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08.04.2010

Sportunterricht an Zuger Schulen

08.04.2010

Zug, 8. April 2010

MEDIENMITTEILUNG

Konkrete Ziele und Inhalte für Sportunterricht an Zuger Schulen

Der neue Übergangslehrplan Sport setzt verbindliche Ziele und Inhalte für den Unterricht auf Primarstufe und Sekundarstufe I fest und gilt für den Kindergarten als wichtige Orientierungshilfe. Das vom Zuger Bildungsrat verabschiedete Dokument unterstreicht die Bedeutung der Sporterziehung an den Zuger Schulen, tritt per 1. August 2010 in Kraft und gilt solange, bis der neue Lehrplan 21 realisiert ist. Die Schulkinder sollen bis spätestens Ende der Primarschule den Wassersicherheitscheck erfüllen.

Der Kanton Zug anerkennt eine moderne Bewegungs- und Sporterziehung als unverzichtbares Element der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ein wichtiger Schritt stellt diesbezüglich die Inkraftsetzung des neuen Übergangslehrplans Sport dar, der vom Zuger Bildungsrat beschlossen wurde. Der neue Übergangslehrplan legt verbindliche Ziele und Inhalte im Bereich des obligatorischen Schulsports fest und definiert, wie ein vielfältig gestalteter, kontinuierlich angelegter und professionell durchgeführter Sportunterricht an den gemeindlichen Schulen auszusehen hat. Bisher gab es im Kanton Zug keinen Lehrplan für das Schulfach Sport, was immer wieder bemängelt wurde, insbesondere von den Rektoren und den Sport unterrichtenden Lehrpersonen. Dem neu verabschiedeten Lehrplan kommt Übergangscharakter zu, da er voraussichtlich vom Schweizerischen Lehrplan 21 abgelöst wird. Dies könnte auf das Schuljahr 2015/16 der Fall sein.

Alle Facetten der Sporterziehung
Das Fach Sport gliedert sich analog zum aktuellen und eidgenössisch anerkannten Lehrmittel «Sporterziehung» in sechs Bereiche: 1. Bewegen, Darstellen, Tanzen; 2. Balancieren, Klettern, Drehen; 3. Laufen, Springen, Werfen; 4. Spielen, 5. Bewegung und Sport im Freien sowie 6. Bewegung und Sport im Wasser. Gemäss Cordula Ventura, Leiterin des Amtes für Sport, stellt diese vielfältige Ausrichtung sicher, dass der obligatorische Sportunterricht – im Kanton Zug sind es auf allen Stufen drei Lektionen pro Woche – alle Facetten der Bewegungs- und Sporterziehung berücksichtigt. Wettkampfgeist, Zusammengehörigkeitsgefühl, Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft sollen als gleichwertige Ziele verfolgt, das Repertoire von Technik und Taktik erweitert, die Ambitionen in Koordination und Kondition gestärkt werden.

Der neue Übergangslehrplan verdeutlicht sodann auch die unterschiedliche Sinngebung des Fachs Sport und betont die vielfältigen Möglichkeiten, den kindlichen bzw. jugendlichen Bewegungsapparat zu fördern und zu entwickeln; mittels klettern, springen, tauchen, schwimmen, werfen, drehen, schaukeln, schwingen, gleiten usw.. Überdies werden die Lehrpersonen ermuntert, sofern dies die Witterung zulässt, sich im Freien zu bewegen.

Minimalanforderung: Wassersicherheitscheck
Von einem expliziten Schwimmobligatorium ist im neuen Übergangslehrplan – trotz vereinzelten politischen Forderungen – nicht die Rede, da ein solches, so auch die Ansicht der meisten 26 Vernehmlassungsteilnehmer und -teilnehmerinnen – von den Schulen gar nicht umgesetzt werden könnte. Erstens verfügt bekanntlich nicht jede Gemeinde über ein eigenes Schwimmbad (in den letzten zwei Jahren wurden sogar zwei Becken in Heiligkreuz und Menzingen geschlossen). Zweitens befinden sich die Bäder nicht immer in Gehdistanz zum Schulhaus. Dies ist aber Voraussetzung, wenn Anreise- und effektive Schwimmzeit noch in einem vernünftigen Verhältnis stehen sollen. Trotzdem werden die Gemeinden aufgefordert, in Absprache untereinander für alle Beteiligten sinnvolle und zumutbare kreative Lösungen der Verteilung der vorhandenen Wasserflächen zu treffen.

Der Bildungsrat will, dass Zuger Kinder den Wassersicherheitschecks bis zum Ende der Primarschule bestehen. Damit könne auch die Forderung, dass jedes Zuger Kind schwimmen lerne, erfüllt werden. Ziel müsse sein, allen Zuger Kindern die vielleicht lebensrettende Schwimmausbildung zu ermöglichen. Um die den Schulen zur Verfügung stehenden Bäder optimal zu nutzen, hat das Amt für Sport jetzt die detaillierten Belegungspläne der Bäder im Kanton Zug erfasst. Das Amt ist auch allen Schulen und Kindergärten bei der Umsetzung behilflich.

Sportunterricht als Ausgleich
Die meisten Schülerinnen und Schüler, so Werner Bachmann, Leiter des Amtes für gemeindliche Schulen, erleben den Sportunterricht als wichtigen Ausgleich zum intellektuellen Schulalltag und erkennen Zusammenhänge zwischen regelmässiger sportlicher Betätigung, allgemeinem Wohlbefinden und Gesundheit. Der neue Übergangslehrplan mit verbindlichen Zielsetzungen und Umsetzungsvorschlägen macht sich diese Tatsache zunutze und sorgt mit dafür, dass der Sport an den gemeindlichen Schulen des Kantons Zug ein attraktives und motivierendes Element unseres Bildungswesens ist und bleibt.


Weitere Auskünfte:

Direktion für Bildung und Kultur
Patrick Cotti, Bildungsdirektor
041 728 31 80 (Telefonisch erreichbar heute Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr)
patrick.cotti@zg.ch

Amt für Sport
Cordula Ventura
079 229 86 68
cordula.ventura@zg.ch

Amt für Gemeindliche Schulen
Werner Bachmann
041 728 31 50 (Telefonisch erreichbar heute Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr)
werner.bachmann@zg.ch

Weitere Informationen

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