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Baar in der Burg

25.06.2015
Seit einem halben Jahrhundert bewegt sich Baar im Spannungsfeld zwischen Dorf und Stadt. 1963 wurde Baar statistisch gesehen zur Stadt. Urbanisierungstendenzen sind seither unverkennbar. Sie prägen ...

Seit einem halben Jahrhundert bewegt sich Baar im Spannungsfeld zwischen Dorf und Stadt.
1963 wurde Baar statistisch gesehen zur Stadt. Urbanisierungstendenzen sind seither unverkennbar. Sie prägen sowohl das Ortsbild als auch die politische Agenda. Dennoch ist in Baar das dörfliche Selbstverständnis nach wie vor stark verankert. Die kleine Ausstellung «Stadt — Dorf Baar» thematisiert dieses Spannungsfeld. Sie ist in der Burg zu sehen.

Die Gründung der Spinnerei an der Lorze löste 1854 einen ersten Urbanisierungsschub aus. Mit dem Zuzug von Arbeitern aus den Nachbarkantonen und später aus südeuropäischen Staaten begann ein Wachstumsprozess, der sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der gezielten Ansiedlung von global tätigen Unternehmen noch verstärkte.


Zum Bild: Bahnhof Baar von 1897, rechts das Tram der Elektrischen Strassenbahnen im Kanton Zug. Das Tramzeitalter zwischen Baar und Zug dauerte von 1913 bis 1953. Postkarte, undatiert, vor 1930.

Vor allem baulich ist Baar mittlerweile städtisch geprägt. Der Wandel vom locker bebauten, mit Obstwiesen umgebenen Bauerndorf zur verdichteten, städtisch anmutenden Gemeinde vollzieht sich rasant, gerade in den zentrumsnahen Quartieren rund um den Bahnhof.

In den Köpfen vieler Baarerinnen und Baarer ist das Dörfliche allerdings noch sehr präsent: Man trifft sich im «Dorf», kauft dort ein und feiert alle drei Jahre ein Dorffest. Wer in die Stadt will, fährt nach Zug. Die Stimmberechtigten votierten schon mehrmals und unmissverständlich, ein «Dorf» zu bleiben. Mit 24'000 Einwohnern gehört Baar deshalb zu den grössten Gemeinden der Schweiz ohne Parlament.

Die Ausstellung «Stadt — Dorf Baar» thematisiert dieses Spannungsfeld mit Kunstwerken, Fotografien und Objekten aus den verschiedenen Sammlungen der Einwohnergemeinde Baar. In kurzen Videosequenzen kommt aber auch die Bevölkerung zu Wort.

Die Ausstellung wurde vom 13. bis 22. März 2015 erstmals und erfolgreich in Baar gezeigt. Ab
sofort ist sie in modifizierter Form in der Reihe «Eine Zuger Gemeinde zu Gast in der Burg» im
Museum Burg Zug zu sehen.

www.burgzug.ch

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