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Blockwoche

Das Modul «Lehrberuf» ist das Grundlagenmodul im Bereich Erziehungswissenschaften. Im Rahmen einer Blockwochesetzen sich alle Studierenden des 1. Semester (rund 120 Studierende) mit verschiedenen Facetten des Lehrberufs auseinander.
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Das Modul «Lehrberuf» ist das Grundlagenmodul im Bereich Erziehungswissenschaften. Es wird im Herbstsemester im Rahmen einer Blockwoche durchgeführt (Fortsetzung bildet eine weitere halbe Woche im Frühlingssemester).

In diesem Modul setzen sich alle Studierenden des 1. Semesters – rund 120 Studierende – mit verschiedenen Facetten des Lehrberufs auseinander. Hierzu gehören u.a. Auseinandersetzungen mit

  • den Anforderungen und Rahmenbedingungen an den Beruf
  • den Bildern von Schule und Unterricht
  • der Berufswahlmotivation
  • dem persönlichen Lern – und Spielverständnis

Auf der Suche nach der eigenen Persönlichkeit im Lehrberuf

In einer Blockwoche haben sich Studierende der Pädagogischen Hochschule Zug mit dem eigenen Sein und Wirken auseinandergesetzt, um den sich wandelnden Anforderungen an die Schule künftig gerecht zu werden.

Wer an die eigene Schulzeit zurückdenkt, erinnert sich nicht nur an das vermittelte Fachwissen der Lehrpersonen, sondern auch an deren Erscheinungsbild und individuelle Charaktereigenschaften. Da wäre zum Beispiel die Mathematiklehrerin, die nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Worten jonglieren konnte oder der Fremdsprachenlehrer, der sich über die Sprachvermittlung hinaus mit dem jeweiligen Lebensstil derart identifizierte, dass er ihn auch in der Schule auslebte.

Solche Lehrpersonen bleiben jeweils noch lange im Gedächtnis. Als Schülerin oder Schüler blickte man zu ihnen hoch, nicht der Autoritätsgläubigkeit wegen, sondern weil sie Vorbilder waren, engagierte und vielseitig begabte sowie interessierte und empathische Persönlichkeiten.

Die Wirkung des individuellen Auftritts

Das Ziel der PH Zug ist es, Lehrpersonen auszubilden, die nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern Persönlichkeiten sind. Die Studierenden des ersten Semesters der PH Zug erforschten deshalb in einer Blockwoche, welche Wirkung sie bei ihren Mitmenschen erzeugen. Unter Anleitung von professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern übten die Studierenden Nähe-Distanz-Interaktionen, die Wirkung des individuellen Auftritts und die Präsenz im Raum.

In Gruppenarbeiten suchten die Studierenden schliesslich nach Antworten auf folgende Fragen: Welches ist die Vision einer guten Schule? Was macht einen guten Pädagogen aus? Über welche Ressourcen und Kompetenzen soll eine Lehrperson verfügen? Denn als Lehrperson muss man sich bewusst sein, dass man im Fokus von Öffentlichkeit, Politik und Behörden steht, die klare Richtlinien vorgeben. Gedanken und Lösungsvorschläge wurden kreativ auf Plakaten festgehalten und in den Gängen der PH Zug aufgehängt.

In der Blockwoche verdeutlichte sich für die Studienanfänger/-innen ihre Vorbildfunktion. Sie schärften Ihr Bewusstsein für Sozialkompetenz und Persönlichkeitsentwicklung und konnten einen ersten wichtigen Schritt setzen, um den sich wandelnden Anforderungen an die Schule gerecht zu werden.

Text: Noemi Hermann und Julian Florineth, Studierende 1. Studienjahr
Foto: Raphael Mauch

Was ist ein guter Lehrer, eine gute Lehrerin?

Ein Gedankengang von Julian Florineth, Student des 1. Semesters

Was muss ich mitbringen, damit ich gut sein kann, in dem was ich täglich tue? Diese Frage stellen sich alle Studierenden bzw. jede sich in Ausbildung befindende Person. An der PH Zug hatten die angehenden Lehrpersonen Zeit, sich während einer Blockwoche in verschiedenen Workshops diesbezügliche Gedanken zum Thema Lehrberuf zu machen.

Aber was sind nun die Merkmale jener Lehrperson, die man als gut bezeichnet? Gewiss, sie zeichnet sich durch breites Allgemeinwissen und gute didaktische Fertigkeiten aus. Aber ist das wirklich genug, um den Ansprüchen der sich im steten Wandel befindenden Schule zu genügen? Nein, sicher nicht. Neben den fachlichen braucht es noch wesentlich mehr Kompetenzen, denn guter Unterricht besteht nicht nur aus dem, was vermittelt wird, sondern zu einem guten Teil auch aus dem, wie etwas vermittelt wird. Hierfür mitentscheidend ist eine gute Körperhaltung und Sprechweise.

Ferner soll eine Lehrperson über die notwendige Empathie verfügen, die es braucht, um sich in die Lage der Schülerinnen und Schüler hinein zu versetzten und ihre Sorgen und Probleme zu begreifen. Eine gute Portion Humor und Geduld sind auch nicht hinderlich.

Eine gute Lehrperson ist also eine sehr vielschichtige, vielseitig talentierte und breit geschulte Persönlichkeit.

Wie sieht meine Schule der Zukunft aus?

Ein Gedankengang von Noemi Hermann, Studentin des 1. Semesters

Die Schule der Zukunft stellt für mich ein Ort des vielseitigen Lernens dar. Die Schüler und Lehrpersonen erweitern ihr Wissen auf verschiedensten Ebenen, nicht nur auf fachlicher, sondern vor allem auch auf sozialer. Es soll das Gefühl «Zusammen sind wir stark» vermittelt werden und dies nicht nur zwischen den Schülerinnen und Schülern, sondern auch zwischen der Klasse und den Lehrpersonen. Meine Schule der Zukunft bietet Raum für die freie Entfaltung der Kinder und Jugendlichen. Es soll eine Pädagogik gelebt werden, die den Kindern ermöglicht, ihre Stärken zu finden und vor allem auch zu nutzen. Es gibt so viel zu erforschen, nicht nur in den Grundfächern wie Mathematik oder Deutsch, auch in den Bereichen Sport, Musik oder Kunst sollen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sich entfalten zu können. Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kreativität ausleben, ihre Stärken erleben und ihren Gedanken freien Lauf lassen können.

Es ist mir wichtig, dass auch die Schule kreative Freiräume schafft und nicht nur von Leistungsdruck geprägt ist. Die Schülerinnen und Schüler sollen als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen werden und der Fokus auf die Stärken, nicht nur primär auf die Normen oder Schwächen gelegt werden. Schlussendlich sollen die Jugendlichen nach der Schulzeit motiviert und selbstbewusst ins Berufsleben treten können und mit einem fröhlichen Lachen auf den Lippen an die Schuljahre zurückdenken.

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