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Wichtiger Schritt hin zur Einführung des elektronischen Patientendossiers im Kanton Zug

20.08.2018
Medienmitteilung EPD Kanton Zug

Die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) birgt sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Leistungserbringer im Gesundheitswesen grosses Potential. Der Regierungsrat und die Zuger Leistungserbringer wollen diese Innovation rasch und effizient umsetzen und haben sich deshalb gemeinsam für die Beteiligung an einer bestehenden Lösung zur Einführung des EPD entschieden: Der Kanton Zug beteiligt sich an der von den Kantonen Zürich und Bern getragenen Cantosana AG, der Trägerorganisation der Stammgemeinschaft axsana AG. Eine Arbeitsgruppe mit allen ambulanten und stationären Leistungserbringern im Kanton Zug empfiehlt ebenfalls den Anschluss an die axsana AG.

Das elektronische Patientendossier (EPD) soll ab dem Jahr 2020 für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz verfügbar sein. Dies schreibt das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) vor, das im April 2017 in Kraft getreten ist. Das EPD ermöglicht einen einfachen Zugriff auf medizinische Unterlagen wie Untersuchungsberichte, Laborergebnisse, Röntgenbilder, Impfausweise oder Medikamentenverschreibungen für Gesundheitsfachpersonen und Patientinnen und Patienten, falls diese eine entsprechende Freigabe erteilen. Damit das EPD angeboten werden kann, müssen sogenannte EPD-Gemeinschaften gegründet werden, bei denen Patientinnen und Patienten die Möglichkeit haben werden, ein EPD zu eröffnen. Das Gesetz verpflichtet die Spitäler, sich einer dieser EPD-Gemeinschaften anzuschliessen.

Kräfte bündeln und Synergien nutzen
Bei den Daten, die künftig mit Einwilligung der Patientinnen und Patienten im EPD verfügbar gemacht werden, handelt es sich um individuelle gesundheitsbezogene Daten. Diese müssen besonders gut geschützt werden. Aus diesem Grund sind die technischen Anforderungen an EPD-Gemeinschaften sehr hoch und ihr Aufbau und Betrieb entsprechend teuer. Kooperationen sind deshalb für alle von Vorteil: für die Leistungserbringer, die öffentliche Hand und für die Bevölkerung.
Im Kanton Zug haben sich sowohl die Gesundheitsdirektion als auch die Leistungserbringer von Beginn an für eine gemeinsame Lösung eingesetzt. An den jährlichen «Zuger Gesprächen» im Jahr 2016 wurde mit dem gewinnbringenden Austausch begonnen. Daraufhin hat eine von der Gesundheitsdirektion initiierte Arbeitsgruppe mit Vertretungen der ambulanten und stationären Zuger Leistungserbringer sowie des Kantons intensiv verschiedene Anschlussoptionen an EPD-Gemeinschaften geprüft. «Es ist sehr erfreulich, dass diese Zusammenarbeit im Kanton Zug so vorbildlich und zielorientiert funktioniert», blickt Gesundheitsdirektor Martin Pfister zurück. Der Regierungsrat und die Arbeitsgruppe kamen zum Schluss, dass die axsana AG als Betriebsgesellschaft der EPD-Gemeinschaft «XAD-Stammgemeinschaft» die beste Lösung für den Kanton Zug bietet, um das EPD erfolgreich einführen zu können.

Beteiligung des Kantons Zug an der Cantosana AG
Die axsana AG wurde 2016 vom Kanton Zürich gemeinsam mit verschiedenen Leistungs-erbringerverbänden des Gesundheitswesens gegründet. Das Ziel ist dabei als Stammgemeinschaft eine IT-Infrastruktur gemäss EPDG aufzubauen und zu betreiben. Eigentümer der axsana AG sind über die Cantosana AG zu 50 Prozent die öffentliche Hand und zu 50 Prozent die Leistungserbringerverbände. Der Kanton Zug wird sich als Aktionär an der Cantonsana AG beteiligen und hofft, dass sich weitere Kantone dieser grössten eHealth-Plattform der Schweiz anschliessen werden.

Zustimmung der ambulanten und stationären Leistungserbringer
Für die Arbeitsgruppe der Zuger Leistungserbringer bietet die axsana AG die nachhaltigste und ausgewogenste Lösung der geprüften EPD-Gemeinschaften. Für Matthias Winistörfer, Direktor des Zuger Kantonsspitals, stiftet die unter allen Zuger Leistungserbringern koordinierte Umsetzung am meisten Nutzen, insbesondere auch mit Blick auf zukünftige Entwicklungen. Ähnlich sieht dies Andreas Lengen, Projektleiter eHealth bei der Hirslanden Gruppe: Durch die Anbindung der schweizweit 17 Hirslanden-Kliniken an die regionalen bzw. kantonalen Stammgemeinschaften arbeitet die Privatklinikgruppe Hirslanden bereits mit verschiedenen Stammgemeinschaften, darunter auch der axsana AG, konstruktiv an der Einführung des EPD mit. Die Hirslanden-Gruppe begrüsst und unterstützt – insbesondere auch im Namen der Hirslanden AndreasKlinik Cham Zug – den Entscheid der Zuger Leistungserbringer für einen Beitritt zur axsana AG bzw. zur XAD-Stammgemeinschaft. Damit wird die Grundlage für eine noch vertieftere Zusammenarbeit aller Leistungserbringer im Kanton Zug geschaffen. Doch nicht nur die stationären Leistungserbringer, die gesetzlich verpflichtet sind, sich einer EPD-Gemeinschaft anzuschliessen, stehen hinter dem Vertragspartner axsana AG. So bewertet zum Beispiel auch der Präsident der Zuger Ärztegesellschaft Peter Gerritsen die EPD-Gemeinschaft vorsichtig positiv: «Eine Zusammenarbeit mit digitalen Mitteln, sofern dies wirklich gut realisiert wird, kann einen echten Fortschritt bedeuten. Allerdings müssen sowohl die anfallenden Kosten, wie auch der zusätzlich anfallende administrative Aufwand berücksichtigt werden», so Gerritsen.

Bevölkerung profitiert von EPD
Gesundheitsdirektor Martin Pfister freut sich, dass mit der Cantosana AG und der axsana AG eine EPD-Lösung gefunden wurde, an der nicht nur die Zuger Leistungerbringer, sondern auch die Zuger Einwohnerinnen und Einwohner partizipieren können. Ihm ist wichtig, dass es eine einzige Lösung für alle Beteiligten gibt. Nur so könnten die Chancen des EPD genutzt werden: «Durch die gleiche technische Lösung für alle Leistungserbringer und die Patientinnen und Patienten kann die digitale Vernetzung am effizientesten geschehen. Dies fördert die integrierte Versorgung, die Qualität der medizinischen Behandlung wird gestärkt und die Patientinnen- und Patientensicherheit erhöht.» Dass der Kanton zudem an der Lösung beteiligt ist, fördere das Vertrauen in der Bevölkerung. Der Kanton wird sich zusammen mit Zürich und Bern für einen effizenten Betrieb der axsana AG einsetzen, die das volle Vertrauen der Bevölkerung verdient.

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