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17.02.2017

036 / Steinhausen: Manipulierter Lastwagen aus dem Verkehr gezogen

17.02.2017
036 / Steinhausen: Manipulierter Lastwagen aus dem Verkehr gezogen

Zug, 17. Februar 2017, 10:30 Uhr

036 / MEDIENMITTEILUNG

Steinhausen: Manipulierter Lastwagen aus dem Verkehr gezogen

Schwerverkehrsspezialisten entdeckten in einem ausländischen Lastwagen eine manipulierte AdBlue-Anlage. Sie stellten das illegal eingebaute Gerät sicher und verzeigten den Chauffeur als auch das Transportunternehmen.

Am Donnerstag (16. Februar 2017) hat die Zuger Polizei zusammen mit dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zug eine Schwerverkehrskontrolle durchgeführt. Während rund dreieinhalb Stunden unterzogen die Spezialisten elf Lastwagen, hauptsächlich 40 Tonnen-Sattelzüge, einer technischen Kontrolle. Ebenso überprüften sie, ob die Chauffeure die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeitvorschriften eingehalten hatten. Bei den Chauffeure gab es keine Beanstandungen.

Die Schwerverkehrsspezialisten der Zuger Polizei stellten bei einen Fahrzeug aus Italien jedoch einen widerrechtlich eingebauten AdBlue-Emulator fest. Mit diesen Geräten wird die Motor- bzw. Abgassteuerung verändert, so dass der Lastwagen fortan ohne den Zusatz von AdBlue fährt und damit deutlich mehr giftige Stickoxide ausstösst als gesetzlich erlaubt.

Der 50-jährige Chauffeur als auch die Transportfirma wurden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zur Anzeige gebracht. Zudem musste die italienische Transportfirma ein Bussendepositum von 800 Franken bezahlen. Der illegal eingebaute Emulator wurde sichergestellt und das Fahrzeug musste durch eine Fachwerkstätte in den ursprünglichen Zustand rückversetzt werden. Dies verursachte für den Transporteur weitere Kosten von rund tausend Franken.

AdBlue-Anlage

In moderne Lastwagen ist eine Abgasreinigungs-Technik eingebaut, die schädliche Stickoxide um 90 Prozent reduzieren kann. Dazu muss der Abgasanlage die Chemikalie AdBlue zugeführt werden. Diese verwandelt im Auspuff die giftigen Stickoxide in Wasser und harmlosen Stickstoff. Während Lastwagen mit einer AdBlue-Anlage verhältnismässig sauber fahren und die EURO-Norm 5 oder 6 erfüllen, stossen manipulierte Lastwagen massiv mehr Stickoxide aus als erlaubt und liegen mit ihren Werten nur im Bereich der EURO-Norm 1 oder 2. Um die Kosten für das AdBlue zu sparen, umgehen Transportfirmen die Sicherheitssperren der Bordcomputer mit sogenannten AdBlue-Emulatoren. Die Abgasbetrüger sparen pro manipuliertem Fahrzeug bis zu 2000 Euro im Jahr.

Weitere Auskünfte:
Judith Aklin, Kommunikationsverantwortliche der Zuger Strafverfolgungsbehörden, steht Ihnen während den Bürozeiten zur Verfügung (T 041 728 41 14).

Bild Legende:
Manipulation mit AdBlue-Emulator

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