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Härtefallprogramm

Aktueller Stand Härtefallprogramm

Teilnahme am Härtefallprogramm des Bundes

Der Kanton Zug nimmt am Härtefallprogramm des Bundes teil. Die hohe Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Krisenbewältigung durch den Bund bewog den Regierungsrat, dem Kantonsrat eine Erhöhung des Rahmenkredits von 81,1 Millionen Franken auf 150 Millionen Franken zu beantragen für die Ausrichtung von rückzahlbaren Darlehen und für die Gewährung von nicht rückzahlbaren Beiträgen (à fonds perdu).

Arten der finanziellen Unterstützung

Primär werden den Unternehmen Darlehen mit einer maximalen Laufzeit bis Ende 2030 gewährt. Zins- und Amortisationszahlungen sind erst ab dem Jahr 2024 zu leisten.

Falls die Amortisation von rückzahlbaren Darlehen für ein Unternehmen mit den zu erwartenden Erträgen voraussichtlich nicht vollumfänglich möglich sein wird, ist die Gewährung von nicht rückzahlbaren Beiträgen vorgesehen. Diese Massnahme kann auch ergänzend zu rückzahlbaren Darlehen gewährt werden.

Aufgrund der zwischenzeitlich weiter verschärften Lage wird der Fokus in einzelnen besonders betroffenen Bereichen stärker auf nicht rückzahlbare Beiträge gelegt.

Die Klärung, in welchem Umfang Darlehen und/oder nicht rückzahlbare Beiträge gewährt werden, wird von ausgewiesenen externen Treuhandexperten vorgenommen. Dazu werden anhand einer betriebswirtschaftlichen Analyse die Verschuldungskapazität und die Fähigkeit zur Darlehensrückzahlung berücksichtigt.

Voraussetzungen für den Erhalt der finanziellen Unterstützung

Die Auszahlung der rückzahlbaren Darlehen und der nicht rückzahlbaren Beiträge für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 5 Millionen Franken und operativer Geschäftstätigkeit im Kanton Zug kann in Tranchen erfolgen. Die weiteren Tranchen werden nur vollumfänglich ausbezahlt, sofern folgende Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

  • der Jahresumsatz 2020 liegt in Zusammenhang mit behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie erheblich unter dem durchschnittlichen Umsatz der Jahre 2018 und 2019 (bei verkürzten Geschäftsjahren hochgerechnet auf zwölf Monate);
  • der durchschnittliche Jahresumsatz 2018 und 2019 beträgt mindestens 50 000 Franken;
  • das Unternehmen belegt, dass es profitabel und überlebensfähig ist;
  • das Unternehmen hat die Massnahmen, die zum Schutz seiner Liquidität und seiner Kapitalbasis nötig sind, ergriffen;
  • am 1. März 2020 hatte das Unternehmen keine Rückstände über die ordentlichen Zahlungsfristen hinaus bei der Bezahlung von Steuerschulden gegenüber Bund, Kantonen oder Gemeinden oder bei der Bezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen bzw. war mit allenfalls vereinbarten Ratenzahlungen nicht im Rückstand und

Bund, Kantone oder Gemeinden sind insgesamt nicht zu mehr als zehn Prozent am Kapital des Unternehmens beteiligt.

Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen

Die Auszahlung der rückzahlbaren Darlehen und der nicht rückzahlbaren Beiträge erfolgt ab einem Gesamtbetrag von 20 000 Franken aufgeteilt in zwei Halbjahrestranchen. Die zweite Tranche wird nur vollumfänglich ausbezahlt, sofern folgende Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

  • allfällige festgelegte Auflagen wurden vollumfänglich erfüllt;
  • der Rahmenkredit reicht auch für die vollständige Auszahlung der weiteren Tranchen aus;
  • das Unternehmen erfüllt die Anspruchsvoraussetzungen auch im Zeitpunkt der Auszahlung der weiteren Tranchen; und
  • die epidemiologische sowie wirtschaftliche Lage sind mit derjenigen zum Zeitpunkt der Beurteilung des Erstgesuches vergleichbar beziehungsweise haben sich zwischenzeitlich nicht wesentlich verbessert.

Falls der Gesamtbetrag nicht ausreicht, werden die weiteren Tranchen linear gekürzt. Damit wird sichergestellt, dass die verfügbaren finanziellen Mittel gerecht auf die einzelnen anspruchsberechtigten Unternehmen aufgeteilt werden können und die Unternehmen, welche ihr Gesuch erst in einem späteren Zeitpunkt einreichen, keine unverhältnismässigen Nachteile erleiden.

Automatische Neubeurteilung

Die bisherigen Beiträge wurden basierend auf der damals aktuellen Lockdown-Dauer gewährt. Soweit der Bundesrat diesen Zustand für gewisse Betriebe verlängert, werden die bereits bewilligten Gesuche nochmals geprüft und die Beträge in Abhängigkeit von der Verlängerungsdauer aufgrund eines standardisierten Ansatzes entsprechend erhöht.

Unternehmen, deren Beitrag in zwei Tranchen ausbezahlt wird, erhielten eine Mitteilung, dass sie die zweite Tranche mit einem separaten Gesuch beantragen können. Voraussichtlich wird dieses Zweitgesuch nicht nötig sein und die zweite Tranche automatisch überwiesen. Vorbehalten bleiben wesentliche Veränderungen der Rahmenbedingungen.

Wichtig: Betroffene Unternehmen müssen nichts unternehmen. Die Finanzdirektion wird bei entsprechenden Voraussetzungen von sich aus aktiv. Entsprechend ist von diesbezüglichen Anfragen abzusehen, damit die stark beanspruchten Ressourcen vollumfänglich für die schnelle Bearbeitung der Neugesuche und Nachbearbeitung eingesetzt werden können.

Rechtliche Grundlagen

Weitere Details zur Teilnahme des Kantons Zug am Härtefallprogramm des Bundes finden sich in der COVID-19-Härtefallverordnung vom 1. Dezember 2020.

Die Bundesvorgaben finden sich einerseits in Art. 12 des Covid-19-Gesetzes vom 25. September 2020 (SR 818.102) und andererseits in der Covid-19-Härtefallverordnung vom 25. November 2020 (SR 951.262).

Vorgehen bei Gesuchseinreichung

Das Antragsformular für die Gesuchseinreichung finden Sie unten zum downloaden. Dem Antrag ist unter anderem ein Finanzplan beizulegen. Eine Finanzplan-Vorlage finden Sie ebenfalls im Download-Bereich, wobei diese nicht zwingend benutzt werden muss, falls Sie über ein Dokument mit mindestens gleichwertiger Aussagekraft verfügen.

Solange nicht absehbar ist, wie lange die wirtschaftlichen Einschränkungen anhalten werden, können Sie beim Finanzplan die Annahme treffen, dass diese Einschränkungen bis 30. Juni 2021 anhalten und anschliessend wieder Normalbetrieb herrscht. Das heisst, dass sie die ersten sechs Monate 2021 mit den Covid-19-Auswirkungen erfassen und die restlichen sechs Monate sowie die Folgejahre als normale Geschäftstätigkeit ohne Einschränkungen.

Unternehmen, die in den Jahren 2018 und 2019 im Durchschnitt einen Umsatz von über 5 Milionen Franken erzielten, reichen zusätzlich einen aktuellen Handelsregisterauszug, die Quartalsabrechnung der Mehrwertsteuer für die Jahre 2018, 2019, 2020 und 2021 sowie die Auflistung der monatlichen Umsatzzahlen gemäss revidierter Jahresrechnung für den gleichen Zeitraum ein.

Das komplett ausgefüllte Gesuch inkl. Anhänge (max. 20 MB) richten Sie bitte bis spätestens am 31. Mai 2021 an:

haertefallprogramm@zg.ch

 

Bitte beachten Sie, dass unvollständige Gesuche zur Ergänzung zurückgewiesen werden. Bitte reichen Sie das Antragsformular ausschliesslich elektronisch im Excel-Format ein (Antragsformular im PDF-Format und Papierausdrücke können nicht bearbeitet werden).

Fragen

Allfällige Fragen können an die Helpline gerichtet werden:

Tel. +41 41 767 01 20
haertefall.helpline@zg.ch

Downloads

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Typ Titel Bearbeitet
Antragsformular für Härtefallunterstützung v4c.xlsx 19.01.2021
Vorlage LiquiditätsplanV2.xlsx 22.01.2021

Weitere Informationen

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