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02.04.2014

050 / Unterägeri: Vermisstenfall wurde vorgetäuscht

02.04.2014
050 / Unterägeri: Vermisstenfall wurde vorgetäuscht

Zug, 2. April 2014, 10:45 Uhr 

 

050 / MEDIENMITTEILUNG 

Unterägeri: Vermisstenfall wurde vorgetäuscht 

Die Umstände um das Verschwinden einer 11-Jährigen aus Unterägeri sind geklärt: Das Mädchen war nur dem Schein nach vermisst. Die Mutter hatte das Kind versteckt und inszenierte einen Vermisstenfall. 

Aus den Befragungen geht Folgendes hervor: Statt in die Schule zu gehen, begab sich das 11-jährige Mädchen am Montag (31. März 2014) um 08:00 Uhr nach Hause zu ihrer Mutter. Als Betreuer des Internats und später auch die Polizei an der Haustüre vorsprachen, versteckte die Mutter ihre Tochter in der Wohnung. Dort blieb sie bis etwa am Dienstagmittag (1. April 2014). Danach begab sie sich im Wissen der Mutter in die Wohnung des Nachbars. Als dieser unwissend am Abend von der Arbeit nach Hause kam, entdeckte er die 11-Jährige und alarmierte sofort die Zuger Polizei. Die Familie der Vermissten verfügt über einen Schlüssel der Nachbarwohnung, um bei Ferienabwesenheiten des Nachbars nach dem Rechten zu sehen. 

Die Zuger Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) hat sich dem Fall angenommen; das 11-jährige Mädchen und ihre 15-jährige Schwester wurden fremdplatziert. 

Nach der Befragung wurde die Mutter in eine psychiatrische Klinik gebracht. 

Aufgrund der besonderen Umstände wird abgeklärt, ob gegen die Mutter rechtliche Schritte eingeleitet werden. Ebenfalls wird geprüft, ob ihr die Kosten des Einsatzes in Rechnung gestellt werden können. 

 

Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden

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