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Immer dieses Entscheiden

04.06.2018
Beitrag von Marc Füllemann in der Rubrik «U20» der Zuger Zeitung vom 4. Juni 2018.
Marc Füllemann
Bild Legende:

Langsam wird mir bewusst, was es heisst, volljährig zu werden. Es bedeutet, selbstständig Ziele zu verfolgen und eigene Entscheidungen zu treffen. Habe ich richtig entschieden, bin ich schlussendlich erfolgreich und kann stolz auf mich sein. Als Schüler habe ich primär viele kleine Etappenziele im Visier und natürlich ein ganz grosses am Ende der Schulzeit.

Bereits ein Kleinkind kann Ziele verfolgen und seine Eltern aufgrund seiner Entscheidungen lenken. Wenn es Hunger hat, schreit es so lange, bis die Eltern seinem Bedürfnis nachkommen. Tagtäglich müssen wir viele kleine Entscheidungen treffen. Bereits nach dem Aufwachen muss ich mir überlegen, ob ich den Wecker ein paar Mal überhören und dafür nachher auf den Bus hetzen will. Bin ich dann endlich wach, geht es um die Wahl der Kleidung, und über Mittag stehe ich vor der Entscheidung, ob ich in der Mensa essen will oder mir den Luxus leiste, irgendetwas Leckeres in Zug aufzutreiben.

Neben diesen kleinen Alltagsentscheidungen sind da noch die grossen Entscheidungen zu treffen, wie etwa das Ja oder Nein zum Auslandsjahr und zur kirchlichen Konfirmation oder die Wahl des Schwerpunktfachs.

Durch den Druck, immer die richtigen Entscheidungen treffen zu wollen, werden Eigenschaften wie Durchhaltevermögen und Ausdauer gefördert, und diese sind ein Leben lang von Nutzen.

Ferien sind deshalbso erholsam, weil man über ausreichend Zeit verfügt und meist nur zwischen erfreulichen Dingen zu entscheiden hat. So muss man sich lediglich den Kopf darüber zerbrechen, wohin die Reise gehen soll. Vielleicht wieder eine anstrengende Städtereise oder doch eher abenteuerliche Ferien in den Bergen machen?

Einerseits geniesse ich es, dass ich noch keine 18 Jahre alt bin, denn mit der Volljährigkeit werde ich die ganze Verantwortung für die Konsequenzen meines Handelns tragen. Andererseits bringt dies auch viele positive Aspekte mit sich, wie beispielsweise das Recht auf politische Mitbestimmung. Dementsprechend wird es also nie langweilig in Bezug auf das Treffen von Entscheidungen, denn es kommen immer neue Themen dazu.

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