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Härtefallprogramm

Aktueller Stand Härtefallprogramm

Teilnahme am Härtefallprogramm des Bundes

Der Kanton Zug nimmt am Härtefallprogramm des Bundes teil. Dafür hat der Kantonsrat am 26. November 2020 in erster Lesung einem Rahmenkredit von maximal 66,1 Millionen Franken für die Ausrichtung von rückzahlbaren Darlehen von maximal 60,1 Millionen Franken und für die Gewährung von nicht rückzahlbaren Beiträgen (à fonds perdu) von maximal 6 Millionen Franken zugestimmt. Die Vorlage wird am 17. Dezember 2020 endgültig vom Kantonsrat verabschiedet. Wird dagegen kein Referendum ergriffen, können ab dem 23. Februar 2021 die finanziellen Unterstützungsleistungen definitiv ausgerichtet werden.

Damit ab sofort finanzielle Beiträge an Unternehmen, welche die Härtefallbedingungen erfüllen und einen zeitlich dringenden Bedarf an finanzieller Unterstützung haben, ausgerichtet werden können, stellt der Regierungsrat 500 000 Franken aus dem Lotteriefonds zur Verfügung (Vorfinanzierung).

Arten der finanziellen Unterstützung

Primär werden den Unternehmen Darlehen mit einer maximalen Laufzeit bis Ende 2030 gewährt. Zins- und Amortisationszahlungen sind erst ab dem Jahr 2024 zu leisten. Die Darlehen belaufen sich pro Unternehmen auf höchstens 25 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019 und höchstens auf eine Million Franken.

Falls die Amortisation von rückzahlbaren Darlehen für ein Unternehmen mit den zu erwartenden Erträgen voraussichtlich nicht vollumfänglich möglich sein wird, ist sekundär die Gewährung von nicht rückzahlbaren Beiträgen vorgesehen. Diese Massnahme kann auch ergänzend zu rückzahlbaren Darlehen gewährt werden. Die nichtrückzahlbaren Beiträge belaufen sich pro Unternehmen auf höchstens 10 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019 und grundsätzlich auf höchstens 100 000 Franken. 

Voraussetzungen für den Erhalt der finanziellen Unterstützung

Ausgerichtet werden rückzahlbare Darlehen und nicht rückzahlbare Beiträge an Unternehmen mit Sitz am 1. Oktober 2020 im Kanton Zug und Gründungsdatum vor dem 1. März 2020, welche zusammengefasst kumulativ folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • der Jahresumsatz 2020 liegt in Zusammenhang mit behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unter 60 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes der Jahre 2018 und 2019;
  • der durchschnittliche Jahresumsatz 2018 und 2019 beträgt mindestens 100 000 Franken;
  • das Unternehmen belegt, dass es profitabel und überlebensfähig ist;
  • das Unternehmen hat die Massnahmen, die zum Schutz seiner Liquidität und seiner Kapitalbasis nötig sind, ergriffen;
  • das Unternehmen übt im Kanton Zug eine operative Geschäftstätigkeit aus, verfügt über eigene Geschäftsräumlichkeiten im Kanton Zug und beschäftigt hier eigenes Personal;
  • am 15. März 2020 hatte das Unternehmen keine Rückstände über die ordentlichen Zahlungsfristen hinaus bei der Bezahlung von Steuerschulden gegenüber Bund, Kantonen oder Gemeinden oder bei der Bezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen;
  • das Unternehmen hat einen allfälligen Covid-19-Kredit (in Form einer Kontokorrentlimite) vollständig ausgeschöpft und
  • Bund, Kantone oder Gemeinden sind insgesamt nicht zu mehr als zehn Prozent am Kapital des Unternehmens beteiligt.

Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen

Die Auszahlung der finanziellen Unterstützung erfolgt ab einem Gesamtbetrag von 20 000 Franken aufgeteilt in zwei Halbjahrestranchen. Die zweite Tranche wird nur vollumfänglich ausbezahlt, sofern folgende Bedingungen kumulativ erfüllt sind

  • das Folgegesuch wurde vollständig und mit den erforderlichen Beilagen und Nachweisen eingereicht;
  • allfällige festgelegte Auflagen wurden vollumfänglich erfüllt;
  • der Rahmenkredit reicht auch für die vollständige Auszahlung aller zweiten Tranchen aus;
  • das Unternehmen erfüllt die Anspruchsvoraussetzungen auch im Zeitpunkt der Auszahlung der zweiten Tranche; und
  • die epidemiologische sowie wirtschaftliche Lage sind mit derjenigen zum Zeitpunkt der Auszahlung der ersten Tranche vergleichbar beziehungsweise haben sich zwischenzeitlich nicht wesentlich verbessert.

Falls der Gesamtbetrag nicht ausreicht, werden die zweiten Tranchen linear gekürzt. Damit wird sichergestellt, dass die verfügbaren finanziellen Mittel gerecht auf die einzelnen anspruchsberechtigten Unternehmen aufgeteilt werden können und die Unternehmen, welche ihr Gesuch erst in einem späteren Zeitpunkt einreichen, keine unverhältnismässigen Nachteile erleiden.

Gesetzliche Grundlagen

Weitere Details zur Teilnahme des Kantons Zug am Härtefallprogramm des Bundes finden sich in der COVID-19-Härtefallverordnung vom 1. Dezember 2020 (siehe Downloads).

Die Bundesvorgaben finden sich einerseits in Art. 12 des Covid-19-Gesetzes vom 25. September 2020 (SR 818.102) und andererseits in der Covid-19-Härtefallverordnung vom 25. November 2020 (SR 951.262).

Vorgehen bei Gesuchseinreichung

Das Antragsformular für die Gesuchseinreichung finden Sie unten zum downloaden. Dem Antrag ist unter anderem ein Finanzplan beizulegen. Eine Finanzplan-Vorlage finden Sie ebenfalls im Download-Bereich, wobei diese nicht zwingend benutzt werden muss, falls Sie über ein Dokument mit mindestens gleichwertiger Aussagekraft verfügen.

Das komplett ausgefüllte Gesuch inkl. Anhänge (max. 20 MB) richten Sie bitte bis spätestens am 30. April 2021 an:

haertefallprogramm@zg.ch

Bitte beachten Sie, dass unvollständige Gesuche zurückgewiesen werden.

Fragen

Allfällige Fragen können an die Helpline gerichtet werden:

Tel. +41 41 767 01 20

haertefall.helpline@zg.ch

Downloads

Downloads
Typ Titel Bearbeitet
Antragsformular für Härtefallunterstützung v2d.xlsx 04.12.2020
COVID-19-Härtefallverordnung.pdf 02.12.2020
Vorlage Liquiditätsplan.xlsx 23.11.2020

Weitere Informationen

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