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Zuger Schüler engagieren sich gegen Cybermobbing

11.04.2017
Zuger Schüler engagieren sich gegen Cybermobbing
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136 Arbeiten wurden im Rahmen des «freelance contest 2017» zum Thema Cybermobbing eingereicht. Die Arbeit der zwei Steinhauser Schülerinnen Chanel Weiss und Tabea Seitz, gestalterisch umgesetzt von der angehenden Grafikerin Alena Huber, überzeugte die Fachjury, welche das Plakat mit dem dritten Platz auszeichnete.

Alle drei Jahre findet im Rahmen des Präventionsprogramms «freelance» ein interkantonaler Plakatwettbewerb statt. Jugendliche formulieren dabei Präventionsbotschaften für ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen. Für den «freelance contest 2017» waren Plakate und Schlagzeilen zu entwerfen, die auf die Gefahren in den digitalen Medien aufmerksam machen. Nebst dem Kanton Zug haben Teams aus sieben weiteren Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein Arbeiten eingereicht. Elf Plakate wurden von einer Jury zur Weiterbearbeitung durch lernende Grafikerinnen und Grafikerin aus den jeweiligen Kantonen ausgewählt. Entstanden sind eindrückliche und kreativ umgesetzte Botschaften zu Themen wie Cybermobbing, Sexting, Cybergrooming, Gamen, Social Media, Online-Glücksspiel und Smartphone.

Direkte und unverblümte Botschaften
Olivier Favre, Abteilungsleiter Kinder- und Jugendgesundheit beim Amt für Gesundheit des Kantons Zug und Projektverantwortlicher, zeigt sich beeindruckt von den Arbeiten der Jugendlichen: «Die Botschaften der Jugendlichen an ihre Gleichaltrigen sind direkt und unverblümt.» Beeindruckt haben Favre nicht nur die Ideen, sondern auch die grafische Umsetzung: «Es ist erstaunlich, was die Teams aus den ersten Ideen und Skizzen gestalterisch gemacht haben. Dieser Entwicklungsprozess erscheint mir ebenso wertvoll wie das Endprodukt selbst.»

Podestplatz für Zuger Team
Aus dem Kanton Zug wurde die Arbeit von Chanel Weiss und Tabea Seitz vom Schulhaus Feldheim in Steinhausen ausgewählt. Gemeinsam mit der angehenden Grafikerin Alena Huber von grafisch.ch aus Neuägeri haben sie ihre Idee weiterentwickelt. Entstanden ist ein Plakat, das die Jury beeindruckte: «Der kontrastreiche Ausdruck zwischen Täterin und Opfer verleihen der Gesamtgestaltung eine hohe Qualität. Besonders wirkungsvoll sind die verletzenden Worte, die sich wie eine Schlinge vom Handy aus um den Hals des Opfers winden. Das 'im Versteckten' und das 'hinter dem Rücken agieren' sind symbolstark in Szene gesetzt. Die Botschaft ist unmissverständlich und der Text macht, durch seinen auffordernden Charakter, dem Opfer Mut.» Bis zum nächsten Plakatwettbewerb im Jahr 2020 werden die Sujets zu Präventionszwecken als Poster, Kartensets, Jugendagenden oder als Bildschirmschoner eingesetzt.

Ausstellung der Gewinnerplakate an den Gesundheitstagen Zug
Ab dieser Woche wird das Plakat «Cybermobbing – Worte hinterlassen Spuren» für einen Monat in den Zuger Kinos zu sehen sein und mit seiner Botschaft die Zuschauerinnen und Zuschauer – vor allem die Jugendlichen des Kantons Zug – zu erreichen versuchen, ganz im Sinne der Leitidee «Von Jugendlichen für Jugendliche». Zudem werden alle elf ausgearbeiteten Plakate an den Gesundheitstagen Zug (www.gesundheitstage-zug.ch) vom 12. bis 14. Mai 2017 in der Ausstellungshalle auf dem Areal der Bossard Arena zu sehen sein.

Die Sujets des vorangegangenen «freelance contests» sind auch Teil der multimedialen Performance «Angek(l)ickt», die Tanz, Bewegung, Moderation und Musik multimedial verbindet, Fragen aufwirft und zum Diskutieren anregt. Dabei werden Themen wie Internet der Dinge, Wahrheit oder Täuschung, Selbstdarstellungen und Selfies, Cybermobbing, Cybergrooming und Sexting sowie Datenschutz angesprochen. Die eigenwillige Inszenierung ist ebenfalls an den Gesundheitstagen zu sehen, am Freitag, 12. Mai, um 15.30 Uhr.

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Die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Nidwalden, Zug sowie das Fürstentum Liechtenstein haben sich 2006 zusammengetan und das Präventionsprogramm «freelance» lanciert. Es richtet sich an Lehrpersonen der Oberstufe (Sek und Real) und der entsprechenden Gymnasialklassen, indem es ihnen flexibel einsetzbare Lernmaterialien und eine Präventionsbox für den Unterricht zur Verfügung stellt. Diese Inhalte sind konsequent an der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. Diese werden so zu aktiv Mitwirkenden im Lernprozess. Daher auch das im Projektnamen signalisierte Wirkungsziel: frei, unabhängig, aktiv.
www.be-freelance.net

Beilagen

Bild 1: Tabea Seitz (links) und Chanel Weiss vom Schulhaus Feldheim in Steinhausen werden für ihre Plakatidee zu Cybermobbing im Rahmen des «Freelance Contests 2017» ausgezeichnet.

Bild 2: Das mit dem dritten Platz ausgezeichnete Plakat wurde von Alena Huber gestaltet.

Datei 3: Animierte Version des Plakats, wie es in den Zuger Kinos zu sehen sein wird.

Amt für Gesundheit

Weitere Informationen

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