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24.06.2019

Vorsicht: Erpresser-Mails im Umlauf

24.06.2019
Vorsicht: Erpresser-Mails im Umlauf

Medienmitteilung

Die Zentralschweizer Polizeikorps teilen mit:

Vorsicht: Erpresser-Mails im Umlauf

Zentralschweiz, 21. Juni 2019

Bei den Zentralschweizer Polizeikorps sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen und Meldungen von Bürgern eingegangen, welche in ihrem Posteingang auf eine Erpresser-Mail gestossen sind. Diese Mails scheinen von der eigenen Mailadresse zu kommen und sind an folgender Betreffzeile zu erkennen: „48 Stunden zu zahlen". Es handelt sich um Spam-E-Mails, die ungezielt versendet werden.

In den E-Mails wurden die Empfänger aufgefordert, mehrere Hundert Euro in Form von Bitcoins zu überweisen. Ansonsten drohten die Betrüger damit, Bilder oder Videos mit sexuellen Inhalten des möglichen Opfers zu veröffentlichen und an sämtliche Kontakte zu versenden (vollständiger Mailtext als Beilage). Die Betroffenen haben jedoch sehr gut reagiert, keine Zahlungen vorgenommen und stattdessen die Polizei informiert.

Die Polizei rät Ihnen:

Sie wurden nicht gehackt. Es handelt sich um Spam-E-Mails, die ungezielt in grosser Anzahl versendet werden. Die in den E-Mails vorhandenen Bitcoin Adressen können Hinweise auf die unbekannte Täterschaft liefern. Mit der Weiterleitung solcher Erpressungs-Mails an reports@stop-sextortion.ch helfen Sie mit, die Ermittlungen zu unterstützen. Falls Sie Geld bezahlt haben und damit Opfer eines vollendeten Betrugs geworden sind, bitten wir Sie, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Um Ihre Privatsphäre zu schützen und den Datenschutz zu gewährleisten, empfiehlt die Polizei:

  • Sicherheitsupdates installieren
  • keine Anhänge von unbekannten Absendern öffnen
  • bei Anhängen von (vermeintlich) bekannten Absendern auf anderem Kanal den Absender verifizieren
  • lassen Sie sich auf keinen Fall erpressen und überweisen Sie keine Geldbeträge, auch nicht in Form von Bitcoins
  • bei Nicht-Gebrauch Kamera abdecken
  • informieren Sie Ihr Umfeld über diese Erpressungsmethode

Weitere Informationen zur sogenannten "Fake Sextortion" finden Sie unter stop-sextortion.ch und auf der Internetseiten der Melde- und Analysestelle (MELANIE) unter www.melani.admin.ch.

Bild Legende:
Beispiel Erpresser-Mail

Weitere Informationen

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