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29.07.2019

Feuerwerk verbieten?

29.07.2019
Beitrag von Jann in der Rubrik «U20» der Zuger Zeitung vom 29. Juli 2019
Jann
Bild Legende:

Jung und Alt freut sich am 1. August über ein bisschen Feuerwerk. Es wird sogar immer beliebter. Doch bringt Feuerwerk auch negative Aspekte mit sich. Im Internet wird heiss über ein Verbot und andere Massnahmen diskutiert. Ein wichtiges Argument ist der Umweltschutz.

Werden Feuerwerkskörper abgebrannt, entsteht Feinstaub (PM10). Der Tagesmittelwert liegt hier bei zirka 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dank Feuerwerk wurden an Silvester aber auch schon weit über dem Tagesmittelwert gemessen. Werte, wie sie sonst nur in Peking herrschen. Insbesondere bei tiefen Temperaturen und Inversionslagen, z.B. unter einer Hochnebeldecke, bleiben die Schwebepartikel länger in der Luft.

Jährlich werden in der Schweiz laut Bafu rund 1700 Tonnen Feuerwerkskörper verkauft. Wenn diese abgebrannt werden, entstehen 310 Tonnen Feinstaub, die die Luft belasten. Die Gesamtmenge an Feinstaub, die jährlich in der Schweiz ausgestossen wird, beträgt schätzungsweise 18000 Tonnen. Feuerwerke tragen so ein bis zwei Prozent zur jährlichen Gesamtbelastung bei. Dieses Ergebnis erstaunt sehr, denn das ist nun wirklich nicht viel. Man mag einwenden, dass die farbgebenden Metallverbindungen in den Feuerwerkssätzen nach dem Abbrennen als Niederschlag in Böden und Gewässer gelangen. Das stimmt. Auch diese Belastung ist vergleichsweise gering. Die Umweltverschmutzung alleine ist für mich deshalb kein Argument, um Feuerwerkskörper zu verbieten. 

Und doch gibt es Gründe, weshalb man den Feuerwerkskörperverbrauch beschränken sollte: Die Knallerei, die damit verbunden ist, schadet unseren Tieren. Haus- sowie Wildtiere werden durch den Lärm erschreckt. Und Menschen mit Atemwegs- oder Herzkreislauferkrankungen leiden unter den Abgasschwaden. Trotzdem freue ich mich auch dieses Jahr auf das 1.-August-Feuerwerk - doch verzichte ich bewusst darauf, mit eigenen Böllern den Trend zu immer mehr Feuerwerk mitzugehen. 

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