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Industrie- und Gewerbeabwasser

Verschmutztes Abwasser muss in einer Kläranlage gereinigt werden. Um die Einleitungsgrenzwerte in die öffentliche Kanalisation einzuhalten, müssen Produktionsabwässer von Industrie- und Gewerbebetrieben in vielen Fällen vorbehandelt werden.
Tank in Industriebetrieb
Bild Legende:

In Industrie- und Gewerbebetrieben fällt oft erheblich verschmutztes Abwasser an. Es kann für Gewässer und Abwasseranlagen - je nach Verschmutzungsgrad - schädliche Stoffe enthalten. Deshalb versuchen Industrie und Gewerbe, die Prozesse so zu optimieren, dass Schadstoff- und Abwassermengen minimiert werden. Es gilt der Grundsatz: Die Probleme möglichst an der Quelle lösen.

Die Gewässerschutzverordnung (GSchV) regelt in den Anhängen 3.2 und 3.3, welche Anforderungen das Industrieabwasser zu erfüllen hat, damit es in die Kanalisation oder in ein Gewässer eingeleitet werden darf. Stark verschmutztes Abwasser muss entsprechend vorbehandelt werden. Bei der Abwasservorbehandlung kommen das Vorsorge- und das Verursacherprinzip zur Anwendung. Die Betriebe haben dafür zu sorgen, dass möglichst wenige Industrieabwasser und Stoffe abgeleitet werden, die Gewässer verunreinigen können; für diese Massnahmen tragen die Betriebe die Kosten. Ein weiterer Grundsatz besagt, dass der "Stand der Technik" eingehalten werden muss.

Aufgaben der Betriebe
Verschmutztes Abwasser darf nur mit einer gewässerschutzrechtliche Bewilligung in die Kanalisation oder in ein Gewässer eingeleitet werden. Die Einleitungsbewilligung wird dabei durch das Amt für Umwelt erteilt, das dabei auch die Vorbehandlung festlegt. Abwasser, das die gesetzlichen Einleitbedingungen nicht erfüllt, muss vorbehandelt werden. Für viele Branchen sind Merkblätter mit den wichtigsten Anforderungen erhältlich.

Wie finden Sie die richtige Abwasservorbehandlungsanlage?
Auf dem Markt sind die vielfältigsten Anlagen erhältlich. Mit der Pflicht zur Bewilligung stellen wir unter anderem sicher, dass Sie eine unabhängige Beratung erhalten und das richtige Behandlungsverfahren einsetzen. Sie können sich so für eine passende und kosteneffiziente Lösung entscheiden. Um die Einleitungsbewilligung zu erhalten, müssen Sie uns die notwendigen Projektunterlagen mittels Formular einreichen, bevor Sie die Anlage kaufen und einbauen. Wir beraten Sie gerne und unabhängig.

Branchenvereinbarung und Eigenkontrolle
Für die Kontrolle vieler Betriebe setzt der Kanton Zug auf Branchenvereinbarungen und Eigenkontrolle. Eine Branchenvereinbarung ist ein verbindlicher Vertrag zwischen Branchenverband und Behörde. Im Umweltschutz beinhaltet eine solche Vereinbarung, dass die Branche selbst kontrolliert, ob und wie gut ihre Betriebe die umweltrechtlichen Vorschriften einhalten. Beides sind bewährte Instrumente; sie ermöglichen sinnvolle und praxistaugliche Problemlösungen. Gleichzeitig fördern sie die Eigenverantwortung der Betriebe und Branchen. Im Bereich Industrie- und Gewerbeabwasser wurden mit den Zentralschweizer Umweltdirektionen (ZUDK) in einzelnen Branchenvereinbarungen abgeschlossen.

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