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Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen
Fürsorgerische Zwangsmassnahmen
Bild Legende:

Die Schweiz arbeitet ein schwieriges Kapitel ihrer Sozialgeschichte auf. Es geht um das Schicksal von Menschen, die vor 1981 von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierungen betroffen waren. Zu den Betroffenen zählen "Verdingkinder", Heimkinder, "administrativ Versorgte" (Personen, die im Rahmen administrativer Massnahmen in geschlossene Anstalten, zum Teil sogar in Strafanstalten eingewiesen worden sind), Personen, deren Reproduktionsrechte verletzt worden sind (unter Zwang oder ohne Zustimmung erfolgte Abtreibungen, Sterilisierungen, Kastrationen) sowie Zwangsadoptierte.

Aktensuche für Betroffene
Im September 2016 hat das Bundesparlament beschlossen, Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen mit einem Solidaritätsbeitrag zu entschädigen. Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung.
Als betroffene Person haben Sie das Recht auf Einsicht in die Akten über Sie. Das Staatsarchiv hilft Ihnen, die relevanten Akten im Kanton Zug und anderen Kantonen zu suchen, sofern Zuger Behörden bei der Anordnung oder Zuger Institutionen beim Vollzug der Zwangsmassnahmen involviert waren. Bei unklaren Zuständigkeiten helfen wir Ihnen, die richtigen Archive zu finden.

Die gefundenen Unterlagen können Sie im Lesesaal einsehen, oder wir senden Ihnen diese in Kopie kostenlos zu.

Diese Nachforschungen können manchmal mehrere Wochen dauern. Leider kann es auch sein, dass unsere Suche erfolglos bleibt, weil nicht alle Akten aufbewahrt worden sind.

Solidaritätsbeitrag
Das Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) sieht neben der Anerkennung des von den Opfern erlittenen Unrechts insbesondere auch die Auszahlung eines Solidaritätsbeitrags an die Opfer vor. Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen können gestützt auf dieses Gesetz ihren Anspruch für die Auszahlung eines Solidaritätsbeitrags geltend machen.

Die Frist für die Einreichung des Gesuchs läuft bis am 31. März 2018.

Bitte informieren Sie sich bei der Opferberatung des Fachzentrums eff-zett in Zug. Diese hilft Ihnen auch, das elektronische Gesuchsformular auszufüllen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Delegierten für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen.

Weitere Informationen

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