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Un lungo bel viaggio

12.10.2018
Juliana Eichenberger, Italienisch "È stato un lungo bel viaggio con Lei attraverso la lingua, la cultura e la storia italiana", schreibt die letztjährige Klasse 6A zum Abschied auf eine ...
Juliana Eichenberger
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Juliana Eichenberger, Italienisch

"È stato un lungo bel viaggio con Lei attraverso la lingua, la cultura e la storia italiana", schreibt die letztjährige Klasse 6A zum Abschied auf eine wunderschön gestaltete Karte. Der Brief ist rührend, und er gibt etwas von jener Wärme zurück, mit der Juliana Eichenberger ihren Schülerinnen und Schülern begegnet. Die Maturandinnen und Maturanden bedanken sich "per la sua pazienza e la sensibilità", auch für die "giochi", in welche ihre Lehrerin den Stoff immer wieder verpackt hat. Ihr Schrank ist voll davon, auch mit Mitbringseln: Marzipanfrüchte aus Sizilien, Karten, Bilder.

Unterrichten, das macht die Italienischlehrerin klar, war und ist für sie ein ganz wichtiger Lebensinhalt. Sie freut sich, wenn die Lernenden im Kontakt mit der Sprache Regeln entdecken und anwenden können. Sie strahlt viel warmherzige, mütterliche Fürsorge aus, doch sie vertritt auch die Anforderungen der Fachlehrperson. Hinter der Berner Gemütlichkeit zwinkert zuweilen der italienische Charme hervor - die Tochter eines Fabrikarbeiters aus Burgdorf und einer eingewanderten Mutter aus Verona hat beides mitbekommen. Eine Tante war es, welche die Schülerin mit den stets guten Noten auf die Idee brachte, sie könnte ans Gymnasium. An der Universität Bern studierte sie dann Italienisch, Romanische Philologie und Geschichte und arbeitete schon bald als Hilfsassistentin am Romanischen Institut. Nach dem Studium verbrachte sie zwei Jahre am Schweizer Institut in Rom. Im Jahr 1986 bewarb sie sich erfolgreich für eine Stelle an der Kantonsschule Zug. Hier arbeitet sie seit 32 Jahren als Italienisch-, eine Zeit lang auch als LP-Lehrerin. Juliana war massgeblich am Aufbau des Fachs Italienisch beteiligt. Das Fach hatte noch keine grosse Tradition. Die erste Matura machte sie 1988 mit einem einzigen Schüler. Als Maturaexpertin und Mitglied im Verein der Italienisch-Lehrpersonen ist sie gut vernetzt mit Berufskolleginnen und -kollegen in der Schweiz. Und der Schulleitung ist sie dankbar für den Goodwill, mit dem sie ihr Fach immer unterstützt hat.

Nun bereitet sie sich vor auf einen neuen Lebensabschnitt. Zunächst zieht sie um von Baar nach Oberägeri in eine Wohnung mit Blick auf den See und einem schönen Wintergarten, in dem sie lesen, nähen, werken wird. Lange hat sie ihre alte Mutter gepflegt. Seit deren Hinschied wird auch hier Zeit frei für Fluss- und andere Reisen. Sie bleibt engagiert in der Unitré, der italienischen Volkshochschule, und vor allem bleibt sie offen für Neues.

Andreas Pfister

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