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08.05.2015

079 / Zug: Austretendes Ammoniak löst Einsatz der Chemiewehr aus

08.05.2015
079 / Zug: Austretendes Ammoniak löst Einsatz der Chemiewehr aus
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Einsatz wegen austretendem Ammoniak

Zug, 8. Mai 2015, 13:24 Uhr

079 / MEDIENMITTEILUNG

Zug: Austretendes Ammoniak löst Einsatz der Chemiewehr aus

Im Technikraum der Bossard Arena strömte Ammoniak aus. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Am Freitag (8. Mai 2015), nach 12:15 Uhr, ging auf der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei die Meldung ein, dass im Maschinenraum des Eisstadions Ammoniak austrete. Von der Freiwilligen Feuerwehr Zug FFZ rückten umgehend die Spezialisten der Chemiewehr aus. Sie evakuierten vorsorglich etwa rund ein Dutzend Personen aus dem Eisstadion und nahmen Messungen vor. Anschliessend drangen sie ins Gebäude vor, um das Leck zu lokalisieren.

Der Austritt von Ammoniak beschränkte sich auf den Technikraum der Bossard Arena. Da die eigentliche Kühlung der Eisfelder in einem Doppelkreislaufsystem mit einer unproblematischen Wärmeträgerflüssigkeit erfolgt, bestand keine Gefahr für die übrige Umgebung. Messungen der Feuerwehr bestätigten dies auch, somit konnten die diesbezüglichen Einschränkungen auch relativ schnell wieder aufgehoben werden.

Die genaue Ursache für den Austritt steht noch nicht fest und wird derzeit vom kriminaltechnischen Dienst der Zuger Polizei untersucht. Ein technischer Defekt steht jedoch im Vordergrund.

Im Einsatz standen 30 Mitarbeitende der Freiwilligen Feuerwehr Zug FFZ, vom Rettungsdienst Zug, Amt für Feuerschutz, Amt für Umweltschutz und von der Zuger Polizei.

Ammoniak
Ammoniak ist ein farbloses, unter Druck verflüssigtes Gas mit stechendem Geruch (Salmiakgeist). Durch den unangenehmen Geruch, der schon bei niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar ist, existiert eine Warnung, so dass Vergiftungsfälle mit Ammoniak selten sind. Es wird als Kältemittel seit über 130 Jahren in Kälteanlagen eingesetzt. Ammoniak ersetzt in Kälteanlagen die früher eingesetzten sogenannten Freone, da diese sowohl wesentlich zum Abbau der Ozonschicht beitragen und als auch ein hohes Treibhausgaspotential aufweisen.

Weitere Auskünfte:
Judith Aklin, Kommunikationsverantwortliche der Zuger Strafverfolgungsbehörden, steht Ihnen während den Bürozeiten zur Verfügung (T 041 728 41 14).

Daniel Jauch, Kommandant Freiwillige Feuerwehr Zug FFZ, T 079 440 64 28

Rainer Kistler, Amt für Umweltschutz, T 041 728 53 70

Weitere Informationen

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