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03.07.2009

Pfahlbauten in Cham werden gerettet

03.07.2009

Pfahlbausiedlung bei Cham wird durch Bauvorhaben bedroht. Gemäss gesetzlichem Auftrag werden vor Baubeginn die 5000 Jahre alten Siedlungsreste wissenschaftlich untersucht und Funde sichergestellt. Für diese Rettungsgrabung hat der Kantonsrat einen Kredit von 4,27 Millionen Franken gesprochen. Vorerst sind 2 Millionen Franken für die Untersuchung eines Teils der bedrohten Fundstelle freigegeben. Die Rettungsgrabung beginnt am 6. Juli 2009.

Nördlich der bestehenden Überbauung "Alpenblick" in Cham sollen zwei neue Hochhäuser ("Alpenblick II") mit einer Tiefgarage erstellt werden. Das Bauvorhaben tangiert die Reste jungsteinzeitlicher Seeuferdörfer ("Pfahlbauten").

"Dank der Unterstützung des Kantonsrates, können wir diese geschichtlich wertvollen, prähistorischen Zeitzeugen untersuchen und Teile davon bergen," so Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard. Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie der Direktion des Innern hat den gesetzlichen Auftrag, die wertvollen Funde vor ihrer drohenden Vernichtung sicherzustellen. Die Siedlungsreste werden wissenschaftlich untersucht und dokumentiert. Nur der Teil wird ausgegraben, der durch das Bauvorhaben zerstört würde. Vorabklärungen der Kantonsarchäologie Zug haben ergeben, dass die Fundstelle rund 4'000 m2 umfasst, wovon rund 2'900 m2 durch das geplante Bauvorhaben betroffen sind. Bei den angetroffenen Spuren handelt es sich um die Überreste von mindestens zwei jungsteinzeitlichen Ufersiedlungen aus der Zeit der Horgener Kultur (3500-2750 vor Christus) und der Schnurkeramik-Kultur (2750-2450 vor Christus).

Die Rettungsgrabung beginnt am 6. Juli 2009. Sie soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Im Winter werden die Arbeiten aus Witterungsgründen zeitweise eingestellt.

Am Samstag, 12. September 2009 findet ein "Tag der offenen Ausgrabung" statt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Direktion des Innern 


Weitere Auskünfte:
Manuela Weichelt-Picard, Regierungsrätin                Tel. 041 728 24 30
manuela.weichelt@di.zg.ch
Dr. Stefan Hochuli, Leiter Amt für Archäologie          Tel. 041 728 28 55
und Denkmalpflege 
stefan.hochuli@di.zg.ch

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Typ Titel Dokumentart
Pfahlbauten in Cham werden gerettet Pfahlbauten in Cham werden gerettet Informationsblatt

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