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Fliessgewässer

Die kantonale Gewässerschutzfachstelle koordiniert die Massnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität der Fliessgewässer, sei es bei der Siedlungs- und Strassenentwässerung oder bei der Landwirtschaft.
Lorze, natürlicher Bach, Marcel Roos Zug
Bild Legende:
Quelle Marcel Roos

Die Wasserqualität der Fliessgewässer im Kanton Zug wird gemäss dem laufenden Untersuchungskonzept für den Zeitraum 2017 bis 2026 mit chemisch-physikalischen und biologischen Messungen überwacht. Die Messungen werden gemäss den gewässerschutzrechtlichen Anforderungen ausgewertet und periodisch publiziert. Im Rahmen von Spezialuntersuchungen mit besonderen Fragestellungen erfolgen auch Spurenstoffmessungen.

Für die Beurteilung der Fliessgewässer hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Anstalt für asserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) und den kantonalen Fachstellen in den vergangenen Jahren Untersuchungsmethoden erarbeitet, die als Modul-Stufen-Konzept bezeichnet und erfassen chemisch-physikalische und hydromorphologische sowie biologische und ökotoxikologische Aspekte der Gewässerqualität. Die Untersuchungen (Module) sind in verschiedene Stufen gegliedert; sie unterscheiden sich in ihrer Bearbeitungsintensität und ihrem räumlichen Bezug. Das Amt für Umweltweltschutz erhebt an den Fliessgewässern im Kanton Zug Daten gemäss den Modulen Chemie, Äusserer Aspekt, Makrozoobenthos und Kieselalgen, dies jeweils auf Stufe F (flächendeckende Untersuchung).

21 Messstellen untersuchen im Einzugsgebiet des Zugersees die Wasserqualität der fliessgewässer. Diese Messungen stehen im Fokus der Massnahmen im Bereich Landwirtschaft und Siedlungsentwässerung, um die Nährstoffbelastung des Zugersees zu reduzieren.

Die Fliessgewässer im Einzugsgebiet des Ägerisees weisen entsprechend der extensiven landwirtschaftlichen Nutzung im Allgemeinen tiefe Nährstoffkonzentrationen und eine gute bis sehr gute Wasserqualität auf; hier sind 5 Messstellen vorhanden. Im Einzugsgebiet der Reuss werden vier Fliessgewässer und im Einzugsgebiet des Wilersees zwei Fliessgewässer regelmässig untersucht.

An ausgewählten Fliessgewässern erfolgt ganzjährig eine kontinuierliche Messung der Wassertemperatur. Dieses Monitoring dient zwei Zielen: Zum einen werden so bestehende temperaturrelevante Gewässernutzungen überwacht, zum anderen können damit die erforderlichen Daten für die wasserwirtschaftliche Planung des verbleibenden Wärmenutzungspotentials der Fliessgewässer beschafft werden.

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