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23.03.2015

054 / Kanton Zug: Kriminalstatistik 2014

23.03.2015
054 / Kanton Zug: Kriminalstatistik 2014

Zug, 23. März 2015, 10:20 Uhr

 

054 / MEDIENMITTEILUNG

Kanton Zug: Kriminalstatistik 2014

Die Kriminalstatistik 2014 weist für den Kanton Zug eine stabile Sicherheits- und Kriminalitätslage aus. 7'642 Straftaten registrierte die Zuger Polizei im vergangenen Jahr insgesamt. Während die Zahl der Einbrüche erneut zunahm, ereigneten sich in Zug so wenige Leib-und-Leben-Delikte wie seit 9 Jahren nicht mehr.

7'642 Straftaten sind 586 weniger als im Vorjahr. Grund dafür ist das geänderte Betäubungsmittelgesetz. Seit Oktober 2013 kann die Polizei den Cannabiskonsum von Erwachsenen mit einer Ordnungsbusse ahnden, sofern die beschuldigte Person nicht mehr als zehn Gramm Cannabis bei sich trägt. Bei den Betäubungsmitteldelikten 2014 ist denn auch eine Abnahme von 561 Straftaten zu verzeichnen.

Pro tausend Einwohner wurden im vergangenen Jahr im dicht besiedelten Kanton Zug 54.1 Straftaten aus dem Strafgesetzbuch registriert. Dank bisher guter Präsenz und Präventionsarbeit der Polizei im öffentlichen Raum liegt Zug damit deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 64.6 Straftaten pro tausend Einwohner.

Weniger Leib-und-Leben-Delikte und häusliche Gewalt

Auf dem tiefsten Stand seit 2006 befinden sich die Delikte gegen Leib und Leben. 301 Straftaten wurden registriert, das entspricht einem Minus von 43 Straftaten im Vergleich zum Vorjahr. Erneut konnten die Zuger Strafverfolgungsbehörden über 90 % dieser Delikte aufklären und die Täterschaft zur Rechenschaft ziehen.

Rückläufig sind auch die Zahlen im Bereich der häuslichen Gewalt. 286 Mal, 9 % weniger als im Vorjahr, mussten Zuger Polizistinnen und Polizisten wegen Gewalt in den eigenen vier Wänden ausrücken. Dank gezielter Nachbetreuung und Präventionsmassnahmen kam es zu weniger Wiederholungstaten.

Kleine Personengruppe begeht viele Delikte

1'554 Beschuldigte ermittelten die Zuger Polizistinnen und Polizisten 2014, denen 3'488 Beteiligungen an Straftaten zur Last gelegt werden. 53 % der ermittelten Personen waren ausländische Staatsangehörige. Den 16 % Kriminaltouristen wurden im Durchschnitt 2.8 Beschuldigungen pro beschuldigte Person zugewiesen. Bei den beschuldigten abgewiesenen Asylsuchenden liegt diese Quote bei 4.5 Beschuldigungen. Das bedeutet, diese eher kleine Personengruppe begeht eine Vielzahl an Straftaten.

22 % mehr Einbrüche

2014 wurde deutlich mehr eingebrochen als in den Jahren zuvor. 753 Einbrüche, also rund 2 pro Tag, ereigneten sich im Kanton Zug in der Berichtsperiode. Am meisten betroffen waren Mehrfamilienhäuser (276 Mal), Geschäftsräume (128 Mal) und Einfamilienhäuser (106 Mal). Einbrecher wählten für ihre Beutezüge oft Standorte entlang von Ausfallachsen und in der Nähe von Autobahnanschlüssen. Viele Einbrüche ereigneten sich am helllichten Tag, während die Bewohner bei der Arbeit waren. Die Aufklärungsquote der Einbruchdiebstähle lag bei 11 % und konnte somit gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte gesteigert werden.

Schwerpunkt Kampf dem Einbruch

Die Zuger Polizei wird aufgrund der Zunahme der Einbrüche weiterhin einen Schwerpunkt in diesem Bereich bilden und gezielte Kontrollen von Personen und Fahrzeugen sowie Überwachungen in Quartieren vornehmen. Dabei kommen sowohl uniformierte als auch zivile Polizeikräfte zum Einsatz.

Wir zählen auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. Melden Sie verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Ihrem Quartier sofort dem Polizeinotruf 117. Merken Sie sich die Signalemente von Personen sowie Marke, Farbe und Kontrollschilder von Fahrzeugen.

Auch Sie selbst können etwas tun. Beugen Sie einem Einbruch bestmöglich vor und sichern Sie Ihr Heim. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich wirksam gegen Einbrecher schützen können. Kontaktieren Sie uns online (www.zugerpolizei.ch) oder telefonisch (T 041 728 41 41).

Weil sich viele Einbrüche in Mehrfamilienhäusern zugetragen haben, wird die Zuger Polizei im laufenden Jahr Eigentümer und Verwaltungen von Mehrfamilienhäusern für den Einbruchschutz sensibilisieren.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet bei der Schweizerischen Kriminalprävention SKP (www.skppsc.ch).

 

Dr. iur. Thomas Armbruster, Chef Kriminalpolizei

Weitere Informationen

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