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Junge Flüchtlinge ziehen von Zug nach Oberägeri

21.02.2018
Der Kanton Zug schliesst den Betrieb des UMA-Jugendwohnheims für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) an der Waldheimstrasse in Zug per 31. März 2018. Dies, nachdem feststeht, dass dort im Sommer ein Neubau realisiert wird. Eine Anschlusslösung für die jungen Flüchtlinge ist bereits gefunden: Sie ziehen gestaffelt ins Kinder- und Jugendheim Lutisbach respektive in die Wohngruppe «Room 4U» nach Oberägeri.

Der Kanton Zug schliesst den Betrieb des UMA-Jugendwohnheims für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) an der Waldheimstrasse in Zug per 31. März 2018. Dies, nachdem feststeht, dass dort im Sommer ein Neubau realisiert wird. Eine Anschlusslösung für die jungen Flüchtlinge ist bereits gefunden: Sie ziehen gestaffelt ins Kinder- und Jugendheim Lutisbach respektive in die Wohngruppe «Room 4U» nach Oberägeri.

Das ehemalige Zuger Altersheim Waldheim an der gleichnamigen Strasse in Zug ist im Besitze der Stiftung Alterszentren Zug. Diese hat dem Kanton Zug die Liegenschaft in Form einer Zwischennutzung schon zweimal als Flüchtlingsunterkunft vermietet; ein erstes Mal zwischen 2012 und 2013; ein zweites Mal ab 1. November 2015, wobei von der zweiten Nutzung ausschliesslich unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) im Alter zwischen 12 und 18 Jahren profitierten. «Mein Dank gilt der Stiftung Alterszentren Zug, die Hand für diese Lösung bot. Die Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge ist nicht immer einfach, oft gibt es Vorbehalte oder Widerstände in den Quartieren. Das Mietverhältnis mit der Stiftung Alterszentren Zug war für den Kanton ein absoluter Glücksfall und auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Zug lief bestens», so Frau Landammann Manuela Weichelt, Vorsteherin der Direktion des Innern. Viel positives Echo und Publikumszulauf erfuhr die im Sommer 2017 von den UMA mitgestaltete Kunstausstellung «Secret Garden», die von der Stadt Zug organisiert wurde.

Einsatz von Profis und Freiwilligen sorgte für gut funktionierenden Betrieb
Zu Spitzenzeiten wohnten bis zu 48 Teenager aus Eritrea, Afghanistan, Somalia und Syrien im Waldheim. Sie nahmen an Integrationsprogrammen und Deutschkursen teil, besuchten das Brückenangebot oder bereiteten sich beim Verein «Pro Arbeit» darauf vor. Die Betreuung im UMA-Jugendwohnheim oblag dem kantonalen Sozialamt. Von Gesetzes wegen muss die Betreuung von UMA spezifisch auf deren Situation ausgerichtet sein, weshalb ihnen von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB eine Beistandsperson zur Seite gestellt wird. Zahlreiche Freiwillige engagierten sich zudem für die UMA im Waldheim, unter anderem eine Gruppe Studierender der Pädagogischen Hochschule Zug. Die Zuger Polizei ihrerseits übernahm wichtige Aufgaben in der Prävention. «Sie alle haben zu einem gut funktionierenden Betrieb beigetragen und zur Integration der Flüchtlinge einen wichtigen Beitrag geleistet», betont Weichelt.

Derzeit wohnen noch 17 Flüchtlinge im Waldheim. Wenn per 31. März 2018 der Vertrag mit der Liegenschaftsbesitzerin ausläuft, dürften es voraussichtlich noch deren acht sein. Die Gründe für die sinkenden Zahlen sind vielseitig. Zum einen hat der Bund 2017 dem Kanton Zug generell weniger unbegleitete Minderjährige zugewiesen, zum anderen wurden ganz junge UMA in privaten Pflegefamilien untergebracht. UMA, die im Laufe der Zeit ins Erwachsenenalter kamen, mussten das UMA-Jugendwohnheim Waldheim verlassen. Für die verbliebenen UMA konnte der Kanton Zug eine Anschlusslösung im Kinder- und Jugendheim Lutisbach in Oberägeri finden. «Wir sind sehr froh über diese Lösung und überzeugt, dass die UMA's im Kinder- und Jugendwohnheim Lutisbach beziehungsweise in der dazugehörigen Wohngruppe ein gutes neues Zuhause finden werden», so Frau Landammann Weichelt. Das Lutisbach ist eine kleine, übersichtliche Institution und bietet in zwei Wohngruppen Platz für maximal 20 Kinder und Jugendliche. Das Angebot richtet sich an normal begabte Kinder und Jugendliche in spezifischen und sozial schwierigen Lebensumständen. Damit die Ausbildung und Integration der UMA auch weiterhin gewährleistet ist, kann die Institution Lutisbach auf die Unterstützung des Kantons zählen.

Medienmitteilung Junge Flüchtlinge ziehen von Zug nach Oberägeri

Medienmitteilung Junge Flüchtlinge ziehen von Zug nach Oberägeri
Typ Titel Bearbeitet
MM-Junge-Fluechtlinge-ziehen-von-Zug-nach-Oberageri.pdf MM-Junge-Fluechtlinge-ziehen-von-Zug-nach-Oberageri.pdf 21.02.2018

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