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01.12.2016

232 / Zug und Schwyz: Geldwäscherei–Job nach Phishing–Angriff

01.12.2016
232 / Zug und Schwyz: Geldwäscherei–Job nach Phishing–Angriff

Zug, 1. Dezember 2016, 08:05 Uhr

232 / MEDIENMITTEILUNG

Zug / Schwyz: Geldwäscherei–Job nach Phishing–Angriff

In den Kantonen Zug und Schwyz sind mehrere Personen Opfer eines Trojaners geworden. Dieser löste im Verborgenen eine Geldüberweisung aus. Empfänger der Überweisungen sind Privatpersonen, die damit ins Visier der Strafverfolgung geraten sind.

In den letzten Wochen verschaffte sich eine unbekannte Täterschaft mittels eines Trojaners Zugang zum E-Banking-Bereich von verschiedenen Personen. Ab deren Konten transferierten sie Geldbeträge in der Höhe von mehreren Zehntausend Franken auf ein Konto einer anderen Privatperson. Diese ist vorgängig durch die Betrüger kontaktiert worden. Diese Vorgehensweise nennt man im Fachjargon «Money Muling».

Die Betrüger nutzen oftmals tatsächlich existierende Firmen und missbrauchen diese, indem sie in deren Namen über Jobplattformen, fingierte Internetseiten oder soziale Netzwerke Jobangebote offerieren. Interessierten Personen bietet man dabei Teilzeitstellen mit guten Verdienstmöglichkeiten an. Sie werden aufgefordert, ihr Bankkonto zur Verfügung zu stellen, um Gelder von angeblichen Kunden der Firma zu empfangen. Anschliessend müssen sie dieses Geld abheben und per Post oder über Zahlungsplattformen wie Western Union oder Money Gram ins Ausland verschicken. Die entsprechenden Aufforderungen erhalten die Personen per Telefon, E-Mail oder auf den gefälschten Internetseiten. Als Gegenleistung dürfen die «Arbeitnehmer» einen kleinen Betrag als Provision/Lohn behalten.

Die Geldbeträge sind betrügerisch erlangt worden. Wer Geld aus solchen Handlungen entgegennimmt und weiterleitet, macht sich der Geldwäscherei strafbar und muss mit einer Strafuntersuchung durch die Staatsanwaltschaft rechnen.

Die Polizei warnt vor solchen Jobangeboten und empfiehlt:

- Melden Sie Jobangebote, bei denen Sie auf Ihrem Bankkonto Geldüberweisungen erhalten und in irgendeiner Form weiterleiten müssen, umgehend der Polizei.

- Seien Sie bei lukrativen Jobangeboten mit raschen und hohen Verdienstmöglichkeiten misstrauisch.

Weitere Auskünfte:
Judith Aklin, Kommunikationsverantwortliche der Zuger Strafverfolgungsbehörden, steht Ihnen während den Bürozeiten zur Verfügung (T 041 728 41 14).

 

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