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Schädliche Revolution?

28.05.2018
Beitrag von Joel Stehlin in der Rubrik «U20» der Zuger Zeitung vom 28. Mai 2018.
Joel Stehlin
Bild Legende:

Wir alle sind Teil einer Revolution. Computer sind heute winzig klein und passen sogar in unsere Hosentasche. Neue Trends und Erfindungen verbreiten sich schnell und beinahe täglich wird von einem revolutionären Produkt berichtet, welches die Konkurrenz wieder um Längen übertreffen soll.

So hat sich unser Konsumverhalten von elektronischen Geräten und Onlinediensten stark verändert. Die Nutzerzahlen bei diversen Streamingdiensten sind in den letzten Jahren explodiert. Immer mehr Leute verbringen ihre Zeit mit dem Konsumieren von Serien und sonstigen Unterhaltungsmedien.

Dies bringt Gefahren mit sich. Das Konsumieren von bestimmten Produkten wird oft sozialen Tätigkeiten vorgezogen. Zahlreiche Produkte werden von Kunden gekauft, ohne dass sie deren Nutzen genau durchdenken, da die Werbung die Kunden immer raffinierter zum Kauf bringt. Auch soziale Netzwerke bergen Gefahren. Neustes Beispiel ist der Fall von Facebook. Persönliche Nutzerdaten werden ohne Transparenz oder Rücksichtnahme auf die Nutzer verkauft. Deswegen denke ich, dass man sein Profil bei diversen sozialen Netzwerken überdenken sollte und sich besser zweimal überlegt, was und wie viel man von seinem Privatleben preisgibt und postet.

Wir sollten nicht nur die negativen Seiten sehen. Schliesslich ist es doch gerade für uns, die Generation Z, toll, mit solchen Medien aufzuwachsen und weltoffener zu sein. Mit wenigen Klicks kann Wissen aus tausenden Websites gefiltert und verwendet werden. Die gesamte Enzyklopädie kann jeder in der Hosentasche mittragen und jederzeit über das Internet per Videochat mit der Grossmutter kommunizieren.

Meiner Meinung nach ist es aber auch wichtig, dass wir von Zeit zu Zeit unser Konsumverhalten nüchtern betrachten und uns darüber Gedanken machen. Ich bin glücklich, dass ich Teil dieser Revolution bin und auf tausende Filme per Netflix zugreifen kann.

Ich schaue jedoch auch immer kritisch auf mein Verhalten und nehme, wenn auch selten, ein Buch aus echtem Papier in die Hand, um der technischen Revolution zumindest etwas zu entfliehen.

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