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Zuger Flüchtlinge im Lernflügel - neues Förderprogramm des Kantons

29.04.2019
Medienmitteilung vom 29. April 2019

Medienmitteilung vom 29. April 2019

Pünktlich zum Inkrafttreten der Integrationsagenda Schweiz per 1. Mai 2019 erfolgt im Kanton Zug der offizielle Start eines weiteren Förderprogramms für Flüchtlinge und Asylsuchende. Nach einer viermonatigen Pilotphase wird in der Asylunterkunft auf dem Areal des alten Kantonsspitals in Zug der «Lernflügel» eröffnet; ein Angebot für junge Erwachsene. Freiwillige Helferinnen und Helfer, darunter auch Jugendliche der International School of Zug and Luzern (ISZL), unterstützen die Zuger Flüchtlinge beim Lernen.

Kompetenz- und Potenzialabklärung, Sprachkurse, Integrations-Brücken-Angebot (IBA), Integrationsvorlehre (INVOL), berufliche Grundausbildung via eidgenössischem Berufsattest (EBA) - die Massnahmen des Kantons Zug, mit denen Flüchtlinge und Asylsuchende möglichst bald in Ausbildung oder auf den Arbeitsmarkt gebracht werden sollen, sind umfangreich. Gleichzeitig sind die Angebote gezielt auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge aber auch auf den Arbeitsmarkt ausgerichtet. Der neu eröffnete «Lernflügel» in der Asylunterkunft auf dem Areal des alten Kantonsspitals an der Artherstrasse in Zug richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren mit Bleibeperspektive, die dort ein Zimmer bewohnen, schulisch bzw. beruflich weiterkommen, ein bestimmtes Lernziel erreichen wollen oder Unterstützung bei den Hausaufgaben brauchen. Das sind gegenwärtig 32 Personen. Unterstützt werden sie von Studentinnen und Studenten, Pensionären sowie deutschsprachigen Schülerinnen und Schülern der International School of Zug and Luzern (ISZL), die in Hünenberg den «Riverside Campus» betreibt.

Vom Austausch profitieren beide Seite
«Der Lernflügel ist ein weiteres Puzzleteil im Integrationsprogramm des Kantons», so Regierungsrat Andreas Hostetter. «Es orientiert sich am Grundsatz, der auch für Schweizer Jugendliche in Ausbildung gilt - nämlich fordern und fördern. Dass sich nebst Erwachsenen auch Jugendliche der International School für die Zuger Flüchtlinge einsetzen, freut mich besonders», betont Hostettler. «Sie leisten damit einen wertvollen Betrag für die Gesellschaft, denn diese kann von integrierten und motivierten Flüchtlingen profitieren. Ich danke allen freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement.» Der Vorsteher der Direktion des Innern machte sich vor Ort ein Bild vom Lernflügel und zeigte sich erfreut darüber, wie motiviert die Lerntandems zwischen ISZL-Schülern und Flüchtlingen unterwegs waren. Es wurde gerechnet, geschrieben, gejasst und gelacht. Ein Flüchtling aus Afghanistan, der vor fünf Jahren als Analphabet in die Schweiz kam, berichtete dem Regierungsrat auf Deutsch stolz von seinen schulischen Erfolgen und seinen weiteren Plänen. Andy Tschümperlin, Leiter der Abteilung Soziale Dienste Asyl stellt fest: «Die Fortschritte sind Woche für Woche erkennbar. Das Engagement der ISZL und der Freiwilligen ist für uns ein Glücksfall. Junge Menschen haben oft weniger Berührungsängste und gehen ohne Vorurteile auf Menschen aus einem anderen Land oder Kulturkreis zu. Ich bin überzeugt: Vom Austausch profitieren beide Seiten.»

Koordinierender Kanton, engagierte Gemeinden
Lanciert wurde der «Lernflügel» als Pilotprojekt bereits im Januar 2019. Nach einer viermonatigen Testphase wird er nun offiziell implementiert. Das Angebot findet von Montag bis Freitag in zwei Räumen jeweils zwischen 18 und 20 Uhr statt und wird von den Flüchtlingen rege besucht. Der «Lernflügel» ist auch Resultat der vom Kanton Zug seit Sommer 2015 verfolgten Strategie, gezielt Freiwillige im Asylwesen einzusetzen. Der Kanton übernimmt hier eine Koordinations- und Vermittlungsaufgabe. Viele Gemeinden organisieren sich aber auch selbständig und haben ihrerseits die unterschiedlichsten Angebote geschaffen. Insgesamt bringt die Einbindung von Freiwilligen im Asylwesen viele Vorteile. Die Freiwilligen ihrerseits machen wertvolle  Erfahrungen, die Flüchtlinge wiederum finden den Kontakt zur lokalen Bevölkerung und insgesamt steigt die Akzeptanz und Toleranz von Menschen, die in die Schweiz geflüchtet sind und hier integriert werden sollen.

Bildergalerie

Fotolegenden

Foto Nr. 1:
Regierungsrat Andreas Hostettler informiert sich bei zwei afghanischen Jugendlichen über ihre Ziele in der Lernwerkstatt. Das Angebot ist dank dem Engagement von freiwilligen Helferinnen und Helfer möglich.

Foto Nr. 2: 
Eine Schülerin der International School of Zug and Luzern (ISZL) unterstützt einen afghanischen Flüchtling beim Deutschlernen. Regierungsrat Andreas Hostettler freut sich über die motivierten Lerntandems in der Lernwerkstatt.

Foto Nr. 3:
Integration via Jasskurs: Bei einem gemeinsamen «Tschau Sepp» mit Regierungsrat Andreas Hostettler lernen zwei eritreische Flüchtlinge spielend Deutsch und erhalten gleichzeitig eine Lektion in Schweizer Volkskultur.

Foto Nr. 4:
Elbrus Batsiev, Leiter der Asylunterkunft an der Artherstrasse in Zug und Ismael Fernandez, Aufsichtsperson in der Asylunterkunft, freuen sich mit Regierungsrat Andreas Hostettler über den gelungenen Start der Lernwerkstatt.

Foto Nr. 5:
Gemeinsam lernt es sich besser und macht es mehr Spass. Afghanische und eritreische Flüchtlinge lernen zusammen mit einem Lehrer und mit Schülern der International School of Zug and Luzern (ISZL). Vom Austausch profitieren beide Seiten.

Weitere Informationen

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