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Informationen für Geflüchtete

Asyl beantragen, Bildung für geflüchtete Kinder, Einreise, Verlängerung des Aufenthalts

Допомога українським біженцям / Hilfe für ukrai­ni­sche Ge­flüch­te­te

Re­gis­trie­rung in den Bun­des­asyl­zen­tren, Ver­mitt­lung von Gast­fa­mi­li­en
https://www.sem.admin.ch/sem/de/home.html

Fra­gen und Ant­wor­ten zu Ein­rei­se, Visum, Auf­ent­halt, Schutz­sta­tus, Asyl, Fa­mi­li­en­nach­zug usw.

https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/sem/ak­tu­ell/ukraine-​krieg.html
Schutz­sta­tus S für Men­schen aus der Ukrai­ne: Me­di­en­mit­tei­lung des Bun­des­rats vom 11. März 2022

Sozialhilfe, Krankenversicherung und Unterbringung für Geflüchtete aus der Ukraine mit Status S

Gemäss Sozialhilfegesetz SHG des Kantons Zug ist der Kanton für die Sozialhilfe für Personen des Asylbereichs zuständig, sofern sie nicht im Besitz einer Niederlassungsbewilligung sind. Somit fallen Personen mit Schutzstatus S in die Zuständigkeit des Kantons. Der Schutzstatus S wird entweder direkt in einem Bundesasylzentrum oder per Online-Gesuch auf der Seite des Staatssekretariat SEM beantragt.

Der Schutzstatus S begründet verschiedene Rechte, Ansprüche und Pflichten, insbesondere auch was den Bezug von Sozialleistungen betrifft: Sobald das Gesuch beim SEM eingegangen ist, sind die angemeldeten Personen krankenversichert. Das SEM stellt daraufhin eine Bestätigung über den Erhalt der Beantragung des Schutzstatus S aus. Liegt die Bestätigung des SEM über den Antrag auf Status S vor, kann bei den Sozialen Diensten Asyl ein Antrag auf Sozialhilfe eingereicht werden. Bei Personen mit Schutzstatus S wird die Sozialhilfe nach Asylansätzen (abzgl. respektive unter Berücksichtigung von vor Ort abgegebener Naturalien wie z.B. Verpflegung) gemäss geltender kantonaler Gesetzgebung ausgerichtet. Gemäss dem Gesetz über die Sozialhilfe im Kanton Zug § 23 gilt die Auskunfts- und Meldepflicht. Wer um Unterstützung nachsucht, hat über seine Verhältnisse wahrheitsgetreu Auskunft zu geben und die zur Abklärung erforderlichen Unterlagen einzureichen. Erhebliche Änderungen in seinen Verhältnissen sind unverzüglich zu melden. Die Sozialbehörden sind berechtigt, nötigenfalls bei Dritten Auskünfte einzuholen, in der Regel nach Orientierung des Betroffenen.

Auf Antrag kann nach Erhalt der Bestätigung der Beantragung des Schutzstatus auch eine Pauschale an die Unterbringungskosten bei Gastfamilien ausbezahlt werden.

Personen ohne Unterkunftsmöglichkeiten stellen das Gesuch um Schutz in einem Bundesasylzentrum und werden daraufhin einem Kanton zugeteilt. Erfolgt eine Zuteilung in den Kanton Zug und besteht keine Möglichkeit einer privaten Wohngelegenheit (Gastfamilie), erfolgt eine Unterbringung in den Unterkünften des Kantons.

Ar­beits­be­wil­li­gun­gen für Ge­flüch­te­te aus der Ukrai­ne mit S-​Status

Die Be­trof­fe­nen haben mit dem Schutz­sta­tus S die Mög­lich­keit, ohne War­te­frist, eine be­wil­li­gungs­pflich­ti­ge Er­werbs­tä­tig­keit (auch eine selb­stän­di­ge) aus­zu­üben. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen siehe Amt für Wirt­schaft und Ar­beit.

Geflüchtete Kinder

Damit in die Schweiz geflüchtete Kinder aus der Ukraine den Schutzstatus S und damit Zugang zu allen staatlichen Leistungen erhalten, müssen sie sich in einem Bundesasylzentrum registrieren lassen.

Bei schutzbedürftigen Kindern aus der Ukraine, die sich ohne ein Elternteil in der Schweiz aufhalten, werden die gesetzlichen Vertretungsrechte durch die kantonale Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde geklärt. Begleitpersonen dieser Kindern unterstützen diese bei der Registrierung in einem Bundesasylzentrum. Bei Fragen in Bezug auf die Vertretungsrechte können sich Begleitpersonen an die kantonale Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (info.kes@zg.ch) wenden.

Schule, Bildung für geflüchtete Kinder

An­kom­men, ein Dach über dem Kopf haben und sich einen Über­blick ver­schaf­fen: die Schu­le hat nicht erste Prio­ri­tät für ge­flüch­te­te Men­schen, sie kann aber sehr rasch zu einer «Nor­ma­li­sie­rung» und In­te­gra­ti­on bei­tra­gen. Die Schu­len ar­bei­ten mit Hoch­druck an guten Lö­sun­gen für die ge­flüch­te­ten Kin­der und Ju­gend­li­chen. Bei Un­ter­brin­gung durch die Be­hör­den wird das Thema Schu­le nach der An­kunft au­to­ma­tisch an­ge­spro­chen. Bei pri­va­ter Un­ter­brin­gung kön­nen sich die Gast­fa­mi­li­en mit Gast­kin­dern im schul­pflich­ti­gen Alter an die Ge­mein­de wen­den. Für Jugendliche der nachobligatorischen Schulzeit wird ein Einstiegsprogramm an der Kantonsschule Menzingen angeboten. Informationen dazu  sind auf der Website des Amts für Mittelschulen verfügbar. 

Heimtiere

Die Schweiz ge­währt für Heim­tie­re (Hunde und Kat­zen), die ihre aus der Ukrai­ne ge­flüch­te­ten Be­sit­zer be­glei­ten, aus­nahms­wei­se die Ein­rei­se in die Schweiz, selbst wenn nicht alle Ein­fuhr­be­din­gun­gen er­füllt sind. Die Tier­be­sit­zer müs­sen das  For­mu­lar PU-22 (siehe Down­load) aus­fül­len und per E-​Mail (info.vetd@zg.ch) oder per Post dem Ve­te­ri­när­dienst zu­kom­men las­sen.

Öffentlicher Verkehr

Bis zum 31. Mai 2022 können Geflüchtete aus der Ukraine den öffentlichen Verkehr in der Schweiz kostenlos nutzen. Ab dem 1. Juni 2022 können notwendige Auslagen für den öffentlichen Verkehr im Rahmen der Sozialhilfe durch die Sozialen Dienste Asyl übernommen werden. Personen in kantonalen Unterkünften bekommen hierfür Fahrkarten ausgehändigt, Personen in Privatunterkünften bekommen gegen Quittung eine Auszahlung mit der Sozialhilfe und für Personen, welche bei Gastfamilien wohnen, wird pauschal die Hälfte des Zuger Passes finanziert.

Fahrberechtigung von flüchtenden Personen aus der Ukraine und Versicherungsschutz von in der Ukraine eingelösten Fahrzeugen

  • Ein gültiger digitaler ukrainischer Führerausweis wird für Fahrten in der Schweiz anerkannt.
  • Seit dem 24. Februar 2022 abgelaufene ukrainische Führerausweise sind während der Gültigkeitsdauer der Verfügung (aktuell bis 05. April 2023) anerkannt.
  • Vor dem 24. Februar 2022 abgelaufene ukrainische Führerausweise sind nicht anerkannt. Der Ausweis muss vor der ersten Fahrt in einen schweizerischen Führerausweis umgetauscht werden.
  • Personen, die geltend machen, sie hätten eine Fahrberechtigung, jedoch weder einen digitalen noch einen physischen Führerausweis vorlegen können, müssen sich an die kantonale Vollzugsbehörde wenden.
  • Versicherungsschutz von in der Ukraine eingelösten Fahrzeugen: Mit der Ukraine besteht ein «Grüne Karte-Abkommen». Gestützt auf die «Grüne Karte» ist der Versicherungsschutz gegeben.

Freiwillige Rückkehr

Interessieren sich ukrainische Geflüchtete für eine freiwillige Rückkehr, können sie sich an die Rückkehrberatungsstelle (RKB) des Kantons Zug wenden, welche durch die Caritas Schweiz geführt wird. Ein Vertreter der Caritas Rückkehrberatungsstelle ist jeden Donnerstag von 9:00 bis 11:45 Uhr im Amt für Migration an der Aabachstrasse 1 in Zug anwesend. Es wird darum gebeten, vorgängig einen Termin zu vereinbaren (aackermann@caritas.ch, T +41 41 859 00 51).

Bei einer Rückkehr ist eine Abmeldung beim Amt für Migration in jedem Fall erforderlich. Bei Sozialhilfebezug sind auch die Sozialen Dienste Asyl frühzeitig zu informieren, bei Schulbesuch die entsprechende Schule.

Weitere Informationen

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