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Holzfeuerungen bis 70 kW

Kleine Holzfeuerungen bis 70 kW Feuerungswärmeleistung (FWL) müssen mit naturbelassenem Holz betrieben werden (Ausnahme Restholzfeuerungen) und sind nach dem Zentralschweizer Modell kontrollpflichtig
Holzfeuerungsofen mit Holz im Brennraum
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Der Bundesrat setzte am 1. Juni 2018 in der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) umfassende Änderungen für die Feuerungskontrolle in Kraft. Diese Änderungen gelten im Kanton Zug ab dem 1. Januar 2020. Detaillierte Angaben über die Änderungen im Bereich der Feuerungsanlagen können dem Merkblatt «Die Feuerungskontrolle ab 2020» entnommen werden.

Kleine Holzfeuerungen bis 70 kW Feuerungswärmeleistung (FWL) müssen mit natur-belassenem Holz betrieben werden (Ausnahme Restholzfeuerungen). Zuständig für den Vollzug sind die Gemeinden.

Bei Holz-Zentralheizungen sowie gewerblich genutzten Backöfen (z.B. Pizzaöfen) müssen alle vier Jahre die Emissionen von Kohlenmonoxid (CO) gemessen werden. Bei Restholz-Feuerungen gilt ein zweijähriger Messturnus, bei welchem CO- und Feststoffemissionen gemessen werden. 

Bei Holz-Einzelherden und Holz-Einzelraumfeuerungen (Kochherde, Kachelöfen, Cheminées) finden keine Messungen, dafür alle zwei Jahre eine Kontrolle, statt. Dabei begutachtet ein Holzfeuerungskontrolleur die Feuerungsanlage sowie das Brennstofflager, nimmt eine Aschenprobe für die Untersuchung auf Schadstoffe und berät den Anlagenbetreiber hinsichtlich Brennstoff und optimalem Betrieb der Anlage.

Neue Holzfeuerungen müssen einer Abnahmemessung unterzogen werden, bei welcher sowohl die CO-Emissionen wie auch die Feststoffemissionen gemessen werden. Die Abnahmemessung muss grundsätzlich auch bei neuen Einzelraumfeuerungen durchgeführt werden, wenn sie über keine Konformitätserklärung des Herstellers oder über kein Staubabscheidesystem verfügen.

Alle Holzheizkessel (ausser Heizkessel für Holzpellets) bis 500 kW müssen mit einem ausreichenden Wärmespeicher ausgerüstet sein.

Restholzfeuerungen
Restholz aus der holzverarbeitenden Industrie und dem entsprechenden Gewerbe (keine Holzabfälle wie druckimprägniertes Holz, Beschichtungen aus halogenorganischen Verbindungen) darf nur in Anlagen mit einer FWL von mindestens 40 kW verbrannt werden. Diese Anlagen sind periodisch messpflichtig; sie werden gleich behandelt wie Holzfeuerungen ab 70 kW. Für den Vollzug zuständig ist das Amt für Umwelt.

Konformitätsnachweis
Für Holzfeuerungen bis 350 kW, die nach 2007 in Verkehr gebracht wurden, muss ein Konformitätsnachweis vorliegen (Merkblatt BAFU zum Inverkehrbringen von Holzfeuerungen).

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