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Living Library - Wenn Bücher sprechen können

17.03.2017
In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Integration organisiert die Bibliothek Zug am 21. und 25. März 2017 anlässlich der internationalen Woche gegen Rassismus zwei Veran-staltungen unter dem Titel «Living Library».

MEDIENMITTEILUNG vom 17. März 2017

Bild Legende:

In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Integration organisiert die Bibliothek Zug am 21. und 25. März 2017 anlässlich der internationalen Woche gegen Rassismus zwei Veranstaltungen unter dem Titel «Living Library». Dabei können statt Bücher Menschen für Gespräche vor Ort «ausgeliehen» werden. Zur Verfügung stellen sich unter anderem ein Flüchtling aus Eritrea, ein Vertreter der jenischen Bevölkerungsgruppe, eine russische Expat, eine Muslima mit Kopftuch und eine Schweizer Nonne. Die direkten Begegnungen ermöglichen es, Stereotype zu hinterfragen, allfällige Vorurteile abzubauen und diese mit realen Begegnungen zu konfrontieren.

Mit welchen Vorurteilen oder Ressentiments haben Menschen zu kämpfen, die einer Minderheit angehören? In welcher Form erleben Leute unterschwellig Benachteiligung, Diskriminierung oder offenen Rassismus aufgrund von Lebensstil, Hautfarbe, Kleidung, Religion oder Nationalität? Diese Fragen stehen im Zentrum der internationalen Aktionswoche gegen Rassismus, die jeweils Ende März europaweit stattfindet. Der Kanton Zug beteiligt sich daran, indem er im Rahmen des kantonalen Integrationsprogrammes (KIP 2014-2017) zwei «Living Library» Veranstaltungen unterstützt, die am 21. und 25. März in der Bibliothek Zug stattfinden und zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen ist. «Der internationale Kanton Zug zeichnet sich durch Vielfalt aus und das gute Einvernehmen in dieser heterogenen Gesellschaft ist ein Merkmal, dem wir Sorge tragen müssen», so Frau Landammann Manuela Weichelt. «Living Library» bietet eine ideale Gelegenheit, im Dialog mit Vertretern einer Minderheit den Wahrheitsgehalt von Stereotypen, die gemeinhin einer Gruppe zuordnet werden, zu hinterfragen und zu überprüfen.

Eine Premiere in Zug

Zur Verfügung für die jeweils 30-minütigen Gespräche stellen sich unter anderem ein Flüchtling aus Eritrea, ein Vertreter der jenischen Bevölkerungsgruppe, eine Person jüdischen Glaubens, eine russische Expat, ein ehemaliger Sans-Papier, eine rumänische Pflegerin, eine Muslima mit Kopftuch, eine Schweizer Nonne, eine Thailänderin, die mit einem Schweizer verheiratet ist und ein Transmensch, also eine Person, die sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlt, dem sie bei Geburt zugeordnet wurde. Die Idee von «Living Library» stammt aus Dänemark, wo entsprechende Veranstaltungen im Jahre 2001 zum ersten Mal stattfanden. Seit 2003 wird  das Konzept als Teil eines vom Europarat geförderten Jugendprogramms breiter beworben und gefördert.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind Aktionswochen der Solidarität, die alljährlich rund um den 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, stattfinden. Diese werden vom Netzwerk «UNITED for Intercultural Action» koordiniert. Der Ursprung liegt in Geschehnissen, die sich am 21. März 1960 ereigneten. An diesem Tag demonstrierten in Sharpeville, einer kleinen Stadt in Südafrika, rund 20 000 Menschen gegen das Apartheid-Regime. Der Pan African Congress (PAC) hatte zu einem gewaltfreien und friedlichen Protest gegen diskriminierende Rechtsvorschriften aufgerufen. Die Demonstration wurde von der Polizei angegriffen, 69 Menschen wurden getötet und über 200 verletzt. Die UNO erklärte darauf den 21. März zum internationalen Tag gegen Rassismus.

 

Programm «Living Library» Bibliothek Zug, St.-Oswalds-Gasse 21, Zug

  • Dienstag, 21. März: 2017: als lebende Bücher stellen sich zur Verfügung: ein eritreischer Flüchtling, ein Vertreter der jenischen Bevölkerungsgruppe, ein Jude eine russische Expat, ein Transmensch.

Die Gespräche beginnen um 16.30 Uhr, 17.10 Uhr, 17.50 Uhr, 18.30 Uhr

  • Samstag, 25. März: 2017: als lebende Bücher stellen sich zur Verfügung: eine rumänische Pflegerin, ein ehemaliger Sans-Papier, eine Muslima mit Kopftuch, eine Schweizer Nonne, ein Sterbebegleiter und eine Thailänderin, die mit einem Schweizer verheiratet ist.

Die Gespräche beginnen um 13.30 Uhr, 14.10 Uhr, 14.50 Uhr, 15.30 Uhr

Anmeldung nicht nötig, Eintritt frei

Weitere Auskünfte:
Jris Bischof
Kantonales Sozialamt
Tel. 041 728 31 74
jris.bischof@zg.ch

Medienschaffende, die an den Veranstaltungen teilnehmen möchten, sind gebeten, sich vorgängig anzumelden; bei isabelle.haefliger@zg.ch

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Typ Titel Bearbeitet
Medienmitteilung vom 17. März 2017 Medienmitteilung vom 17. März 2017 17.03.2017
Flyer Flyer 17.03.2017

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