Aktuelle Gefahrensituation
Wie lange regnet es noch weiter? Wie gross ist heute der Abfluss in der Lorze? Darf ich im Wald Feuer machen? Diese und weitere Fragen beantwortet das Naturgefahrenportal des Bundes. Es gibt Auskunft über die aktuelle Gefahrensituation und warnt zusammen mit dem Kanton die Zuger Bevölkerung.

Aktuelle Naturgefahrensituation
Ab Freitag, 21. August 2026 ist das absolute Feuer- und Feuerwerksverbot aufgehoben. Neu gilt eine erhebliche Waldbrandgefahr - Stufe 3 von 5
Medienmitteilung: Erhebliche Waldbrandgefahr / publiziert: 21. August 2026
Waldbrand
Ab 21. August 2026 wird die Waldbrandgefahr neu als «erheblich» (Stufe 3 von 5) beurteilt.
Mit der Aufhebung der bis zum 20. August 2026 geltenden Verbote ist das Feuern grundsätzlich wieder möglich. Bei erheblicher Waldbrandgefahr (Stufe 3) ist jedoch weiterhin besondere Vorsicht geboten. Im Wald und in Waldesnähe sind Feuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen zulässig. Folgende Vorsichtsmassnahmen sind zu beachten:
- Feuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen entfachen
- Feuer jederzeit unter Kontrolle halten
- Funkenwurf sofort löschen
- Feuer vor dem Verlassen vollständig löschen
- Bei starkem oder böigem Wind auf Feuer verzichten
- Keine Raucherwaren wegwerfen
- Keinen Schlagabraum verbrennen (Es werden keine Bewilligungen mehr erteilt.)
- Kein Feuerwerk in Waldesnähe abfeuern. Die auf dem Produkt aufgedruckten Sicherheitsabstände sind einzuhalten.
- Keine Himmelslaternen steigen lassen
Das Amt für Wald und Wild beobachtet die Lage weiterhin. Bei erneut trockener oder windiger Witterung kann sich die Waldbrandgefahr wieder verändern; bei Bedarf werden die Gefahrenstufe und die Massnahmen erneut angepasst.
Vielen Dank, dass Sie mit Ihrem verantwortungsvollen Verhalten zum Schutz von Wald, Natur und Bevölkerung beitragen.
Wettersituation
MeteoSchweiz stellt in der Schweiz die Grundversorgung mit Wetter- und Klimainformationen sicher.
Dort finden Sie die aktuelle Wetterprognose und können den momentanen und künftigen Niederschlag auf dem Radarbild anschauen.
Hochwasser
Die Kantonale Fachstelle für Hochwasserschutz ist beim Tiefbauamt, Abteilung Wasserbau und baulicher Gewässerschutz angesiedelt.
Auf nationaler Ebene veröffentlicht das Bundesamt für Umwelt BAFU aktuelle und historische hydrologische Daten zu Flüssen, Seen und zum Grundwasser der Schweiz, Vorhersagen und Hochwasserwarnungen sowie das Hydrologische Bulletin und Grundwasserbulletin. Im Kanton Zug betreibt das BAFU zudem insgesamt fünf Messstationen an grösseren Gewässern:
- Station Reuss - Mühlau, Hünenberg
- Station Lorze - Zug, Letzi
- Station Lorze - Frauenthal
- Station Zugersee - Zug
- Station Ägerisee - Unterägeri
Ob aktuell an Zuger Gewässern eine Hochwasserwarnung gilt, finden Sie hier heraus:
Schnee und Lawinen
Aufgrund der geographischen Lage des Kantons Zug im Übergangsgebiet zwischen den Voralpen und dem Mittelland (höchste Erhebung ist der Wildspitz mit 1580 m ü. M.) spielen Schnee- und Lawinenprozesse im Kanton Zug nur eine untergeordnete Rolle.
Die nationale Fachstelle WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF betreibt nicht nur Forschung, sondern bietet auch diverse Dienstleistungen an, wie zum Beispiel das Lawinenbulletin.
Erdbeben
Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem potenziell grössten Schadenspotential in der Schweiz, und somit auch im Kanton Zug. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte.
Der Schweizerische Erdbebendienst SED informiert auf seiner Seite über die Erdbeben in der Schweiz. Wie wahrscheinlich Erdbeben im Kanton Zug sind, kann mithilfe unterschiedlicher Karten im Rahmen des Erdbebengefährdungsmodells bestimmt werden:
- Die Gefährdungskarten bilden ab, wie häufig gewisse horizontale Beschleunigungen Gebäude treffen.
- Die Karten der Auswirkungen fokussieren auf die möglichen Folgen eines Erdbebens.
- Die Karten der Magnituden zeigen, wie oft sich Erdbeben ab einer bestimmten Grösse ereignen.