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Gleiche Rechte - zu viel verlangt? Thementage über Behindertenrechte

14.05.2018
Wie steht es um die Rechte von Menschen mit Behinderung im Kanton Zug? Wo besteht Handlungsbedarf, welche Angebote, Wohn- und Arbeitsmodelle sind für die Zukunft gefragt? Mit diesen Fragen befassen sich die Thementage «Behindertenrechte».

Medienmitteilung 14. Mai 2018

Wie steht es um die Rechte von Menschen mit Behinderung im Kanton Zug? Wo besteht Handlungsbedarf, welche Angebote, Wohn- und Arbeitsmodelle sind für die Zukunft gefragt? Mit diesen Fragen befassen sich die Thementage «Behindertenrechte». Sie finden vom 10. bis 25. Juni 2018 in Zug statt. In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen hat die Direktion des Innern ein Programm zusammengestellt, an dem Expertinnen und Experten mit und ohne Behinderung zu Wort kommen. Hauptevent ist eine Podiumsdiskussion mit dem Titel «Gleiche Rechte - zu viel verlangt?», moderiert von Nik Hartmann.

Gleichstellungsgesetz, Behindertenrechtskonvention und Bundesverfassung - dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt sein sollen, darüber herrscht zumindest theoretisch Einigkeit. Dass der Alltag, sei es beim Wohnen, Arbeiten, im Bereich Mobilität, Informationsbeschaffung oder Freizeitgestaltung, häufig anders aussieht, ist jedoch Realität. Die Thementage «Behindertenrechte» sollen aufzeigen, wo Handlungsbedarf besteht und welche Angebote für die Zukunft bereitstehen müssen. Wann fühlen sich Menschen mit Behinderung ausgeschlossen oder diskriminiert? Was können Organisationen und Behörden tun, damit Behindertenrechte ernst genommen und umgesetzt werden? Und was sind die Wünsche und Ideen der Menschen und ihrer Angehörigen?  Diese Fragen stehen im Zentrum des Podiums «Gleiche Rechte - zu viel verlangt», das am 13. Juni 2018 im Burgbachsaal in Zug stattfindet. Moderiert wird der Anlass vom Radio- und Fernsehprofi Nik Hartmann, der als Vater eines cerebral behinderten Sohnes mit dem Thema bestens vertraut ist Detailprogramm s. Flyer und www.zg.ch/inbezug).

Barrierefreie Veranstaltungen
Bereits am 10. Juni 2018 kommt der bekannte Regisseur Rolf Lyssy (u.a. «Die Schweizermacher») zu Besuch ins Kino Gotthard Zug. In seinem Film «Ursula – Leben in Anderswo» geht es um die eindrückliche Lebensgeschichte einer taubblinden Frau. Die Veranstaltungen sind weitgehend barrierefrei – es sind Rollstuhlrampen vorhanden sowie Schrift- oder Gebärdendolmetschende anwesend und der Film wird mit Untertiteln gezeigt.

Ergänzend zu diesen Anlässen wird auf dem Bundesplatz in Zug zwischen dem 31. Mai und 13. Juni 2018 die Figurenausstellung «unsichtbar – Irritation in Schwarz» gezeigt, organisiert von der Vereinigung insieme Cerebral Zug. Am 25. Juni 2018 findet schliesslich das von Procap organisierte Kurzfilmfestival Look & Roll im Kino Seehof in Zug statt. Gezeigt werden Beiträge aus aller Welt über das Leben mit Einschränkungen und menschliche Vielfalt.

Veranstaltungen im Kontext des Projekts «InBeZug»
Die Thementage stehen im Kontext des Projekts «InBeZug», das im Auftrag der Regierung das Zuger Unterstützungssystem im Behindertenbereich weiterentwickelt. Angestrebt wird eine Unterstützung nach Mass: Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung sollen genau so viel an Unterstützung erhalten, wie sie individuell brauchen. Geprüft werden insbesondere subjektorientierte Finanzierungsformen und die Stärkung des ambulanten Angebots. Damit trägt der Kanton Zug den veränderten Bedürfnissen der heutigen Zeit Rechnung. Ausserdem macht er einen Schritt zur Umsetzung der UNO Behindertenrechtskonvention, welche die Schweiz 2014 ratifiziert hat. Das Ziel des Projekts ist ein flexibleres System, das den Betroffenen mehr Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Deren Ressourcen und Unterstützungsbedarf sollen dabei eine wichtige Rolle spielen − sei es beim Wohnen oder Arbeiten. «Es geht darum, dass wir Menschen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung als Individuen mit besonderen Bedürfnissen ernst nehmen. Sie sind die Expertinnen und Experten ihrer Lebenslage», so Frau Landammann Manuela Weichelt. Die Direktorin des Innern nimmt ebenfalls am Podium vom 13. Juni 2018 teil und hat sich verschiedentlich für die Rechte von Behinderten stark gemacht.


Sonntag, 10. Juni, 10 Uhr: Kinomatinée mit Rolf Lyssy
im Kino Gotthard Zug (Türöffnung 9.30 Uhr). Für diesen Anlass bitten wir aufgrund der beschränkten Platzzahl um Anmeldung an inbezug.ksa@zg.ch

Mittwoch, 13. Juni, 19 Uhr, Podiumsdiskussion im Burgbachsaal Zug mit Experten mit und ohne Behinderung sowie Moderator Nik Hartmann und Frau Landammann Manuela Weichelt

Der Eintritt für beide Anlässe ist frei.

Montag, 25. Juni, 18 Uhr: Filmfestival «Look & Roll» im Kino Seehof Zug mit sechs cinéastischen Leckerbissen

Donnerstag, 31. Mai, bis Mittwoch, 13. Juni, Figurenausstellung «unsichtbar – Irritation in Schwarz» auf dem Bundesplatz in Zug (bei Coop City)

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