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Aufgaben des Staatsarchivs

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Funktion

Das Staatsarchiv ist eine Amtsstelle der kantonalen Verwaltung und als solche der Staatskanzlei angegliedert. Es dient den kantonalen Behörden (Kantonsrat, Regierungsrat, Gerichte), den kantonalen Amtsstellen, den selbstständigen Anstalten des Kantons (Gebäudeversicherung, Kantonsspital usw.) sowie Personen und Personengesellschaften, denen öffentliche Aufgaben übertragen sind, als zentrales Endarchiv. Das heisst: Dokumente, die aus den genannten staatlichen Tätigkeitsbereichen hervorgehen und aus Gründen der Rechtssicherheit oder aus historischen Gründen dauernd, also für immer, aufbewahrt werden müssen, liegen im Staatsarchiv. Das Staatsarchiv erfüllt die Funktion als Langzeitgedächtnis nicht nur für die kantonale Verwaltung, sondern für die gesamte Öffentlichkeit. Seine Bestände bilden einen der wichtigsten Informationsspeicher zur Geschichte der Region Zug. Das Staatsarchiv berät und unterstützt die gemeindlichen Archive und arbeitet mit ihnen zusammen

Archivbestände 

Die Hauptbestände umfassen das Archiv des alten Standes Zug seit dem 14. Jahrhundert und das Archiv der kantonalen Behörden und Amtsstellen sowie der selbstständigen kantonalen Anstalten von 1803 bis heute. Eine Besonderheit bildet das Teilarchiv des helvetischen Kantons Waldstätten (1798-1802). 

In Mikroform sind ausgewählte Bestände von anderen Archiven vorhanden. Das Staatsarchiv überliefert im Weiteren Schenkungen und Depots von nichtstaatlichen Archivalien (Vereine, Firmen, Familien, Einzelpersonen). 

Als Findmittel für die Recherche dienen sowohl ältere physische Archivverzeichnisse wie auch die neue elektronische Archivdatenbank CMI STAR. Letztere enthält auch eine Anzahl Verzeichnisse von Drittarchiven. Der öffentliche Teil der Datenbank kann über das Internet benützt werden.
Beständeübersicht

Archivbibliothek

Im öffentlichen Lesesaal steht eine historische Präsenzbibliothek zur Verfügung; in den Spezialbereichen Archivwissenschaft, historische Zeitschriften und gedruckte Quellensammlungen ist sie auf dem Platz Zug führend. Keine Ausleihe. 
Elektronischer Katalog

Grösse

Die Lagerkapazität des Staatsarchivs umfasst 9100 Tablarlaufmeter.

Benützung

Das Staatsarchiv unterhält einen öffentlichen Lesesaal mit Mikrofilmlesegerät. Die Benützung der Archivbestände steht im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften, des Datenschutzes und der Benützungsordnung jedermann offen und ist keineswegs nur auf wissenschaftliche Forschung beschränkt. Eine Ausleihe ist nicht möglich. Fotokopieren aus Bibliotheksbüchern ist im Allgemeinen erlaubt. Für Archivalien besteht ein grundsätzliches Fotokopierverbot. Kopieren ab Mikrofilm ist gestattet, ebenso nach Rücksprache mit dem Archivpersonal das Fotografieren von Archivalien.
Benützungsinformation

Sammlungstätigkeit

Das Staatsarchiv ist sehr daran interessiert, für die Zuger Geschichte wichtige Archivalien aus dem privaten Bereich (Firmen-, Vereins-, Partei-, Familienarchive, Nachlässe von Einzelpersonen usw.) als Schenkung oder Depot zu übernehmen und sicher und sachgemäss zu überliefern.
Übernahme von Privatarchiven.

Förderung der Landesgeschichte

Das Staatsarchiv fördert die historische Forschung. In diesem Sinne ist es ein Zentrum für wissenschaftliche Arbeiten von Dritten (Dissertationen, Lizentiatsarbeiten), die sich mit historischen Themen zur Region Zug befassen. Anderseits sind Forschungs- oder Archiverschliessungsprojekte im Staatsarchiv domiziliert oder werden von hier aus geleitet, betreut oder beratend begleitet. Für die Erarbeitung des Historischen Lexikons der Schweiz bildet das Staatsarchiv die wissenschaftliche Beratungs- und Koordinationsstelle für die Belange des Kantons Zug.
Forschung

Rechtsgrundlage

Archivgesetz vom 29. Januar 2004 (Amtliche Sammlung der Gesetze und Verordnungen des Kantons Zug, Bd. 28, S. 55-62)