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09.11.2021

Goldlabel: Hünenberg erhält die höchste europäische Energie-Auszeichnung

09.11.2021
Mitteilung vom 9. November 2021

Mitteilung vom 9. November 2021

Goldlabel
Bild Legende:

Die Gemeinde Hünenberg ist seit 2004 Energiestadt. Ihr wurde kürzlich erneut das Label «Energiestadt» und zum ersten Mal der «European Energy Award Gold» verliehen. Von 100 möglichen Punkten erreichte Hünenberg bei der neusten Zertifizierung 77.5 Punkte. Für das Goldlabel braucht es mindestens 75 Punkte. Mit dem Erhalt des Goldlabels gehört Hünenberg zusammen mit 65 weiteren Schweizer Gemeinden europaweit zur Königsklasse der Energiestädte. Mit dem Goldlabel wird ein Ziel des kommunalen Energieleitbildes erfüllt.

Die Verleihung des Awards fand am 5. November 2021 in Ravensburg (Deutschland) statt. Die Gemeinde Hünenberg nahm via Online-Übertragung an der Verleihung teil. Gemeindepräsidentin Renate Huwyler gab ihrer Freude über den Award im Rahmen einer Videobotschaft Ausdruck: «Wir freuen uns sehr über die goldige Auszeichnung, die uns auf unserem langen Weg hin zu einer nachhaltigen Gemeinde bestätigt. Ein Lob gebührt unserer Energiekommission und dem vorsitzenden Gemeinderatskollegen Thomas Anderegg für ihren energievoll geleisteten Beitrag. In Sachen Klimaschutz gibt es weiterhin noch viel zu tun. Mit dem nun erreichten European Energie Award Gold sind wir überzeugt und voller Tatendrang, diese Aufgaben in bester Gesellschaft mit vielen anderen Energiestädten bestreiten zu können.»  

Hünenberg erhielt das Goldlabel für die erfolgreiche Steigerung der Energieeffizienz, die konsequente Nutzung von erneuerbaren Energien und das Engagement für eine umweltverträgliche Mobilität. Die Verleihung des Goldlabels ist somit auf die langjährige aktive Energiepolitik der Gemeinde zurückzuführen. So wurden beispielsweise in den letzten Jahren auf Basis der Liegenschaftsstrategie die gemeindlichen Liegenschaften kontinuierlich durch bauliche oder technische Massnahmen energetisch aufgewertet. Auch wird im Rahmen der Ortsplanungsrevision auf qualitätsvolle Siedlungsverdichtung, Klimaschutz in bebauten Gebieten und geringe Bodenversiegelung hingearbeitet. In den Konzessionsverträgen der verschiedenen Energieversorger wurde zudem konsequent auf eine ökologische Ausrichtung geachtet. So werden in wenigen Jahren die beiden Siedlungsgebiete Dorf und See sowie das Arbeitsgebiet Bösch mit Fernwärme auf Basis erneuerbarer Energien erschlossen sein. Diese Fernwärmenetze leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses. So wird beim bestehenden Wärmeverbund der BiEAG beispielsweise Biogas aus Gülle gewonnen. Im Aufbau begriffen ist der Fernwärmeverbund Ennetsee der WWZ AG, mit welchem im Endausbau jährlich rund 12'000 Tonnen CO2 eingespart werden sollen. Im Rahmen des Energieförderprogramms der Gemeinde Hünenberg, das seit dem Jahr 2002 betrieben wird, werden aber nicht nur diese Fernwärmeprojekte, sondern auch der Bau von Photovoltaik-Anlagen und Elektroladestationen, die Stromspeicherung, thermische Solaranlagen und energieoptimierte Bauten unterstützt. Dank dieser und zahlreicher weiterer Massnahmen konnten die Treibhausgasemissionen aller Gebäudeheizungen auf dem Gemeindegebiet zwischen 2010 und 2018 bereits um 14 % gesenkt werden. Weiter verhalfen unter anderem auch folgende Aktivitäten zum guten Ergebnis:

  • Der Bau einer Elektroladestation der EGH im Jahr 2016.
  • Die langjährige kompetente Energieberatung durch den Verein «Energienetz-Zug».
  • Die Aktionen «Elektromobilität und Solarstrom» im Jahr 2018 gemeinsam mit den Gemeinden Cham und Risch mit einem Branchenanlass mit rund 120 geladenen Gästen sowie einem öffentlichen Anlass, an dem neun Garagen insgesamt 14 Elektrofahrzeuge für Probefahrten zur Verfügung stellten. Im selben Jahr machte auch die Wave-Trophy mit rund 20 Fahrzeugen beim Schulhaus Ehret Halt.
  • Die Sensibilisierung aller Schulangehöriger für Energiethemen mit dem Themenschwerpunkt 2019 «Energie in der Schule».

Mit all diesen Massnahmen trägt die Gemeinde Hünenberg ihren Teil zur Umsetzung des Pariser Klimaübereinkommens bei. Damit die Voraussetzungen für das Goldlabel auch in Zukunft erfüllt werden, braucht es weitere Anstrengungen. Gemeindepräsidentin Renate Huwyler sagte in ihrer Videobotschaft denn auch, dass etwa der zusätzliche Ausbau von Photovoltaikanlagen, die Förderung von sauberer Mobilität und die Motivation zur Nachhaltigkeit die Gemeinde auf dem weiteren Weg begleiten würden.

Weiterführender Link: Energiestadt GOLD

 

Gemeinderat Hünenberg

Legende Gruppenbild:
Gemeinderat Thomas Anderegg (3. von links), Gemeindepräsidentin Renate Huwyler (4. von links) und ein Teil der Energiekommission freuen sich über das Goldlabel.

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