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Entwurf der Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS) 2018-2022 des Informatiksteuerungsorgans des Bundes

Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren KKJPD

Sehr geehrte Damen und Herren

Die KKJPD hat am 19. September 2017 in einem abgekürzten Verfahren bereits zur NCS Stellung genommen. Nachdem der Vorstand der KKJPD eine Vernehmlassung bei den Kantonen veranlasste, haben Sie den Regierungsrat  mit E-Mail vom 23. Oktober 2017 zur Stellungnahme eingeladen. Gerne nehmen wir die Gelegenheit im Auftrag des Regierungsrats wahr.

Wir begrüssen den Entwurf der neuen nationalen Cyberstrategie, da in diesem dynamischen Umfeld strategische Anpassungen unausweichlich sind. Wir sind einig im Grundsatz, dass die Schweiz im Bereich der Cyber-Risiken ihre Widerstandsfähigkeit stärken und ihre Verwundbarkeit reduzieren muss. Die umfassende Analyse des Handlungsbedarfs und der breite Ansatz für das Definieren von Handlungsfeldern und Massnahmen scheinen uns zielführend. So ermöglichen die praxisbezogenen Definitionen mit der Abgrenzung zwischen Cyber-Kriminalität und Cyber-Spionage zielgerichtete Abwehrmassnahmen. Auch die Stärkung und Integration von MELANI sowie der verbesserte Schutz über die Bundesverwaltung und kritische Infrastrukturen hinaus ist aus unserer Sicht der richtige Weg.

Allerdings scheint der vorliegende Entwurf noch zu allgemein gefasst und in seinem Aufbau noch zu wenig strategisch, zukunfts- und anwendungsorientiert. Er bedarf insbesondere in Bezug auf die konkrete Umsetzung in der Praxis einer Überarbeitung und Verfeinerung.

Anträge:

  1. Die NCS soll in eine rollende Planung münden, welche laufend die neuen Herausforderungen aufnehmen kann.
  2. Die Zusammenarbeit zwischen den zivilen Behörden sowie zwischen den zivilen und den militärischen Cyber-Experten ist konkreter darzustellen.
  3. Die Kooperation zwischen den Sicherheitsbehörden und den Vertretern von Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und dem Ausland ist konkreter aufzuzeigen.
  4. Das Konzept «Fallübersicht und Koordination interkantonaler Fallkomplexe» ist umzusetzen.
  5. Die Zuständigkeiten der verschiedenen Akteure sowie deren Zusammenarbeitsprozesse sind konkreter darzustellen.
  6. Die zu treffenden Massnahmen sollen aussagekräftiger und konkreter beschrieben werden.
  7. Die Strategie soll die zu erwartenden Kosten für den Bund, die Kantone usw. ausweisen.

Begründungen siehe Downloads.

 

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Typ Titel Bearbeitet
Antwort an die KKJPD Antwort an die KKJPD 03.01.2018

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