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13.08.2021

Schulschluss 2021 – und wie geht es weiter?

13.08.2021
Schulschluss 2021 – und wie geht es weiter? Medienmitteilung Kanton Zug BIZ Amt für Berufsberatung

MEDIENMITTEILUNG

Über 30 Prozent der Jugendlichen, welche die Oberstufenschulen jetzt im Sommer verliessen, gaben an, durch Corona bei der Berufswahl beeinträchtigt worden zu sein. Gleichwohl fanden die meisten mit wenigen Bewerbungen einen Ausbildungsplatz. Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern. 

Wie geht es nach der Sekundar-, Real- oder Werkschule weiter? Jedes Jahr führt das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Zuger Bildungsdirektion mit Unterstützung der Lehrpersonen eine Erhebung bei den gemeindlichen Schulen durch. Die Ergebnisse sind in einer Präsentation zusammengefasst. Hier die wichtigsten Aussagen1:

  • Von 779 Jugendlichen haben bis auf 18 alle eine Anschlusslösung. 522 (67 Prozent) beginnen eine berufliche Ausbildung, 84 (11 Prozent) treten in eine Mittelschule über und 155 (20 Prozent) absolvieren ein Zwischenjahr. Gegenüber dem Vorjahr kommt es damit zu einer leichten Zunahme der Berufsausbildungen und einer Abnahme bei den Zwischenjahren.

    Nimmt man die Schülerinnen und Schüler hinzu, die bereits am Gymnasium sind und dieses fortsetzen, besuchen 387 (36 Prozent) eine Mittelschule (Gymnasium, Fachmittelschule), 522 (48 Prozent) absolvieren eine Berufsausbildung, 155 (14 Prozent) machen ein Zwischenjahr und 18 (2 Prozent) suchen noch eine passende Lösung für nach den Sommerferien. Allerdings sind diese Zahlen je nach Geschlecht sehr unterschiedlich: Von den Knaben absolvieren 306 (56 Prozent) eine Berufslehre, bei den Mädchen sind es 216 (40 Prozent). Umgekehrt sind 227 (43 Prozent) der Mädchen in einer Mittelschule, während es bei den Knaben 160 (29 Prozent) sind. Insbesondere die Fachmittelschule, welche unter anderem zu Pflege- und Lehrberufen führt, wird stärker von Mädchen besucht (39 w, 7 m). Auch beim Übertritt von der Oberstufe ans Kurzzeitgymnasium sind die Mädchen in der Überzahl (45 w, 30 m).
  • 83 der Berufslernenden (14 Prozent) starten parallel dazu mit der Berufsmaturität. Das sind deutlich mehr als letztes Jahr mit 63 (11 Prozent). Nimmt man die Jugendlichen dazu, die in die Wirtschaftsmittelschule übertreten und dort die Berufsmaturität angehen, sind es 18 Prozent.
  • Von den Jugendlichen, welche letztes Jahr in ein kantonales Brückenangebot (10. Schuljahr) übertraten, starten nun 128 (73 Prozent) eine Lehre und 3 (2 Prozent) treten in eine allgemeinbildende Schule über (2 FMS, 1 KSM). 44 (25 Prozent) fanden aber auch nach diesem Zwischenjahr noch keine definitive Lösung und sind noch auf der Suche bzw. absolvieren ein weiteres Zwischenjahr.
  • Rund ein Drittel der Jugendlichen gab an, dass Corona sie bei der Berufswahl beeinträchtigte. Die meisten fühlten sich eingeschränkt beim Thema Schnuppern. Sie fanden keine Betriebe, konnten nur wenige Tage hin oder erhielten kurzfristige Absagen. Vereinzelte positive Rückmeldungen gab es aber auch, wie etwa diese: «Dank Corona hatte ich mehr Zeit zum Nachdenken und um meinen Beruf zu finden» oder: «Ich hatte mehr Zeit zum Bewerben.»
  • Von den 584 Jugendlichen, welche eine Lehrstelle suchten, erhielten 286 diese mit weniger als 5 Bewerbungen. Im langjährigen Vergleich zeigt sich, dass sich der Bewerbungsaufwand trotz Corona sogar etwas verringert hat.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass auch dieses Jahr nahezu alle Jugendlichen bereits vor den Sommerferien ihre Anschlusslösungen hatten. Dies ist unter den aktuellen Umständen keine Selbstverständlichkeit. Der Bildungsdirektor dankt den Eltern und Lehrpersonen, welche mehr gefordert waren in der Begleitung der Jugendlichen. Ein grosser Dank geht auch an die vielen Zuger Betriebe, welche Lehrstellen anbieten und bei der Berufswahl mithelfen. Ein besonderer Dank geht an die Jugendlichen selbst, welche engagiert und Corona zum Trotz ihre persönlichen Weichen gestellt haben.

1Die Zahlen sind auch grafisch aufbereitet, s. Dokument Ergebnisse Schulend-Erhebung

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