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2. Natürliche Einflüsse

Die Kräfte der Natur hinterlassen im Zuger Schilfgürtel deutliche Spuren. Treibholz, Schwemmgut, Algen sowie der natürliche Wellenschlag können die feinen Schilfhalme stark schädigen oder sogar zerstören. Besonders heikel ist die Situation im Frühjahr, wenn die jungen Pflanzen die Wasseroberfläche erst knapp überragen.

Eine weitere Gefahrenquelle ist die Erosion des Seebodens. Schilf gedeiht nur bis zu einer Wassertiefe von 80 Zentimetern. Werden die flachen Uferbereiche zusehends abgetragen, gehen die Pflanzen buchstäblich unter. Im Naturschutzgebiet Dersbach zum Beispiel bedroht an mehreren Orten eine hohe Abbruchkante das Schilf. Verlagert sie sich Richtung Ufer, sind einzelne Bestände verloren.

Bild Legende:

Wildvögel beeinträchtigen den Schilfwuchs ebenfalls. Sie beissen Knospen, Blätter und Halme ab und schädigen die Pflanzen erheblich. In einem gesunden Bestand ist dieser Verbissdruck kein Problem. Ist das Schilf hingegen geschwächt, bewirkt der Verbiss massive Schäden. Ungünstig wirkt sich die Fütterung der Wasservögel durch den Menschen aus. Die Population nimmt übermässig zu, was zu erhöhtem Nahrungsbedarf und damit zu grösserem Schilfverbiss führt.

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