Navigieren auf Kanton Zug

Inhaltsnavigation auf dieser Seite

Navigation

1. Wasserqualität

Hoher Nährstoffgehalt, Wärme und intensive Sonneneinstrahlung führen zu grosser Algenproduktion. Für das Schilf ist das verheerend: Auf der Wasseroberfläche schwimmende Algenpakete können die feinen Halme knicken. Sinken abgestorbene Algen auf den Seegrund, binden sie im tiefen Wasser Sauerstoff. Dieser fehlt den Schilfwurzeln zum Wachstum.

Bild Legende:

Die Phosphorkonzentration im Zugersee hat sich seit den 80er Jahren dank verschiedener Massnahmen in der Abwasserreinigung und der Landwirtschaft halbiert. Mit 0,095 Milligramm pro Liter Wasser ist sie aber immer noch zu hoch. Der Kanton strebt deshalb einen mittleren Nährstoffgehalt von 0,04 Milligramm pro Liter an – ein Ziel, das in rund 30 bis 40 Jahren erreicht werden soll und zusätzliche Gewässerschutzaktivitäten bedingt.

Bild Legende:

Woher rührt die erhebliche Nährstoffkonzentration im Zugersee? Untersuchungen zeigen, dass der Phosphorgehalt erstmals im 19. Jahrhundert angestiegen ist, von 0,02 Milligramm auf 0,07 Milligramm pro Liter Wasser. Gründe dafür sind die Industrialisierung, der aufkommende Tourismus und die fehlende Abwasserreinigung. Eine zweite Welle setzte um 1910 ein und erreichte 70 Jahre später mit 0,2 Milligramm den Höchststand. Die Auswirkungen waren nicht zu übersehen: Der Fang von Rötel brach ein, und bereits 1948 war der Zugersee in weiten Teilen von Burgunderblutalgen überzogen. Die grossen Nährstoffmengen stammten hauptsächlich aus Siedlungsabwässern und aus der Landwirtschaft.

Weitere Informationen

Fusszeile

Deutsch