tagen bis längstens einer Woche zu absolvieren. Kader und Spezialisten können zu höchstens 14 weiteren Tagen zusätzlich jedes Jahr aufgeboten werden. Kompanie-Kommandanten können bis zu maximal 28 Tage Dienst leisten. Der WK kann tage-, halbtage- oder stundenweise durchgeführt werden. Die EO-Entschädigung bei stundenweisen Dienstleistungen wird pro Diensttag berechnet; Total 8 Stunden ergeben 1 Diensttag.

Einsatz "Katastrophen- und Nothilfe"

Dieses "Aufgebot" erfolgt ereignisbezogen, also kurzfristig und zeitlich nicht limitiert. Es ist demzufolge nicht planbar. Nach Einsatzbeginn wird ein Ablösungsturnus eingeführt, um die persönliche Dienstleistung mit den beruflichen und zivilen Bedürfnissen abzustimmen.

Einsatz "Instandstellungsarbeiten"

Hier gilt grundsätzliche die gleiche Regelung. Diese Einsätze lassen sich aber in der Regel planen und sind zeitlich begrenzt.

Einsatz zu Gunsten der Gemeinschaft

Dies ist eine neue Einsatzform des Zivilschutzes. Dabei handelt es sich vor allem um Einsätze zu Gunsten von Grossveranstaltungen auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene. Diese sind aber mindestens ein Jahr im Voraus planbar und werden frühzeitig bekannt gegeben.

Themenkatalog: Zivilschutz
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