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15.03.2016

030 / Kanton Zug: Verkehrsstatistik 2015

15.03.2016
Medienmitteilung zur Verkehrsstatistik Kanton Zug 2015

 

Kanton Zug: Verkehrsstatistik 2015

2015 ereigneten sich im Kanton Zug rund drei Prozent mehr Unfällen als im Vorjahr. Hingegen wurden weniger Personen schwerverletzt als im 2014. Die Unfallzahlen bewegen sich trotz leichtem Anstieg im Mittel der vergangenen Jahre.

Im Jahr 2015 ereigneten sich im Kanton Zug 900 Verkehrsunfälle, 28 mehr als 2014. Zwei Männer sind gestorben. Beide verunfallten mit dem Auto auf einer Nebenstrasse in den Gemeinden Neuheim und Menzingen. Die Zahl der Schwerverletzten ist um 14 auf 53 gesunken und liegt im Vergleich zu den vergangenen 9 Jahren auf dem tiefsten Stand. Bei den Leichtverletzten gab es eine Zunahme um 10 auf 256.

Wie im Vorjahr ereigneten sich wieder rund zwei Drittel aller Verkehrsunfälle innerorts. Die Zahl der Ereignisse auf Ausserortsstrecken hat leicht zugenommen (+ 7). Auf der Autobahn blieb die Anzahl in etwa gleich.

Die Anzahl der Unfälle wegen Alkohol stagnierte

Die Unfallzahlen wegen Alkohol weisen wenig Auffälligkeiten gegenüber dem Vorjahr auf. Von 41 Unfällen (Vorjahr 40), bei denen der oder die Lenkende unter Alkoholeinfluss stand, waren 26 Selbstunfälle. Die Kontrolle der Fahrfähigkeit ist ein primäres Ziel der Verkehrskontrollen der Zuger Polizei. Im Jahr 2015 konnten 95 nicht fahrfähige Fahrzeuglenkende gestoppt werden. Der höchste Wert einer Blutauswertung lag bei 3.17 Promille. Unter den kontrollierten Fahrzeuglenkenden, die alkoholisiert waren oder unter Drogeneinfluss standen, befanden sich fünf Neulenker (Führerausweis auf Probe).

Im Berichtsjahr ereigneten sich 295 Unfälle aufgrund von Ablenkung am Steuer. Das sind 15 Prozent weniger als 2014. «Viele dieser Unfälle wären zu vermeiden, wenn man sich ausschliesslich auf das Autofahren konzentrieren und vor allem auch genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten würde», sagt Stephan Rogger, Chef Verkehrspolizei. Unfälle aufgrund von Ablenkung, insbesondere in der Rushhour, führten immer wieder zu massiven Staus und Verkehrsbehinderungen.

Kontrollen für mehr Sicherheit im Strassenverkehr

Verkehrsteilnehmende minimieren ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit bewusst oder unbewusst durch ablenkende Tätigkeiten wie laute Musik, Telefonieren oder SMS schreiben. Nur zwei Sekunden abgelenkt bei Tempo 50 und schon hat man einen 30 Meter langen «Blindflug» hinter sich. Personen unter Zeitdruck fallen vor allem durch stressbedingte Unfälle, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Ungeduld auf.

Solchen Szenen wie auch nicht fahrfähigen Lenkern schenkt die Zuger Polizei auch im laufenden Jahr ein verstärktes Augenmerk. Die Dunkelziffer bei Alkohol, Drogen und Medikamenten ist gross. «Es gibt immer neue Arten von Drogen, von denen der Konsument oft nicht weiss, wie sich diese auf seine Fahrfähigkeit auswirken. Auch Medikamente können die Fahrfähigkeit in nicht zu unterschätzendem Mass beeinträchtigen», mahnt Verkehrspolizeichef Stephan Rogger. Die Polizei sei deshalb stark gefordert, auch hier ihren Beitrag zur Unfallprävention zu leisten. Ein weiteres Augenmerk wird die Polizei im laufenden Jahr auf die Sichtbarkeit der Verkehrsteilnehmenden haben. Sie empfiehlt Fussgängern und Velofahrer, in der dunklen Jahreszeit helle Kleidung und Reflexmaterial zu tragen, um für Fahrzeuglenkende besser sichtbar zu sein.

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