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20.09.2016

165 / Kanton Zug: Als Polizist ausgegeben und 130'000 Franken ergaunert

20.09.2016
165 / Kanton Zug: Als Polizist ausgegeben und 130'000 Franken ergaunert

Zug, 20. September 2016, 10:30 Uhr

165 / MEDIENMITTEILUNG

Kanton Zug: Als Polizist ausgegeben und 130'000 Franken ergaunert

Eine Seniorin verliert Geld an einen Trickdieb. Dieser gab sich als Polizist aus. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche.

Am Mittwoch (15. September 2016) ist eine 88-jährige Frau Opfer eines Trickbetrügers geworden. Ein Mann rief die Seniorin mehrfach an und gab sich als Polizist aus. Er erzählte der Dame, dass er in einem Betrugsfall ermittle und zwei Personen bereits in Haft seien. Weiter erwähnte der falsche Polizist, dass bei den beiden Tätern viele höchstpersönliche Daten wie die Bankadresse der 88-Jährigen gefunden worden seien. Um seine Geschichte glaubhaft erscheinen zu lassen, erwähnte der Trickbetrüger Anrufe, bei denen niemand in der Leitung war. Das Betrugsopfer hatte in den Tagen zuvor tatsächlich solche Anrufe erhalten. Der Betrüger bat die Frau, bei der Aufklärung des Betrugsfalls mitzuhelfen und drängte sie, bei ihrer Bank Geld abzuheben und zu Hause sicher aufzubewahren. Er wies das Opfer weiter an, das Geld später an einen Herr XY zu übergeben, was die Seniorin wenige Stunden später auch machte.

Beim vorliegenden Fall handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche. Immer wieder versuchen Betrüger auf unterschiedliche Weise auf der Strasse, an der Haustüre oder per Telefon an Wertgegenstände oder Bargeld zu kommen. Die Zuger Polizei verlangt von den Bürgerinnen und Bürgern niemals Geld und weist diese auch nicht zu Banküberweisungen oder Bargeldzahlungen an. Im Zweifelsfall zögern Sie nicht und fragen Sie telefonisch bei unserer Einsatzzentrale (T 041 728 41 41) nach.

Die Zuger Polizei rät zu einem gesunden Misstrauen und gibt folgende Tipps:

  • Geben Sie nie Angaben zur Ihrer Person oder über Ihre Bankverbindung heraus, die zu Ih-rem Nachteil verwendet werden könnten.
  • Überweisen Sie Unbekannten nie einen Kostenvorschuss oder eine Vermittlungsgebühr.
  • Lassen Sie Unbekannte nie in Ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld an unbekannte Personen.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Unbekannte Ihnen ein Geschäft mit ungewöhnlich hohem Gewinn vorschlagen.
  • Antworten Sie nicht auf Mitteilungen, die mit Lotteriespielen in Zusammenhang stehen, an denen Sie nicht teilgenommen haben.

Wenn Sie den Verdacht hegen oder Hinweise auf betrügerische Machenschaften haben, melden Sie sich sofort bei der Polizei (Telefon 117).

Weitere Auskünfte:

Frank Kleiner, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, steht Ihnen während den Bürozeiten zur Verfügung (T 041 728 43 69).

Weitere Informationen

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