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Fahrplanentwurf 2018 im Internet aufgeschaltet

29.05.2017
Medienmitteilung - Fahrplanentwurt 2018 im Internet aufgeschaltet

Mit dem Fahrplan 2018 sind verschiedene Änderungen im Bahn- und Busverkehr geplant. Die entsprechenden Fahrplanentwürfe können im Internet unter www.fahrplantentwurf.ch eingesehen werden. Die Veröffentlichung dauert bis am 18. Juni 2017.

Die Veröffentlichung der Fahrplanentwürfe im Internet wird schweizweit durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) durchgeführt. Die Fahrpläne der einzelnen Bahn- und Buslinien können unter www.fahrplanentwurf.ch eingesehen werden. « Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Blick in die Fahrplanentwürfe zu werfen», ist Hans-Kaspar Weber, Leiter Amt für öffentlichen Verkehr überzeugt. «Denn Wünsche und Anregungen zum Fahrplanangebot können direkt auf dieser Webseite eingereicht werden».

Anpassungen auf diversen Buslinien
Grundsätzlich lässt die angespannte Finanzlage bei Bund und Kanton sehr wenig Spielraum für Angebotsverbesserungen offen. Mit optimierten Linienführungen soll das Busnetz punktuell verbessert und das Angebot produktiver betrieben werden. Daraus resultieren folgende konzeptionellen Fahrplananpassungen:

Neue Buslinienführungen im Raum Rotkreuz–Cham–Steinhausen–Baar
Aufgrund des starken Verkehrsaufkommens in Cham kann die Linie 8 Rotkreuz–Cham–Steinhausen–Baar in den Hauptverkehrszeiten nicht mehr zuverlässig verkehren. Neben den negativen Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden, die regelmässig Ihre Anschlüsse in den Hub's Cham und Baar verpassen, führen die Verspätungen auch zu hohen Kosten für Ersatzbusse, die für die im Stau stehende Linie 8 eingesetzt werden. Eine grundlegende Überprüfung der Linie 8 und der parallel verkehrenden Bahn- und Buslinien hat ergeben, dass ein stabiler Fahrplan nur möglich ist, wenn die Linie auf mehrere Linienäste aufgebrochen wird.

  • Der bisherige Abschnitt Rotkreuz–Cham wird neu als Linie 48 isoliert betrieben. Die Linie 48 Cham–Rotkreuz wird neu alle 15 Minuten via das Gewerbegebiet Bösch geführt und ist in den Hub Cham eingebunden, wo Anschlüsse mit der Stadtbahn Zug bestehen. Im Normalbetrieb kann die Linie 48 am Bahnhof Cham als Linie 43 nach Rumentikon weiter verkehren. Dadurch ist auch eine innerörtliche Verbindung durch das Zentrum von Cham sichergestellt.
  • Auf dem Abschnitt Cham–Steinhausen bestand bisher für die Linie 8 ein Parallelangebot durch die Linien 7 und 6. Dieses wird aufgelöst. Die Linie 6 wird neu von Zug-Steinhausen bis nach Cham Bahnhof geführt. Damit ist integral über die gesamte Betriebszeit eine direkte Busverbindung zwischen Cham und Steinhausen, aber auch nach Zug Postplatz sichergestellt. Die Linie 7 verkehrt hingegen nicht mehr nach Cham Bahnhof. Sie wird aus Zug kommend ins Gewerbegebiet Chamerried/Städtler Allmend geführt, wodurch von diesem Gebiet eine attraktive Busverbindung nach Zug entsteht. Für eilige Busreisende von Cham nach Zug werden im Chamerried Anschlüsse zwischen den Linien 6 und 7 sichergestellt. Als schnellste Verbindung zwischen Cham und Zug besteht weiterhin die Stadtbahnlinie S1.
  • Der Abschnitt Steinhausen–Baar wird neu als Linie 36 isoliert betrieben. Die neue Linie 36 wird vom Bahnhof Baar nach Steinhausen, Sennweid geführt und erschliesst dieses Gebiet neu alle 15 Minuten. Kundinnen und Kunden aus Baar–Steinhausen erreichen das Einkaufzentrum Zugerland mit der Linie 36 neu über die Haltestelle Steinhausen, Rigiweg. Die bisherige Linie 16 (Zug, Dammstrasse–Steinhausen, Sennweid) wird nach wie vor zwischen Steinhausen und Zug verkehren. Das Angebot kann durch das Öffnen von bisherigen Leerfahrten sogar leicht ausgebaut werden.

Verknüpfung von zwei Buslinien in der Stadt Zug
Die Linien 14 Inwil–Arbach–Zug und 12 Zug–Gimenen werden verknüpft, was neue Fahrplanzeiten mit sich bringt. Diese Produktivitätssteigerung kann nicht nur die Kostendeckung der beiden schwach frequentierten Linien erhöhen, es kann gleichzeitig am Samstag ein 30-Minutentakt auf beiden Linienästen realisiert werden. Wermutstropfen ist, dass verschiede Umsteigezeiten länger werden. Umgekehrt erhalten Haltestellen in der Zuger Innenstadt häufigere Fahrgelegenheiten, da die neue Durchmesserlinie dann verkehrt, wenn keine andere Buslinie durch die Stadt unterwegs ist.

Verknüpfung von zwei Buslinien in Rotkreuz
Die beiden Linien 51 Rotkreuz–Hünenberg und 52 Rotkreuz–Küntwil werden verknüpft und verkehren zwischen Küntwil–Rotkreuz–Hünenberg im 30-Minutentakt. Die Verknüpfung führt zur Produktivitätssteigerung und das Dorfzentrum von Rotkreuz wird direkt mit den Arbeitsplatzgebieten in der Blegi und dem Bösch verbunden. Am Bahnhof Rotkreuz bestehen weiterhin Anschlüsse an die Stadtbahn und den Interregio (IR) Luzern-Zug-Zürich. Auf Wunsch der Gemeinde Hünenberg wird die Linienführung im Dorf ins Ronyquartier angepasst. Weiter sieht die Gemeinde Anpassungen an den Haltestellenstandorten im Gewerbegebiet Bösch vor. So werden die Haltestellen Seeblick und Rothus (auf der Rothusstrasse) zusammengelegt.

Taktverdichtung an Sonn- und Feiertagen
Als Folge des Entlastungsprogramms wurde das Busangebot unter anderem an Sonn- und Fei-ertagen reduziert. Die Analyse zeigt, dass an Sonn- und Feiertagen ein Nachfragepotenzial besteht, wenn wenigstens die am meisten gefragte Verbindung verbessert wird. Die Linie 6 soll daher zum 15-Minutentakt verdichtet werden, wobei die zusätzlichen Fahrten ab Steinhausen, Birkenhalde bis nach Zug, Schönegg und zurück verkehren. Die Linie 11, die am Sonntag auf dem Abschnitt Zug, Metalli–Zug, Schönegg gut ausgelastet ist, kann auf diesem Abschnitt von den Verdichtungskursen der Linie 6 profitieren und verkehrt dort im Viertelstundentakt. Darüber hinaus entfallen bei der Linie 11 die oft kritisierten, langen Aufenthaltszeiten an der Haltestelle Metalli. Reisende aus dem Korridor Steinhausen-Zug, die nach Baar, Ägerital, Menzingen und umgekehrt unterwegs sind, können zudem von 15 Minuten kürzeren Umsteigezeiten profitieren. Hans-Kaspar Weber bilanziert: «So können durch eine Taktverdichtung viele Kundinnen und Kunden von kürzeren Reisezeiten profitieren.»

Weitere Anpassungen beachten
Als Massnahme zur Glättung der Verkehrsspitzen wurde in jüngster Zeit mit verschiedenen Schulen Kontakt gesucht, um den Stundenplan besser auf die Kapazität des Busverkehrs abzustimmen. In der Folge können ab dem kommenden Fahrplanwechsel verschiedene Verstärkungskurse eingespart werden. Zudem wird eine Angebotsreduktion (Stundentakt statt Halbstundentakt) an Samstagen auf der Linie S2 zwischen Walchwil–Baar Lindenpark geprüft. Dies Aufgrund der beschränkt zur Verfügung stehenden Fahrplantrassen infolge des starken Gotthardverkehrs. Auch beim weiteren bestehenden Angebot können Änderungen im Minutenbereich vorkommen. Ein Blick in den Fahrplanentwurf ist daher für alle öV-Kundinnen und Kunden von Vorteil.

Ausblick auf den Fahrplan 2019 – Sperrung der Bahnlinie Oberwil–Arth-Goldau
Im Rahmen des vom Bund vorgeschriebenen zweijährigen Bestellverfahrens sind für das Fahrplanjahr 2019 keine weiteren Konzeptänderungen geplant. In diesen Zeitraum könnte jedoch der Beginn der Sperrung der Bahnlinie zwischen Oberwil–Arth-Goldau fallen, womit verschiedene Fahrplanänderungen notwendig würden. Der Entscheid über Zeitpunkt und Inhalt des Umleitungskonzepts ist zurzeit noch offen.

Regierungsrat beschliesst Angebot
Nach Ablauf des Fahrplanverfahrens werden die Fahrpläne mit den beteiligten Transportunternehmen bereinigt. Anschliessend hat der Regierungsrat die Angebotsveränderung zu beschliessen. Ende November werden dem Kantonsrat im Rahmen der Budgetberatung die finanziellen Mittel zur Umsetzung der vorgesehenen Massnahmen zum Beschluss unterbreitet.

Amt für öffentlichen Verkehr

Weitere Auskünfte:
Hans-Kaspar Weber, Leiter Tel. 041 728 55 40

Weitere Informationen

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