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Bauzonen in der Schweiz: Spitzenplatz für den Kanton Zug

12.12.2017
Bauzonen in der Schweiz: Spitzenplatz für den Kanton Zug

Medienmitteilung vom 12. Dezember 2017

Der Bund veröffentlicht heute die schweizweite Bauzonenstatistik 2017. Der Vergleich mit anderen Kantonen bestätigt, dass die Raumplanung im Kanton Zug auf Kurs ist und Gemeinden und Kanton mit ihren Bauzonen sehr haushälterisch umgehen. Nur die beiden Stadtkantone Basel-Stadt und Genf schneiden besser ab, was Innenentwicklung, Verdichtung und gute Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr betrifft. Die Statistik liefert aus Zuger Sicht einige interessante Erkenntnisse.

Die haushälterische Bodennutzung ist erklärtes Ziel der schweizerischen Raumplanungsgesetzgebung. Das Bundesamt für Raumentwicklung überprüft dieses Ziel mit der schweizweiten Bauzonenstatistik. Diese erscheint nach 2007 und 2012 dieses Jahr bereits zum dritten Mal. Für die Kantone ist die Erhebung vor allem interessant, weil ihr eine einheitliche Methodik zugrunde liegt. Dies ermöglicht einerseits direkte Vergleiche, wie die verschiedenen Kantonen mit der Ressource Boden – respektive den Bauzonen – umgehen, andrerseits lässt die Wiederholung der Erhebung im 5-Jahres-Rhythmus auch Schlüsse über die Entwicklung zu.

Bauzonenverbrauch pro Einwohner/in und Beschäftigte

Natürlich beanspruchen nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner Bauzonenfläche sondern auch die Arbeitsplätze. Die folgende Grafik zeigt, wieviel Bauzone in jedem Kanton per 1. Januar 2017 pro Einwohner und Beschäftigte konsumiert wurde (rangierte Darstellung):

Bauzonenfläche pro Einwohner
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Abb. 1: Bauzonenfläche pro Einwohner/in und Beschäftigte nach Kantonen (in m2) 2017, rangiert. (Quelle: Bundesamt für Raumentwicklung, Bauzonenstatistik Schweiz 2017)

Diese Zahlen sind ein Indikator für den haushälterischen Umgang mit dem Boden: Ein geringer Bauzonenverbrauch pro Einwohner/in und Beschäftigte deutet auf eine wenig zersiedelte, kompakte Siedlungsstruktur hin, wie sie das Bundesgesetz fordert. Generell tragen die städtisch geprägten Kantone mit einer dichten Bebauungsstruktur besser dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Dies zeigt sich exemplarisch bei den Kantonen Basel-Stadt und Genf mit je einer Grossstadt und einem flächenmässig bescheidenen Umland. Im Gegensatz dazu stehen die ländlich geprägten Kantone mit einer dispersen Siedlungsstruktur, grossem Einfamilienhausanteil und oft auch zu grossen Bauzonenreserven. Das gute Abschneiden des Kantons Zug zeigt auf, dass auch kleinstädtisch geprägte Kantone im Umfeld grosser Agglomerationen mit einer verantwortungsvollen Raumplanung zum Ziel des haushälterischen Umgangs mit dem Boden beitragen können.

Veränderung der Bauzonenfläche 2012 bis 2017

Der Vergleich der aktuellen Zahlen mit der Erhebung von 2012 zeigt, dass der Trend zur «Verdichtung nach innen» in den letzten fünf Jahren schweizweit erfolgte und fast überall Fortschritte hin zu einem bewussteren Umgang mit dem Boden zu verzeichnen sind (rangierte Darstellung):

Veränderung der Bauzonenfläche 2012-2017
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Abb. 2: Veränderung der Bauzonenfläche pro Einwohner/in und Beschäftigte nach Kantonen (in %) 2012-2017, rangiert. (Quelle: Bundesamt für Raumentwicklung, Bauzonenstatistik Schweiz 2017)

Die allermeisten Kantone benötigen heute also weniger Bauzone pro Einwohner/in und Beschäftigte als noch 2012. Zu erwarten wäre, dass in dieser Auswertung vor allem diejenigen Kantone mit einem generell hohen Bauzonenverbrauch – und demnach einem grossen Potential für Verdichtung – gut abschneiden würden. Die Statistik zeigt aber ein anderes Bild: Der bereits sehr kompakt bebaute Kanton Zug konnte den Bauzonenverbrauch nochmals weit stärker eindämmen als die meisten anderen Kantone.

Erschliessung der Bauzonen mit dem öffentlichen Verkehr

Die Bauzonenstatistik des Bundesamts für Raumentwicklung untersucht auch die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr in den ausgeschiedenen Bauzonen. Unterschieden wird in der Studie zwischen sehr guter, guter, mittelmässiger, geringer sowie marginaler oder keiner Erschliessung. Wie zu erwarten, fällt die «sehr gute» und «gute» Erschliessung in den beiden Stadtkantonen Basel-Stadt und Genf mit Abstand am besten aus. Aber bereits auf Platz 3 folgt der Kanton Zug noch vor dem Kanton Zürich mit seinem S-Bahn-Netz oder vor strukturell vergleichbaren Kantonen wie Aargau, Schaffhausen oder Basel-Landschaft.

Erschliessung der Bauzonen mit dem ÖV
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Abb. 3: «Sehr gute» und «gute» Erschliessung der Bauzonen mit dem ÖV nach Kantonen (in %) 2017, rangiert. (Quelle: Bundesamt für Raumentwicklung, Bauzonenstatistik Schweiz 2017)

Wie geht die Entwicklung weiter?

Der Kanton Zug verfolgt bereits seit langer Zeit eine konsequente Raumplanung, die sich an den Zielen der Innenentwicklung orientiert. Erste Siedlungsbegrenzungslinien wurden bereits 1987 ausgeschieden, 2013 sprach sich der Kantonsrat dafür aus, dass praktisch keine Neueinzonungen von Bauland mehr erfolgen sollen. Zeitgleich schied er gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossene Gebiete aus, in welchen zukünftig dichter gebaut werden kann. Baudirektor Urs Hürlimann: «Gegenwärtig befindet sich die Richtplanapassung zu den 'Grundzügen der räumlichen Entwicklung' in der politischen Diskussion. Auch hier liegt der Schwerpunkt darauf, die räumlichen Standortqualitäten des Kantons Zug – lebenswerte Siedlungen, intakte und nah gelegene Natur- und Erholungsräume, schöne Landschaften sowie eine gute Erreichbarkeit – trotz Wachstumsdruck langfristig zu erhalten.»

Baudirektion

Auskünfte:

Urs Hürlimann, Baudirektor

Tel. 041 728 53 01, urs.huerlimann@zg.ch

Für methodische Fragen:

Hannes Wahl, Abteilungsleiter

Tel. 041 728 54 93, hannes.wahl@zg.ch

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