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Zuger Jugendliche trinken, rauchen und kiffen weniger

03.03.2016
Ergebnisse Schülerinnen- und Schülerumfrage (HBSC 2014)

Die gezielte Prävention scheint ihre Früchte zu tragen: Eine Studie zum Gesundheitsverhalten von Zuger Jugendlichen zeigt eine Abnahme des Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsums bei den 11- bis 15-Jährigen. Der Kanton Zug steht aber weiterhin vor Herausforderungen: Der Alkoholkonsum ist im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt höher. Das Amt für Gesundheit hat seine Präventionsbestrebungen bereits darauf ausgerichtet.

«Sucht Schweiz» realisiert im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit alle vier Jahre eine repräsentative Studie zum Gesundheitsverhalten der 11- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler. Die neusten Ergebnisse der «Health Behaviour in School-aged Children» (HBSC)-Befragung zeigen, dass der Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum von Zuger Jugendlichen 2014 im Vergleich zu den Jahren 2010 und 2006 rückläufig ist.

Zigaretten und Cannabis – Jugendliche probieren nicht mehr so jung
Bei den 12- und 15-Jährigen beider Geschlechter sank 2014 im Vergleich zu 2006 die Anzahl jener, welche in ihrem Leben schon einmal Zigaretten geraucht haben. Der Rückgang zeigt sich am deutlichsten bei den 15-jährigen Mädchen: Während 2006 noch 52 Prozent angaben, bereits einmal geraucht zu haben, waren es 2014 nur noch 25 Prozent.
Eine rückläufige Tendenz zeigte sich von 2010 bis 2014 bei den 14- und 15-jährigen Jungen und Mädchen, die bereits mindestens einmal Cannabis konsumiert haben. Diese positive Entwicklung zeichnete sich bei den 14- und 15-jährigen Mädchen sogar signifikant ab – bei ihnen halbierte sich der mindestens einmalige Cannabiskonsum beinahe: von 13 Prozent auf knapp 7 Prozent bei den 14-Jährigen und von knapp 30 Prozent auf 16 Prozent bei den 15-Jährigen.
Diese Entwicklungen freuen Gesundheitsdirektor Martin Pfister: «Die gezielte Prävention der vergangenen Jahre zeigt offenbar Wirkung.»

Alkoholkonsum reduziert ­– aber höher als Schweizer Durchschnitt
Der Anteil der 15-jährigen Jungen, die wöchentlich Alkohol konsumieren, hat sich seit 2006 von knapp 32 Prozent auf rund 17 Prozent im Jahr 2014 halbiert. Trotz der Fortschritte bleibt der Alkoholkonsum eine Herausforderung. Schweizweit gaben mit 10 Prozent weniger 15-jährige Jungen an, wöchentlich Alkohol zu konsumieren.
Zudem stehen weitere Herausforderungen an. Das soeben erschienene «Schweizer Suchtpanorama 2016» zeigt, dass der Konsum von Alkohol, Tabak und Cannabis bei den 15- bis 19-Jährigen wieder zunimmt.

Auseinandersetzung mit dem Substanzkonsum in der Schule lohnt sich
Die Auseinandersetzung mit dem Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum wird in der Schule im Rahmen von Projekten wie «Freelance» gefördert. Ein regelmässig durchgeführter Wettbewerb zum Thema Substanzmissbrauch unterstützt die Wirkung der Beschäftigung mit dem Konsum.
Dass immer weniger Jugendliche früh Tabak ausprobieren, ist auch dem «Experiment Nichtrauchen» zu verdanken, bei dem sich ganze Klassenverbände verpflichten, über eine längere Zeit nicht zu rauchen.
In der Cannabis-Prävention sind die «ForMe»-Kurse erfolgreich: Wenn Jugendliche mit Cannabis polizeilich belangt werden, können sie sich in Gruppenkursen mit dem Cannabismissbrauch auseinandersetzen. Damit wird nicht nur der Einstieg nach dem Ausprobieren von Cannabis, sondern auch der langfristige regelmässige Konsum bekämpft. Der erfreuliche Rückgang der regelmässig Alkohol konsumierenden Jugendlichen hängt mit den seit zehn Jahren laufenden Massnahmen des kantonalen Alkohol-Aktionsplans zusammen.

Alkohol: Präventionsbemühungen verstärkt an Anlässen
«Ein Problem stellt der Bezug von Alkohol und Tabak durch Minderjährige dar», so Isabelle Egger, Beauftragte für Gesundheitsförderung des Kantons Zug. Die Befragung der 15-jährigen Jugendlichen zeigte, dass 12 Prozent Alkohol und 45 Prozent Zigaretten selber kauften. Dies, obwohl im Kanton Zug unter 16-Jährige kein Bier und Wein sowie unter 18-Jährige keine Zigaretten und Spirituosen erwerben dürfen.
Die vorliegenden Zahlen zeigen deutlich: Kantonale Präventionsprogramme, insbesondere im Bereich Jugendschutz, müssen weiter geführt werden. Jugendschutzschulungen im Gastronomiebereich und im Detailhandel stehen an oberster Stelle. Zudem erhalten Festveranstaltende Materialien wie Hinweisschilder mit Jugendschutzbestimmungen für die Platzierung am Verkaufsort sowie Kontrollbänder. Der Bedarf an Wissensvermittlung zum Thema wird bereits weitgehend abgedeckt.

Weitere Informationen zu HBSC-Ergebnissen unter:
https://www.zg.ch/behoerden/gesundheitsdirektion/amt-fuer-gesundheit/ergebnisse-schuelerinnen-und-schuelerumfrage-hbsc-2014

 

Amt für Gesundheit, Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention

 

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