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Ordentliche Einbürgerung bis 31. Dezember 2017

Ordentliche Einbürgerung bis 31. Dezember 2017

Im Folgenden werden Ihnen die gesetzlichen Voraussetzungen und der Verfahrensablauf im Detail erläutert:

- Eignung
- Wohnsitzerfordernis
- Einbürgerungsverfahren
- Kosten
- Rechtsmittel
- Dauer des Einbürgerungsverfahrens
- Fragen und Antworten
- Verfahrensablauf und gesetzliche Voraussetzung (PDF)
- Zuständige Personen

Voraussetzung für eine Einbürgerung

Bevor Sie ein Einbürgerungsgesuch stellen können, müssen Sie beim Zivilstandsamt registriert sein. Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie überprüfen lassen, ob die Daten aktuell sind. Dies gilt auch für Ihren Ehepartner/eingetragener Partner oder Ihre Ehepartnerin/eingetragene Partnerin und die minderjährigen Kinder, auch wenn er oder sie sich nicht einbürgern lassen.

Um abzuklären, ob Sie bereits registriert sind, nehmen Sie bitte mit dem Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Zug Kontakt auf. Falls Sie nicht registriert sind, berät Sie unser Team über die notwendigen erforderlichen Dokumente.

Die Registrierung oder Aktualisierung der Daten sind kostenpflichtig.

Eignung der Bewerberinnen und Bewerber

Das Gemeinde- und Kantonsbürgerrecht darf nur Bewerberinnen und Bewerbern erteilt werden, die aufgrund ihrer persönlichen Verhältnisse hierzu geeignet sind. Insbesondere ist zu prüfen:

- ob die Bewerberin oder der Bewerber mit den schweizerischen, kantonalen und
  örtlichen Lebensgewohnheiten vertraut ist,
- die mit dem Bürgerrecht verbundenen Rechte und Pflichten kennt und beachten will,
- genügende Sprachkenntnisse zur Verständigung mit Behörden und Mitbürgern besitzt und
- geordnete persönliche, familiäre und finanzielle Verhältnisse nachweisen kann.

Ehegatten
Ehegatten können individuell eingebürgert werden.

Einbezug der Kinder
Die unmündigen Kinder der Bewerberin oder des Bewerbers werden in der Regel in die Einbürgerung einbezogen.
Kinder über 16 Jahre jedoch nur, wenn sie schriftlich zustimmen.

Unmündige und bevormundete Personen
Gemäss dem eidgenössischen Bürgerrechtsgesetz können unmündige Personen das Gesuch um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung nur durch ihren gesetzlichen Vertreter einreichen. Zudem haben über 16 Jahre alte Bewerberinnen und Bewerber ihren eigenen Willen auf Erwerb des Schweizer Bürgerrechts schriftlich zu erklären. Im darauf folgenden kantonalen Verfahren können unmündige Personen nach zurückgelegtem 16. Altersjahr selbständig das Gesuch um Einbürgerung stellen, jüngere Bewerberinnen und Bewerber und bevormundete oder entmündigte Personen nur durch den gesetzlichen Vertreter.

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Wohnsitzerfordernis

Nach eidgenössischem Bürgerrechtsgesetz
Ausländerinnen und Ausländer können das Gesuch um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung nur stellen, wenn sie während insgesamt 12 Jahren in der Schweiz gewohnt haben, wovon drei in den letzten fünf Jahren vor Einreichung des Gesuches (Art. 15 BüG Abs 1).

Bei der Berechnung der 12-Jahresfrist wird die Zeit, während der die Bewerberinnen und Bewerber zwischen ihrem vollendeten 10. und 20. Lebensjahr in der Schweiz gelebt haben, doppelt gezählt (Art. 15 BüG Abs 2).

Stellen Ehegatten gemeinsam ein Gesuch um Bewilligung, und erfüllt der eine die vorerwähnten Wohnsitzerfordernisse, so genügt für den andern ein Wohnsitz von insgesamt fünf Jahren in der Schweiz, wovon ein Jahr unmittelbar vor der Gesuchstellung, sofern sie oder er seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem andern Ehegatten lebt. (Art. 15 Abs 3).

Die im dritten Absatz genannten Fristen gelten auch für Gesuchstellerinnen und -steller, dessen Ehegatten bereits alleine eingebürgert worden sind (Art. 15 Abs 4).

Nach kantonalem Bürgerrechtsgesetz
Ausländerinnen und Ausländer, die im Besitze der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung sind, können das Bürgerrecht der Wohngemeinde erwerben, wenn sie mindestens fünf Jahre im Kanton Zug gewohnt haben, wovon die letzten drei Jahre ununterbrochen in der Einbürgerungsgemeinde (kant. BüG, § 10).

Jugendliche, in der Schweiz geborene und aufgewachsene Ausländerinnen und Ausländer, die das Einbürgerungsgesuch vor dem 22. Altersjahr stellen und die eingangs unter „Allgemeines" erwähnten Eignungskriterien erfüllen, ist nach Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung das Gemeindebürgerrecht der Wohngemeinde zu erteilen, wenn sie mindestens fünf Jahre im Kanton Zug gewohnt haben (kant. BüG, § 11).

Ortsabwesenheit infolge schulischer oder beruflicher Ausbildung unterbricht die vorgeschriebenen Aufenthaltsjahre nicht (kant. BüG, § 10 und 11 Abs 2).

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Einbürgerungsverfahren

Das Einbürgerungsverfahren gliedert sich in neun Abschnitte:

Gesuch um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung
Vereinbaren Sie einen Termin beim Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst. Sie erhalten das Gesuch zusammen mit ergänzenden Erläuterungen (Kontakt).

1. Vollständiges Gesuch einreichen
Reichen Sie das vollständig ausgefüllte und mit den entsprechenden Unterlagen ergänzte Gesuch beim Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst ein. Vereinbaren Sie dazu wiederum einen Termin.

2. Erhebungsbericht Zuger Polizei
Das Gesuch wird vom Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst der Zuger Polizei unterbreitet, um einen Erhebungsbericht zu erstellen. Die Polizei wird sich für einen Gesprächstermin mit Ihnen direkt in Verbindung setzten.

3. Begutachtung durch den Gemeinderat
Ihr Gesuch wird vom Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst dem Gemeinderat Ihrer Wohngemeinde zur Begutachtung übermittelt. Dieser erstellt einen Bericht.

4. Gespräch und Stellungnahme Bürgerrat
Als nächster Schritt wird das Gesuch vom Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst dem Bürgerrat zur Stellungnahme unterbreitet. Nach der Bezahlung des Kostenvorschusses, lädt Sie der Bürgerrat zum Gespräch ein.

5. Staatsbürgerliches Gespräch
Nach der positiven Stellungnahme des Bürgerrates werden Bewerberinnen und Bewerber, welche die obligatorische Schulzeit, bzw. die Ausbildung nicht in der Schweiz absolviert haben, zu einem staatsbürgerlichen Gespräch beim Zivilstandsinspektor eingeladen.

Personen, welche die Schulzeit und Ausbildung in der Schweiz absolviert haben siehe Punkt 6.

6. Beantragung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung
Fällt dieses Gespräch positiv aus, bzw. ist es nicht nötig, beantragt der Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst beim Bundesamt für Migration in Bern die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung. Diese Einbürgerungsbewilligung wird Ihnen per Nachnahme zugestellt.

7. Gesuch um die Erteilung des Gemeinde- und Kantonsbürgerrechts
Jetzt bestellen Sie beim Bürgerrat das Gesuch um die Erteilung des Gemeinde- und Kantonsbürgerrechts. Dieses Gesuch wird im Doppel ausgefüllt und zusammen mit den verlangten Unterlagen wieder direkt beim Bürgerrat eingereicht.

8. Entscheid Bürgerrat
Der Bürgerrat entscheidet über das Gemeindebürgerrecht.

9. Beantragung Kantonsbürgerrechts
Wurde das Gemeindebürgerrecht erteilt, beantragt der Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst nach der Bezahlung der kant. Bearbeitungsgebühr beim Regierungsrat die Erteilung des Kantonsbürgerrechts. Der Entscheid wird Ihnen per Post zugestellt.

Schweizerpass und Identitätskarte
Informationen zum Schweizer Pass oder der Identitätskarte erhalten Sie unter www.schweizerpass.ch oder http://www.zg.ch/behoerden/staatskanzlei/ausweisbuero

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Kosten

Kostendeckende Gebühren
Gemäss Art. 38 Abs. 1 des eidgenössischen Bürgerrechtsgesetzes, welcher am 1. Januar 2006 in Kraft getreten ist, werden für die Einbürgerung kostendeckende Gebühren erhoben.

Gemeindebürgerrecht
Wenden Sie sich an die Bürgerkanzlei Ihrer Einwohnergemeinde.

Kantonsbürgerrecht
Auskünfte erteilt Ihnen gerne die Direktion des Innern, Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst.

Eidgenössische Einbürgerungsbewilligung
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erhebt eine Gebühr zwischen 50 und 150 Franken.

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Rechtsmittel

Entscheide des Bürgerrates und der Direktion des Innern können nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (BGS 162.1) angefochten werden.

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Dauer des Einbürgerungsverfahrens

Das Einbürgerungsverfahren dauert in der Regel 1 - 1.5 Jahre.

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Fragen und Antworten

Hier finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen und unsere Antworten zum Thema Ordentliche Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern:

Frage Antwort
Behalte ich meine bisherige Staatsangehörigkeit bei, wenn ich das Schweizer Bürgerrecht erlange? Die Schweiz akzeptiert mehrere Staatsangehörigkeiten. Es ist jedoch sehr zu empfehlen, sich noch vor Einreichung des Einbürgerungsgesuches bei den zuständigen Behörden des Heimatstaates zu informieren, ob der Heimatstaat ebenfalls mehrere Staatsangehörigkeiten akzeptiert.
Darf während dem Einbürgerungsverfahren der Wohnort gewechselt werden? Nein, das Gesuch wird abgebrochen. Die ununterbrochene dreijährige Wohnsitzfrist beginnt in der neuen Wohnsitzgemeinde erneut (ausgenommen davon sind Bewerber/innen gemäss kant. BüG § 11)
Gilt die Voraussetzung, dass die Bürgerrechtsbewerber/innen über genügende Sprachkenntnisse verfügen, für alle im Gesuch eingeschlossenen Personen? Ja, die Deutschsprachkenntnisse, sowie die Integration, werden bei allen Personen separat geprüft.
Kann der Ehepartner einer eingebürgerten Peson die erleichterte Einbürgerung beantragen? Nur wenn die eingebürgerte Person im Zeitpunkt der Heirat bereits das Schweizer Bürgerrecht besass.

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Verfahrensablauf und gesetzliche Voraussetzungen

Ihre persönliche Checkliste zum Einbürgerungsverfahren (PDF).

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Zuständige Personen

Team Zivilstand- und Bürgerrechtsdienst

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Weitere Informationen

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