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23.09.2022

Zuger Gespräche: Kanton Zug stärkt die Pflege – Ausbildung im Fokus

23.09.2022
Medienmitteilung zur Stärkung der Pflege im Kanton Zug

Der Kanton Zug will die Pflege stärken und den Personalbedarf für die Zukunft sichern. Dazu hat sich die Gesundheitsdirektion an den diesjährigen «Zuger Gesprächen» mit den Pflegeheimen, Spitälern und Bildungsinstitutionen ausgetauscht. Dabei wurde betont, dass der Schlüssel zum Erfolg in der engen Zusammenarbeit liegt. So wird die angenommene Pflegeinitiative und die daraus folgende Ausbildungsoffensive in enger Koordination umgesetzt. Der Kanton Zug ergreift auch darüberhinausgehende Massnahmen, etwa bei der Gewinnung von Wiedereinsteigerinnen oder bei Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Qualifiziertes und motiviertes Pflegepersonal ist entscheidend für eine gute Gesundheitsversorgung – diese Tatsache wurde in der Corona-Pandemie einmal mehr deutlich. Damit der Personalbedarf in der Pflege auch in Zukunft gedeckt werden kann, ergreift der Kanton Zug verschiedene Massnahmen. Im Zentrum steht eine nationale Ausbildungsoffensive, mit welcher die angenommen Pflegeinitiative umgesetzt wird. Der Kanton Zug nimmt aber auch Themen wie Wiedereinsteigerinnen oder Anstellungsbedingungen in der Pflege in den Fokus. Über die konkrete Umsetzung haben sich Kanton, Leistungserbringer und Ausbildungsstätten an den diesjährigen «Zuger Gesprächen» ausgetauscht.

Zusammenarbeit bei Ausbildungsoffensive

Die Pflegeinitiative wird auf Bundesebene in einer ersten Phase durch eine Ausbildungsoffensive umgesetzt. Durch Massnahmen bei Ausbildungsstätten und -betrieben soll erreicht werden, dass die Ausbildung für die Pflegeberufe attraktiver wird. Der Kanton Zug arbeitet bei der Umsetzung dieser Massnahmen eng mit den verschiedenen Leistungserbringern, dem Bildungszentrum XUND und den Gemeinden zusammen. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Der Kanton Zug setzt sich zudem besonders für eine Koordination innerhalb der Zentralschweizer Kantone ein. «Durch ein koordiniertes Vorgehen aller Stellen können wir unser gemeinsames Ziel erreichen: Genügend Ausbildungsplätze und Studierende für die nächsten Jahrzehnte», betont Landammann Martin Pfister.

Quer- und Wiedereinsteigerinnen als Ressourcen nutzen

Eine weitere Möglichkeit, den Personalbedarf in der Pflege decken zu können, ist die Gewinnung von Quer- und Wiedereinsteigerinnen. Der Kanton Zug unterstützt dabei entsprechende Programme des Bildungszentrums XUND. So können potentielle Wiedereinsteigerinnen zur Rückkehr in ihren Beruf motiviert werden und auch Arbeitgeber für das ungenutzte Potential von Wiedereinsteigerinnen und deren spezifische Bedürfnisse sensibilisiert werden. Quereinsteigenden wird mit einer verkürzten 3-jährigen Ausbildung ein attraktiver Weg in die Diplompflege angeboten.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Pflege

Neben der Attraktivität der Ausbildung ist auch die Verweildauer von Pflegepersonal im Beruf ein wichtiger Faktor, um den Bedarf abdecken zu können. Die Gesundheitsdirektion bietet den Zuger Pflegeheimen bei dieser Aufgabe eine Hilfestellung: In Zusammenarbeit mit einer externen Beratungsfirma wird den Pflegeheimen die Möglichkeit geboten, eine Betriebsanalyse durchführen zu lassen. Diese soll den Pflegeheimen Klarheit geben, welche Ansätze für den Personalerhalt bereits vorhanden und wo noch Potential besteht. «Diese individuellen Analysen vor Ort sollen zu motiviertem Pflegepersonal führen – davon profitieren nicht nur die Heime, sondern vor allem auch die Bewohnenden», betont Pfister.

Kanton nimmt Verantwortung in verschiedenen Rollen wahr

Der Kanton Zug nimmt seine Verantwortung, den Pflegeberuf zu stärken, somit in verschiedenen Rollen wahr. Als Finanzierer unterstützt er Schulen und Betriebe, damit der Pflegebedarf gedeckt werden kann. Als Planer erhebt er diesen Pflegebedarf für die Zukunft. Als Initiator sucht er nach neuen Wegen zum Personalerhalt und regt die Institutionen zu entsprechenden Massnahmen an. Und als Koordinator vermittelt er zwischen allen involvierten Stellen und schafft Austauschgremien. «Diese vielfältigen Aufgaben sind eine Herausforderung, welche wir in den nächsten Jahren mit vollem Einsatz angehen», so Pfister.

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