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20.03.2015

051 / Kanton Zug: Verkehrsstatistik 2014

20.03.2015
051 / Kanton Zug: Verkehrsstatistik 2014
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Zug, 20. März 2014, 09:00 Uhr

051 / MEDIENMITTEILUNG

Kanton Zug: Verkehrsstatistik 2014

2014 kam es im Kanton Zug zu rund vier Prozent mehr Unfällen als im Vorjahr. Dabei gab es auch mehr Verletzte. Die Unfallzahlen bewegen sich trotz leichtem Anstieg im Mittel der vergangenen Jahre.

Im Jahr 2014 ereigneten sich im Kanton Zug 872 Verkehrsunfälle, 37 mehr als 2013. Vier Personen sind bei drei Unfällen gestorben: ein Ehepaar in einem Auto bei einer Kollision mit einem Linienbus in Walchwil, ein Velofahrer nach einem Zusammenstoss mit einem Auto in Baar und eine Fussgängerin, die in Cham auf dem Trottoir von einem Auto angefahren wurde. Während der Unfall in Walchwil auf ein gesundheitliches Problem zurückzuführen ist, liegt den beiden anderen Kollisionen Fremdverschulden zugrunde. Die Zahl der Schwerverletzten ist um 7 auf 67, diejenige der Leichtverletzten um 9 auf 246 angestiegen. Trotz dem Anstieg ist die Zahl der Verunfallten im Vergleich zu den vergangenen 9 Jahren auf dem zweittiefsten Stand.

Wie im Vorjahr ereigneten sich wieder rund zwei Drittel aller Verkehrsunfälle innerorts. Die Zahl der Ereignisse auf Ausserortsstrecken ist rückläufig und nahm um 10 % ab. Auf der Autobahn gab es dagegen 25 % mehr Unfälle. «Obwohl wir auf der Autobahn keine nennenswerten Verkehrseinschränkungen durch Baustellen hatten, ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 70 % angestiegen. Viele dieser Unfälle wären zu vermeiden, wenn man sich ausschliesslich auf das Lenken des Fahrzeuges konzentrieren würde», sagt Stephan Rogger, Chef Verkehrspolizei.

Erneut mehr Unfälle wegen Unaufmerksamkeit und Alkohol
Dass im vergangenen Jahr wieder fehlende Aufmerksamkeit und Ablenkung Ursachen der meisten Verkehrsunfälle waren, zeigt die Zunahme der Verletzten bei den Selbst- und Einbiegeunfällen (+27 % bzw. +36 %). Mit 37 % gab es wegen Unaufmerksamkeit auch mehr Auffahrunfälle mit Sachschaden.

Von 40 Unfällen, bei denen der oder die Lenkende unter Alkoholeinfluss stand, waren 31
Selbstunfälle. Die Zuger Polizei hat bei ihren Kontrollen 158 alkoholisierte und 38 unter Drogen stehende Fahrzeuglenkende aus dem Verkehr gezogen. Alkoholkontrollen sind für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit notwendig. Das zeigt auch die Tatsache, dass von den 158 kontrollierten Fahrzeuglenkenden 11 einen Wert von über 2.00 Promille aufwiesen. Der höchste Wert lag bei 2.58 Promille.

Kontrollen für mehr Sicherheit im Strassenverkehr
Verkehrsteilnehmende minimieren ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit bewusst oder unbewusst durch ablenkende Tätigkeiten wie lauter Musik, Telefonieren oder SMS schreiben. Nur zwei Sekunden abgelenkt bei Tempo 50 und schon hat man einen 30 Meter langen «Blindflug» hinter sich. Personen unter Zeitdruck fallen vor allem durch stressbedingte Unfälle, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Ungeduld auf.

Solchen Szenen wie auch nicht fahrfähigen Lenkern schenkt die Zuger Polizei auch im laufenden Jahr ein verstärktes Augenmerk. Die Dunkelziffer bei Alkohol, Drogen und Medikamenten ist gross. «Es gibt immer neue Arten von Drogen, von denen der Konsument oft nicht weiss, dass sich diese auf seine Fahrfähigkeit auswirken. Auch Medikamente können die Fahrfähigkeit in nicht zu unterschätzendem Mass beeinträchtigen», mahnt Verkehrspolizeichef Stephan Rogger. Die Polizei sei deshalb stark gefordert, auch hier ihren Beitrag zur Unfallprävention zu leisten.

Weitere Auskünfte:
Oberleutnant Stephan Rogger, Chef Verkehrspolizei der Zuger Polizei, steht Ihnen am Freitag
(20. März 2015) von 09.00 bis 12.00 Uhr zur Verfügung (T 041 728 41 14).

 

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