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(3) Q&A

Q&A zu Tests in Betrieben und Organisationen

Sie interessieren sich für Reihentests in Ihrem Betrieb? Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Betriebstestungen zusammengefasst. Gleichzeitig verweisen wir Sie auf die Webseite des Bundesamtes für Gesundheit.

1. Wie funktionieren die Reihentests?

  • Die Firma oder Organisation meldet sich beim Kanton für die Betriebstestung an und reicht das Formular «Konzept Betriebstestung» mit den entsprechenden Beilagen ein.
  • Der Kanton prüft die Anmeldung und bewilligt die Betriebstestung oder holt zusätzliche Informationen ein.
  • Nach erfolgter Bewilligung durch den Kanton Zug, nimmt das Unternehmen die Testungen wie im Konzept Betriebstestung beschrieben vor.
  • Das Unternehmen meldet dem Kanton wöchentlich die Anzahl vorgenommener Test und die Anzahl positiver Resultate.

 2. Was ist der Nutzen für teilnehmende Unternehmen?

Sie profitieren durch breites und repetitives Testen davon, Ansteckungsfälle sehr früh zu erkennen und so eine weitere Ausbreitung des Coronavirus unter den Mitarbeitenden und generell in der Gesellschaft zu verhindern. Dadurch müssen weniger Mitarbeitende in Isolation und Quarantäne. Zudem gilt für Firmen, die repetitiv testen und in ein kantonales Testprogramm eingebunden sind, eine Home-Office-Empfehlung und nicht eine Home-Office-Pflicht.

3. Wann starten die Betriebstestungen?

Die Anmeldung ist ab sofort möglich und nach der Erteilung der Bewilligung kann mit den Testungen begonnen werden.

4. Welche Unternehmen können teilnehmen?

Eine Teilnahme ist für alle Unternehmen mit Sitz im Kanton Zug möglich (Hauptsitz oder Zweigniederlassung).

Das repetitive Testen eignet sich für die folgenden Betriebe, Organisationen oder Abteilungen besonders:

  • Einheiten, die regelmässig untereinander interagieren, also welche regelmässig zusammenkommen.
  • Einheiten, die zudem regelmässig mit anderen Einheiten interagieren (Z.B. Arbeitsbereiche, Familie, etc.).
  • Einheiten, die bei ihrer Tätigkeit die Schutzkonzepte und allgemeinen Schutzmassnahmen nicht vollumfänglich einhalten können.
  • Einheiten, die Kontakt zu Drittpersonen (z.B. Kunden) pflegen.

Die Grösse des Betriebs, der Organisation oder der Abteilung ist für die Teilnahme an den repetitiven Testungen nicht massgebend. Das Testkonzept muss im individuellen Fall an die Grösse des Betriebes angepasst werden.

 5. Was kostet die Teilnahme?

Der Bund trägt die Kosten für einen Test pro Person und Woche. Er vergütet pro Test eine Pauschale. Mit dieser Pauschale sind die Kosten der Tests inkl. sämtliche administrativen Kosten und die Kosten des Fachpersonals abgedeckt. Die Abrechnung erfolgt via Kanton Zug. Nicht übernommen werden Kosten wie Arbeitsausfall (Arbeitszeit) und Logistik. Weitere Details zum Rückerstattungsprozess erhalten Sie mit der Bewilligung.

In begründeten Fällen ist auch eine Kostenübernahme von mehr als einem Test pro Person und Woche durch den Bund möglich. Der Kantonsarzt entscheidet in diesem Falle aufgrund der eingereichten Begründung.

 6. Dürfen Mitarbeitende zum Test verpflichtet werden?

Die Teilnahme an den Testungen ist grundsätzlich freiwillig. Den Persönlichkeitsrechten der Arbeitnehmenden gilt es Rechnung zu tragen. Eine verpflichtende Testung muss sich mit Gründen rechtfertigen lassen, die sich auf die Arbeitsleistung oder den Schutz anderer Mitarbeitenden oder Dritter (Kundinnen/Kunden, Patientinnen/Patienten, usw.) beziehen.

7. Was für ein Test wird durchgeführt?

Es kommen verschiedene Testtypen zur Anwendung. Weitergehende Informationen finden Sie bei der Beschreibung der Testtypen oben. Bei einzelnen Testtypen müssen Sie die Tests unter Aufsicht einer Fachperson durchführen lassen. Die Unternehmung wählt die verantwortliche Fachperson und die ausführenden Fachpersonen selbst aus.

8. Wie oft werden Mitarbeitende getestet?

Das Unternehmen legt in seinem Konzept die Häufigkeit der Tests selbst fest. Damit das Unternehmen von allfälligen vom Bundesrat noch zu definierenden  Erleichterungen profitieren kann, muss einmal pro Woche getestet werden. Wichtig ist, dass die Tests für sämtliche betroffenen Mitarbeitenden gleichzeitig, d.h. mindestens am selben Halbtag durchgeführt werden. Die Testtage können auch pro Abteilung einer Unternehmung separat festgelegt werden, wenn die Abteilungen untereinander keinen Kontakt haben. Beispiel: Abteilung A testet am Montagvormittag; Abteilung B am Montagnachmittag.

9. Was ist mit Mitarbeitenden im Homeoffice?

Symptomfreie Mitarbeitende im Home-Office müssen im Rahmen der Betriebstests nicht getestet werden. Sobald sie sich wieder ins Office begeben, müssen sie die Tests ebenfalls machen. Selbstverständlich ist eine Teilnahme der Mitarbeitenden im Home-Office aber möglich.

10. Welche Mitarbeitenden sollen getestet werden?

Die Teilnahme soll möglichst vielen Mitarbeitenden ermöglicht werden, egal welches Arbeitspensum sie bewältigen. Personen, die bereits an Covid-19 erkrankt sind oder waren, sollen frühestens 6 Monate nach dem letzten positiven Testresultat an der Testung mitmachen. Mit dieser Frist wird sichergestellt, dass kein Virusmaterial aus der alten Covid-19 Erkrankung mehr vorhanden ist welches zu falsch-positiven Testresultaten führen kann.

Vollständig geimpfte Personen sollen während 6 Monaten nach Erreichen des vollständigen Impfschutzes nicht getestet werden.

Vollständig geimpft bedeutet (ab 31. Mai 2021):

a)    Sie wurden gemäss der Impfempfehlung des BAG und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) mit einem Impfstoff geimpft, der in der Schweiz zugelassen ist. Das bedeutet, dass:

  • Sie zwei Impfdosen erhalten haben, oder
  • Sie hatten eine Infektion mit dem Coronavirus (bestätigt durch PCR-Test, Antigentest oder Antikörper-Test) und haben mindestens 4 Wochen danach eine Impfdosis erhalten.

b)    Sie haben einen Impfstoff erhalten, der über eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für die Europäische Union verfügt und gemäss den Vorgaben und Empfehlungen des Staates, in dem die Impfung durchgeführt wurde, entsprechend verimpft wurde.

11. Werden teilnehmende Mitarbeitende von der Quarantäne befreit?

Für Personen, die im Sinne der repetitiven Tests regelmässig getestet werden, sind Quarantäne-Erleichterungen vorgesehen. Voraussetzungen für diese Erleichterungen sind dass die Person regelmässig getestet wird und sie unter einem genehmigten Schutzkonzept arbeitet. In jedem Fall erfolgt eine individuelle Beurteilung durch das Contact Tracing Team in Zusammenarbeit mit dem Kantonsarzt.

12. Bleibt die Maskenpflicht am Arbeitsplatz für Unternehmen bestehen, wenn sie an der Betriebstestung mitmachen?

Ja, die geltenden Schutzmassnahmen und Regeln bleiben weiterhin bestehen, unabhängig von der Teilnahme an den Betriebstestungen. Allfällige durch den Bund beschlossene Erleichterungen werden wir umgehend kommunizieren. Weitere Infos des BAG dazu finden Sie hier.

13. Was geschieht bei einem positiven Testergebnis?

Wenn ein Testresultat positiv ausfällt, wird dieses Resultat dem kantonalen Contact Tracing übermittelt. Dieses nimmt danach direkt Kontakt zur infizierten Person auf, der Arbeitgeber wird nicht informiert. Die Resultate aus den Reihentests in Firmen werden gleich behandelt, wie alle anderen Testresultate und alle Daten werden stets verschlüsselt übermittelt.

14. Dürfen Mitarbeitende weiterarbeiten, während sie auf das Testresultat warten?

Grundsätzlich ja – unter Einhaltung der Schutz- und Hygienemassnahmen und selbstverständlich immer unter der Voraussetzung, dass der/die Mitarbeitende sich gesund fühlt und keine Symptome hat.

15. Darf der Betrieb auf das Testen verzichten, wenn nur Personen mit vollständigem Impfschutz und/oder nachweislich Genesene wieder ins Büro kommen?

Ja.

16. Wie lange werden die Betriebstests durchgeführt?

Mit dem Testen wird das Impfen substituiert. Wir rechnen daher aktuell (Stand 04.06.2021) mit einer Dauer bis nach den Sommerferien (Mitte/Ende August).

17. Wer muss getestet werden, wer nicht?

Grundsätzlich ist das Testen freiwillig. Will jedoch ein Betrieb von der Home-Office-Pflicht in die Home-Office-Empfehlung wechseln, so muss er das gezielte und repetitive Testen anbieten. Personen mit einem vollständigen Impfschutz sowie Genesene werden aktuell bis zu 6 Monate nicht getestet.

18. Was ist mit Mitarbeitenden, die sich nicht testen lassen wollen?

Es besteht weiterhin keine Testpflicht. Selbst wenn sich nicht alle Mitarbeitenden testen lassen wollen, kann ein Betrieb, welcher die Ermächtigung des Kantons zum repetitiven Testen hat und diese seinen Mitarbeitern anbietet, von der Home-Office-Pflicht zur Home-Office-Empfehlung wechseln. Im Falle eines Ausbruches müssten jedoch diejenigen Mitarbeitebden, welche sich nicht regelmässig testen lassen, in Kontaktquarantäne. Aufgrund dessen, dass das repetitive Testen den Mitarbeitenden angeboten, von ihnen aber nicht genutzt wurde, wäre dann die Quarantäne selbstverschuldet.

Wir empfehlen, dass die Betriebe das Gespräch mit ihren Mitarbeitenden suchen und über die allfälligen arbeitsrechtlichen Konsequenzen aufklären, sollten Mitarbeitende selbstverschuldet in Kontaktquarantäne müssen.

19. Können Mitarbeitende darauf bestehen, weiterhin im Home-Office zu arbeiten?

Grundsätzlich hat die/der Angestellte kein Recht auf Ausübung seiner Arbeit im Homeoffice. Es sei denn, im privatrechtlichen Arbeitsvertrag ist etwas anderes vereinbart.

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