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Entwicklungsleitbild Zuger-/Walchwiler-/Rossberg

13.04.2011

Medienmitteilung vom 13. April 2011

Die Landschaft des Zuger- und Walchwilerberges ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Kanton Zug. Auf Initiative der Baudirektion ist nun ein breit abgestütztes Entwicklungsleitbild entstanden, das aufzeigt, wie die Qualitäten dieses einzigartigen Landschafts- und Erholungsraums erhalten und behutsam weiterentwickelt werden sollen.

Alltäglich ist es nicht, wenn sich drei Korporationen und drei Gemeinden mit dem Kanton zu-sammentun, um gemeinsam mit weiteren Partnern über die Zukunft des vielleicht beliebtesten Zuger Naherholungsgebietes nachzudenken. Resultat dieser bald zweijährigen Zusammenar-beit ist das nun vorliegende Entwicklungsleitbild Zuger-/Walchwiler-/Rossberg. Es stellt die Qualitäten der einmaligen Landschaft ins Zentrum und zeigt auf, wie diese auch künftig mit den vielfältigen Bedürfnissen der Erholungssuchenden in Einklang gebracht werden können. Der gemeinsame Auftritt aller Beteiligten unterstreicht die Absicht, die formulierten Ziele und Mass-nahmen auch gemeinsam umzusetzen.

In den letzten Jahren ist die Bevölkerung im Kanton Zug weiter gewachsen und es wird immer dichter gebaut - zwingend angesichts knapper Baulandreserven. "Menschen, die dicht wohnen, brauchen umso dringender gut erreichbare Freiräume in der Natur, um durchzuatmen und sich zu bewegen", so Baudirektor Heinz Tännler. Eine solche Naherholungslandschaft ist der Zuger- und Walchwilerberg bis hinauf zum Wildspitz. Ausserordentlicher Naturreichtum und eine land-schaftliche Vielfalt zeichnen das Gebiet aus, das nicht von ungefähr zu einem bedeutenden Teil als nationale Moorlandschaft geschützt ist. Nirgends im Kanton findet man eine so hohe Dichte an Naturschutzgebieten, aber auch urchige Alpwirtschaften in eindrücklicher Zahl.

Eine solch attraktive Landschaft ist ein Publikumsmagnet und dies in den letzten Jahren in zu-nehmendem Masse. Dabei können gewisse Nutzungskonflikte nicht ausbleiben. Parkierte Au-tos versperren die Zufahrten zu den Bauernhöfen, auf vielbegangenen Wegen kommen sich Spazierende und Autos, auf schmalen Waldwegen Wanderer mit sportlichen Mountainbikern in die Quere. Wanderer, Biker oder Schneeschuhläufer bewegen sich querfeldein - oft ohne gross nachzudenken - und stören dabei Wildtiere oder die empfindliche Moorvegetation.

Unter dem Eindruck, dass der Erholungsdruck in den kommenden Jahren eher noch zunehmen wird, entschied man sich Ende 2007, all die anstehenden Fragen gemeinsam zu diskutieren und eine langfristige Strategie zu erarbeiten. In einem intensiven Prozess hat sich seither eine Projektgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Korporationen, Stadt Zug, Gemeinden, Zugerbergbahn, Zug Tourismus, ETH, Landwirten und kantonalen Fachstellen mit der Entwick-lung dieses wichtigen Landschaftsraums auseinandergesetzt. Das daraus entstandene Leitbild zeigt auf, wie die Qualitäten der wertvollen Landschaft und des Naherholungsgebietes erhalten und behutsam weiterentwickelt werden können. Es enthält Leitsätze, Ziele und Massnahmen zu den Themen Natur und Landschaft, Erholung und Sport sowie Erschliessung und Parkierung.

Dabei war eine der Hauptfragen, was das Gebiet auszeichnet, welche Formen von Erholungs-nutzungen stattfinden und erwünscht sind und welche Entwicklung eben nicht erstrebenswert wäre. "Überall im voralpinen Raum findet zurzeit ein eigentliches Wettrüsten mit Angeboten für den Sommertourismus statt. Gerade das soll auf dem Zugerberg nicht passieren", meint Urs Raschle, Geschäftsführer von Zug Tourismus. "Hier soll man auftanken können, aber auch Orte der Ruhe finden." Zusammengefasst heisst dies, dass grundsätzlich eine extensive Freizeit- und Erholungsnutzung angestrebt wird. Was aber keineswegs bedeutet, dass nicht auch Neues Platz finden kann. So sollen beispielsweise neue attraktive Routen für Biker und auch eine Downhillstrecke geprüft werden. Ebenso ist eine qualitative Aufwertung der beiden Gebiete Vordergeissboden und Lienisberg für die Erholungsnutzung als Massnahme im Leitbild enthal-ten. Auf der anderen Seite sollen dafür besonders sensible Gebiete entlastet werden, damit die Naturwerte erhalten bleiben, welche das Gebiet in so besonderem Masse auszeichnen.

Noch während sich das Leitbild in der Abschlussphase befand, lancierten die fünf Zuger Rotary Clubs eine Idee zur Sensibilisierung der vielen Erholungssuchenden auf dem Zugerberg und griffen damit eines der Anliegen des Entwicklungsleitbildes auf. Man müsse den Menschen die Augen öffnen, für die Schönheiten von Natur und Landschaft, sind die Rotarier überzeugt. Da-zu möchten sie einen Beitrag leisten und im Zuge des Teilprojektes „Besucherlenkung“, wel-ches im Mai 2011 in Angriff genommen wird, die Idee konkretisieren. So wie das Teilprojekt "Besucherlenkung" werden weitere folgen, um das Leitbild schrittweise umzusetzen, wobei selbstverständlich immer auch direkt betroffene Grundeigentümer- und Interessenvertre-ter/innen einbezogen sein werden.

Das Entwicklungsleitbild Zuger-/Walchwiler-/Rossberg ist vom Regierungsrat, von den Räten der drei beteiligten Korporationen Zug, Unterägeri und Walchwil, vom Stadtrat Zug, von den Gemeinderäten Unterägeri und Walchwil sowie vom Verwaltungsrat der Zugerbergbahn AG verabschiedet worden. Auch wenn ein solches Werk keinen behörden- oder gar grundeigentü-merverbindlichen Status hat, so ist es doch ein starkes Bekenntnis zu einem gemeinsamen Weg im Umgang mit einer Landschaft, die weit herum ihresgleichen sucht.


Baudirektion

Weitere Auskünfte:
Heinz Tännler, Baudirektor
Tel. 041 728 53 01
heinz.taennler@zg.ch
 

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Typ Titel Dokumentart
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