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Mädchen der Zukunft - ab in den Wald!

09.11.2017
Medienmitteilung: Mädchen der Zukunft - ab in den Wald!

Der heutige nationale Zukunftstag stand bei der Direktion des Innern im Zeichen des Projekts «Mädchen entdecken Waldberufe». Ausgerüstet mit solidem Schuhwerk, Arbeitskleidung und Handschuhen erlebte eine Gruppe interessierter Schülerinnen einen erlebnisreichen Tag im Naturschutzgebiet Reussweiden in Unterhünenberg. Mit von der Partie: Frau Landammann Manuela Weichelt. Zusammen mit den Schülerinnen assistierte sie beim Fällen eines Baumes und ermunterte die Mädchen, bei der Berufswahl selbstbewusst und neugierig zu sein.

Für eine professionelle und nachhaltige Waldpflege und Forstwirtschaft braucht es verantwortungsbewusste Berufsleute. In der Schweiz sind das Forstwarte, Förster und Forstingenieure. Damit diese vorwiegend von Männern ausgeübten Berufe auch bei jungen Frauen bekannter werden, bot das Amt für Wald und Wild (AFW) am heutigen Zukunftstag einen spannenden Einblick im Naturschutzgebiet Reussweiden in Unterhünenberg, einer so genannten «Auenlandschaft». Hierbei handelt es sich um einen ökologisch besonders reich strukturierten Lebensraum, wo Weiden, Eschen, Eichen, Ulmen und vielfältige Sträucher wachsen und viele verschiedene Tiere wie Biber, Ringelnattern, Waldeidechsen, Eisvögel und Pirole leben.

Selbständig, verantwortungsbewusst, fit und wetterfest

Angesagt war Wald- und Heckenpflege. Zwischendurch erfuhr die Gruppe von Lea Bernath, Projektleiterin in der Abteilung Schutzwald, Waldbiodiversität und Naturgefahren beim AFW, Wissenswertes über die Bedeutung des Waldes und die vielfältigen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Funktionen, die er heutzutage erfüllen muss. «Dass der Wald so gut im Schuss ist, dafür braucht es Profis. Mädchen sind dafür genauso gut geeignet wie Jungs. Als Forstwartin trägt man Verantwortung, muss selbständig und konzentriert arbeiten können, wird auch mal schmutzig und ist dem Wetter ausgesetzt.» Was die körperliche Anstrengung des Forstwartberufes angeht, betonte sie: «Die körperliche Belastung ist nicht zu unterschätzen, hat aber dank dem Einsatz von modernen Maschinen in den letzten Jahren eher abgenommen. Zudem gewöhnt man sich mit der Zeit daran, wie in anderen handwerklichen oder pflegerischen Berufen auch.» Kurz vor Mittag assistierte die Gruppe bei der Fällung von zwei Bäumen, übte sich in der Zählung der Jahrringe und lernte dabei: Breite und Holzdichte der Jahrringe variieren je nach Alter und Wachstumsbedingungen und liefern wichtige Hinweise für die Forschung. Frau Landammann Weichelt zeigte sich hoch erfreut über die zupackenden Mädchen und ermunterte sie, sich in der Berufswahl nicht vorschnell auf typische Frauenberufe auszurichten. «Seid selbstbewusst und neugierig und schaut bei der Berufswahl nicht zu stark darauf, was Eure Freundinnen machen, sondern findet heraus, was Euch selber interessiert. Heute habt Ihr den ersten Schritt getan und wer weiss: vielleicht motiviert Euch das Erlebte tatsächlich, eine Ausbildung im Wald zu machen oder später Forst- oder Umweltnaturwissenschaften zu studieren.»

Nationaler Zukunftstag - Seitenwechsel für Mädchen und Jungs
Der nationale Zukunftstag existiert seit 2001 und ist ein interkantonales Kooperationsprojekt. Die Idee besteht darin, dass Schülerinnen und Schüler den Tag nutzen, um für sie untypische Branchen kennenzulernen bzw. Einblicke in Berufe zu erhalten, in denen Frauen oder Männer untervertreten sind. Auf Initiative von «Codoc», der Fachstelle des Bundes für die Aus- und Weiterbildung in der Waldwirtschaft wurde dieses Jahr das Projekt «Mädchen entdecken Waldberufe» lanciert, an dem sich das Amt für Wald und Wild beteiligt. Es bildet selber Forstwarte und Forstwartinnen aus.
Nur 1 % bis 2 % Frauen in Waldberufen
Dass der Wald nach wie vor eine männerdominierte Zone ist, zeigen die Zahlen: Seit 1999 liegt der Frauenanteil bei den Forstwarten bei 1%, bei den Förstern bei knapp
2 %. Höher ist der Anteil beim Studium der Waldwissenschaften (Bachelor in Forstwirtschaft). Hier liegt der Frauenanteil bei rund 8 %, beim Master Umweltnaturwissenschaften (Vertiefung Wald- und Landschaftsmanagement) bei 52 %.



Weitere Auskünfte:
Manuela Weichelt-Picard                                   Tel. 041 728 31 70
Frau Landammann
manuela.weichelt@zg.ch


Foto 1: Frauenpower am Zukunftstag: Frau Landammann Weichelt (grüne Jacke) betreibt
Frauenförderung auch in der Natur. Die Schülerinnen waren live bei der Fällung einer
Esche dabei. Forstwart Adrian Zehnder (links) und Forstwartlehrling Kilian Rohrer (rechts)
zeigten ihr Können.

Foto 2: Forstwartlehrling Kilian Rohrer (links) hantierte mit der sechs Kilo schweren
Motorsäge. Lea Bernath, Projektleiterin im Amt für Wald und Wild erklärte, welche
Arbeiten im Wald anfallen und Frau Landammann Manuela Weichelt (grüne Jacke)
freute sich über die interessierten und aufgeschlossenen Schülerinnen.

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Mädchen der Zukunft - ab in den Wald! Mädchen der Zukunft - ab in den Wald! 09.11.2017

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