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Bahnlinie Zürich–Gotthard–Tessin: Engpass in Walchwil im Fahrplan 2017

30.06.2016
Bahnlinie Zürich–Gotthard–Tessin: Engpass in Walchwil im Fahrplan 2017

Im Fahrplan 2017 bestehen wegen fehlender Kreuzungsmöglichkeit in Walchwil sechzehn sogenannte fahrplantechnische «Konflikte» zwischen den Zügen der Stadtbahn S2 und Fernverkehrszügen auf der Bahnlinie Zürich–Gotthard–Tessin, die nicht gelöst werden können. Die Trassenvergabestelle (Trasse Schweiz AG) hat nun mehrheitlich für die Fernverkehrszüge und somit gegen die Stadtbahn Zug entschieden.

Mit der Eröffnung des Gotthardbasistunnels werden über den Stundentakt hinaus zusätzliche Schnellzüge Richtung Süden geführt. Auf der einspurigen Strecke zwischen Zug und Arth-Goldau führt dies zu einem Engpass. Da die geplante Doppelspurinsel in Walchwil noch nicht zur Verfügung steht, entstehen Konflikte zwischen der S2 (Baar Lindenpark–Walchwil) und den Gotthardschnellzügen, welche dieselbe Fahrplanlage beanspruchen. Für den Fahrplan 2017 wurde durch die SBB AG für alle Züge rechtzeitig der Trassenbedarf bei der zuständigen Stelle angemeldet. In 16 Fällen konnte jedoch keine umsetzbare Lösung gefunden werden. Über diese Konflikte hat die Trassenvergabestelle nun entschieden.

Fernverkehr hat meistens Vorrang vor Stadtbahn
Die Trassenvergabestelle kommt zum Schluss, dass die Fernverkehrszüge, welche zweistündlich zwischen Zürich und Lugano verkehren, als systematisch vertaktetes Angebot gelten und somit nach Netzzugangsverordnung gleichberechtigt mit der S2 eine Trasse beanspruchen können. Aufgrund des höheren finanziellen Deckungsbeitrags erhalten am Engpass in Walchwil jedoch diese Schnellzüge den Vorrang gegenüber der Stadtbahn. Aus diesem Grund fallen an Werktagen 13 Kurse der S2 zwischen Oberwil und Walchwil regelmässig aus.

Weil an Wochenenden deutlich mehr Kunden in den Süden reisen als an den Werktagen, möchte die SBB zwei zusätzliche Züge je Richtung führen, um die Taktzüge zu entlasten. Diese gelten nicht als systematisch vertaktetes Angebot. In diesen Fällen hat die S2 Vorrang. Somit muss für diese vier Gotthardzüge am Samstag eine Alternative gefunden werden, sofern nicht auf die betroffenen S2-Züge zwischen Oberwil und Walchwil verzichtet wird.

Warten auf Sanierung und Ausbau am Zugersee-Ostufer
Diese Situation dauert so lange, bis die Strecke Zug–Arth-Goldau saniert und ausgebaut ist. Hans-Kaspar Weber, Leiter Amt für öffentlicher Verkehr, hofft, dass das seit langem hängige Bewilligungsverfahren zum Bau einer Doppelspurinsel in Walchwil nun rasch vorankommt, damit diese Fahrplansituation künftig nicht mehr entsteht. Auch die Trassenvergabestelle hat mitgeteilt, dass der Konflikt nicht auf ein Fahrplanjahr beschränkt ist. Sie ist daher ebenfalls sehr daran interessiert, dass der Ausbau am Zugersee-Ostufer rasch realisiert werden kann.

Amt für öffentlichen Verkehr

Weitere Auskünfte:
Hans-Kaspar Weber, Leiter Tel. 041 728 55 40

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