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Eine Familie kämpft — Ein TV-Tipp für Lehrpersonen

15.05.2014
Die Geschichte der Familie Poincilit aus Unterägeri geht unter die Haut. Eine Geschichte über das Schicksal und darüber, wie man es erträgt, wie man kämpft, hofft, bangt, verliert und doch nie ...
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Die Geschichte der Familie Poincilit aus Unterägeri geht unter die Haut. Eine Geschichte über das Schicksal und darüber, wie man es erträgt, wie man kämpft, hofft, bangt, verliert und doch nie aufgibt. Ein TV-Tipp vom Leiter des Schulpsychologischen Dienstes.

Von Peter Müller

Machen wir ein Gedankenspiel: Sie unterrichten im Kindergarten, vielleicht auch in der zweiten oder in der vierten oder fünften Klasse. Die Kinder entwickeln sich erwartungsgemäss. Auch bei Janis kommen die Lerninhalt an. Die Fortschritte sind prima. Janis ist ein lernfreudiger, begabter Knabe. Dann, irgendwann, merken Sie, dass Janis zunehmend unbeholfen wirkt. Beim Gehen stolpert er. Die Sprache wirkt manchmal verwaschen. Auswendiglernen fällt zunehmend schwer. Er vergisst. Irgendetwas ist los … irgendetwas "harzt". Sie und die Eltern können sich die Lernschwierigkeiten nicht erklären. Janis stagniert. Er lernt langsamer. Gelerntes geht plötzlich wieder verloren. Für Alles braucht Janis immer mehr Zeit. Sprechen, Gehen, Aufrechtsitzen: Alltägliches fällt plötzlich und zunehmend schwer. Alles wird immer weniger. Nach einer langen Odyssee von Abklärungen und ärztlichen Konsultationen steht fest: Janis hat die seltene, bis heute unheilbare, Stoffwechselerkrankung Niemann-Pick.

Die drei inzwischen erwachsenen Kinder der Familie Poincilit aus Unterägeri sind von dieser Krankheit betroffen. Im Film 'Eine Familie kämpft' erzählen die Poincilits ihre schier unglaubliche Geschichte. Es ist eine eindrückliche Geschichte von Zuger Eltern mit ihren drei begabten, intelligenten und lernfreudigen Kindern, die alles verlieren. Eine Geschichte wie man das Schicksal erträgt, wie man kämpft, hofft, bangt, verliert und doch nie aufgibt. Mir hat der Film auch wieder einmal gezeigt, welche wichtige Rolle den Lehrpersonen als Beobachtende und Unterstützende zufällt. Nicht nur im Fall der glücklicherweise seltenen Krankheit Niemann-Pick, sondern grundsätzlich. Mich hat der Film tiefberührt und ich empfehle Ihnen diesen sehr. Der Film ist beim Schweizer Fernsehen noch bis am 4. Juni 2014 aufgeschaltet, siehe Link.

Link zum Film: Eine Familie kämpft

https://www.facebook.com/einefamiliekaempft  

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