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22.03.2016

033 / Kanton Zug: Kriminalstatistik 2015

22.03.2016
033 / Kanton Zug: Kriminalstatistik 2015

Zug, 22. März 2016, 10:20 Uhr

033 / MEDIENMITTEILUNG

Kanton Zug: Kriminalstatistik 2015

Die Kriminalstatistik 2015 weist für den Kanton Zug wiederum eine stabile Sicherheits- und Kriminalitätslage aus. 6'817 Straftaten registrierte die Zuger Polizei im vergangenen Jahr insgesamt. Dies ist ein Rückgang um 11 %. Die Zahl der Einbrüche nahm um markante 26 % ab. In Zug ereigneten sich im Jahre 2015 ungefähr gleich viele Leib-und-Leben Delikte, wie im Jahre 2014, was einem über mehrere Jahre gesehen, sehr tiefen Stand entspricht.

6817 Straftaten sind 825 weniger als im Vorjahr. Im Bereich Straftaten aus dem Strafgesetz-buch sind es sogar 1012 Delikte was einem Rückgang von 16% entspricht. In den Bereichen Straftaten gegen das Vermögen, gegen die Freiheit und gegen die sexuelle Integrität sind die Rückgänge am grössten. Die Weiterführung der polizeilichen Massnahmen und die konsequenten polizeilichen Kontrolltätigkeiten im ganzen Kanton haben ihre Wirkung nicht verfehlt und sicher zu diesem Rückgang mit beigetragen. Der stetige Wandel hin zur 24-Stunden-Konsum und Kommunikationsgesellschaft stellte die Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung wiederum vor grosse Aufgaben.

Pro tausend Einwohner wurden im vergangenen Jahr im dicht besiedelten Kanton Zug 44.8 Straftaten aus dem Strafgesetzbuch registriert. Dank bisher guter Präsenz und Präventionsarbeit der Polizei im öffentlichen Raum liegt Zug damit deutlich unter dem Schweizer Durch-schnitt von 59.2 Straftaten pro tausend Einwohner.

Die Polizistinnen und Polizisten erfuhren bei ihrer Ermittlungsarbeiten eine sehr hohe Akzeptanz und grossen Rückhalt in der Bevölkerung. Die kriminalpolizeiliche Grundbelastung war im ganzen Kanton nach wie vor hoch.

Gleichbleibende Leib-und-Leben-Delikte und höhere Anzahl Delikte im Bereich häusliche Gewalt

Die Delikte gegen Leib und Leben befinden sich wiederum auf einem sehr tiefen Stand. 308 Straftaten wurden registriert, das entspricht einem Plus von 7 Straftaten im Vergleich zum Vorjahr. Erneut konnten die Zuger Strafverfolgungsbehörden über 90 % dieser Delikte aufklären und die Täterschaft zur Rechenschaft ziehen. Die schwere Gewalt hat im vergangenen Jahr aber von 15 auf 20 Straftaten um 33 % zugenommen. Zugenommen haben die Delikte im Bereich der häusliche Gewalt von 157 auf 194 Delikte um 24 %. 361 Mal also fast täglich und rund 26 % mehr als im Vorjahr, mussten Zuger Polizistinnen und Polizisten wegen Gewalt in den eigenen vier Wänden ausrücken. Dank gezielter Nachbetreuung und Präventionsmass-nahmen kam es zu weniger Wiederholungstaten. Seite 2/3

Kleine Personengruppe begeht viele Delikte

1 545 Beschuldigte ermittelten die Zuger Polizistinnen und Polizisten 2015, denen 3 371 Beteiligungen an Straftaten zur Last gelegt werden. 52 % der ermittelten Personen waren ausländische Staatsangehörige. Den 17 % Kriminaltouristen wurden im Durchschnitt 2.3 Beschuldigungen pro beschuldigte Person zugewiesen. Bei den beschuldigten abgewiesenen Asylsuchenden liegt diese Quote auf einem höheren Stand als 2014, nämlich bei 6.8 Beschuldigungen. Das bedeutet, diese eher kleine Personengruppe begeht eine Vielzahl an Straftaten.

26 % weniger Einbrüche

2015 wurde deutlich weniger eingebrochen als in den Jahren zuvor. 554 Einbrüche, also rund 1.5 pro Tag, ereigneten sich im Kanton Zug in der Berichtsperiode. Am meisten betroffen waren Mehrfamilienhäuser (293 Mal), Geschäftsräume (50 Mal) und Einfamilienhäuser (66 Mal). Einbrecher wählten für ihre Beutezüge oft Standorte entlang von Ausfallachsen und in der Nähe von Autobahnanschlüssen. Viele Einbrüche ereigneten sich am helllichten Tag, während die Bewohner bei der Arbeit waren. Die Aufklärungsquote der Einbruchdiebstähle lag bei 7.6 %. Letztes Jahr lag die Quote bei 11.4 %. Vielfach sind es die Spuren, welche die Einbrecher manchmal nach Jahren überführen. So konnten 2015 noch 32 Delikte aus dem Jahr 2014 auf-geklärt werden.

Schwerpunkt Kampf dem Einbruch

Die Zuger Polizei wird trotz der Abnahme der Einbrüche weiterhin einen Schwerpunkt in diesem Bereich bilden und gezielte Kontrollen von Personen und Fahrzeugen sowie Überwachungen in Quartieren vornehmen. Dabei kommen sowohl uniformierte als auch zivile Polizeikräfte zum Einsatz. Wir zählen auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. Melden Sie verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Ihrem Quartier sofort dem Polizeinotruf 117. Merken Sie sich die Signalemente von Personen sowie Marke, Farbe und Kontrollschilder von Fahrzeugen.

Auch Sie selbst können etwas tun. Beugen Sie einem Einbruch bestmöglich vor und sichern Sie Ihr Heim. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich wirksam gegen Einbrecher schützen können. Kontaktieren Sie uns online (www.zugerpolizei.ch) oder telefonisch (T 041 728 41 41).

Weil sich viele Einbrüche in Mehrfamilienhäusern zugetragen haben, wird die Zuger Polizei im laufenden Jahr Eigentümer und Verwaltungen von Mehrfamilienhäusern für den Einbruchschutz sensibilisieren.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet bei der Schweizerischen Kriminalprävention SKP (www.skppsc.ch).

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