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Öffentlicher Verkehr im Kanton Zug: Umfangreiches öV-Angebot trotz Entlastungsprogramm

03.09.2015
Medienmitteilung zum Thema_Öffentlicher Verkehr im Kanton Zug: Umfangreiches öV-Angebot trotz Entlastungsprogramm

Der öffentliche Verkehr im Kanton Zug erfährt in den kommenden zwei Jahren zahlreiche Neuerungen: Im Jahr 2016 wird die S24 halbstündliche Verbindungen nach Zürich Flughafen anbieten und das Erfolgsprodukt Stadtbahn Zug wird weiter ausgebaut. Die S1 erhält zwei neue Fahrzeuge und verkehrt über Luzern hinaus bis nach Sursee. Daneben wird auch ein erster Teil des Entlastungsprogramms umgesetzt, welcher Veränderungen zu Randzeiten bei Buslinien sowie eine Beendigung des Pilotbetriebs bei der Buslinie 44 in der Gemeinde Hünenberg beinhaltet. Der Fahrplan 2017 bringt aufgrund der Streckensperrung am Zugersee Ostufer weitere Veränderungen mit sich.

Der Regierungsrat des Kantons Zug hat das Angebot im öffentlichen Verkehr für die beiden kommenden Fahrplanjahre festgelegt. Der Leiter des Amts für öffentlichen Verkehr, Hans-Kaspar Weber empfiehlt: «Ein Blick in den Fahrplan lohnt sich, denn es sind zahlreiche Bahn- und Buslinien von Veränderungen betroffen.»

Stadtbahn Zug mit mehr Kapazität
In der Hauptverkehrszeit werden bisherige Züge der S1 Baar–Zug–Luzern und der S18 Luzern–Sursee, welche in Einfachtraktion verkehren, durch zwei neue zusätzliche FLIRT verstärkt. Die dafür notwendigen zwei Fahrzeuge sind im Zusammenhang mit der letzten grossen FLIRT-Bestellung der SBB bei der Industrie bestellt worden und weisen eine neue Innenausstattung mit mehr Stehplatzmöglichkeiten auf. Damit kann auf die sehr hohe Auslastung der S1 in der Spitzenzeit reagiert werden. Gleichzeitig mit den neuen Fahrzeugen wird die heutige S18 in S1 umbenannt. Reisende aus Zug–Rontal nach Sursee können sitzen bleiben. Hans-Kaspar Weber ist erfreut: «Das Erfolgsprodukt Stadtbahn Zug expandiert nun bis nach Sursee.»

S24 Halbstündliche Verbindung zum Flughafen
In eine andere Richtung dehnt sich die S24 aus. Sie wird halbstündliche Verbindungen von Zug her kommend nach Zürich Flughafen–Winterthur vermitteln und stündlich bis Schaffhausen verkehren. Auf die im Entlastungsprogramm des Kantons Zug vorgesehene Verkürzung der Betriebszeit wird verzichtet, weil diese Massnahme nicht die erhofften Einsparungen bringt. Durch einen geänderten Fahrzeugeinsatz können jedoch erhebliche Kosten für alle Besteller eingespart werden, ohne dass dazu ein Angebotsabbau notwendig wird. Die S24 verkehrt somit täglich bis über Mitternacht hinaus im Halbstundentakt mit modernen Doppelstockzügen. Mit der vierten Teilergänzung der Zürcher S-Bahn wird zudem die S5 anstelle der S9 von Zug über Steinhausen nach Zürich–Uster–Rapperswil–Pfäffikon verkehren. Dies bringt neben Änderungen im Minutenbereich vor allem die neusten Doppelstockzüge des Typs «Regio-Dosto» nach Zug.

Entlastungsmassnahmen beim Bus
Das Busangebot der Jahre 2016 und 2017 wird mehrheitlich im bisherigen Umfang weiter geführt. Die meisten im Rahmen des Entlastungsprogramms 2015-2018 evaluierten Massnahmen werden umgesetzt. Dabei wurde eine Gesamtbetrachtung mit einzelnen Massnahmen einem linearen Abbau der schwächsten Linien vorgezogen. Betroffen sind einzelne Busverbindungen zu Randzeiten, so dass möglichst wenige Kundinnen und Kunden vom Abbau betroffen sein werden. Nach Buskilometern betrachtet reduziert sich das Busangebot im Kanton um ca. 4 %, was in etwa dem Ausbauvolumen des letzten Angebotsbeschlusses vor zwei Jahren entspricht. Speziell ist der Pilotbetrieb der Buslinie 44 in Hünenberg, welcher mit dem letzten Angebotsbeschluss eingeführt worden ist und nun vorzeitig eingestellt wird. Aus finanziellen Gründen ist ein Weiterbetrieb dieses Versuchs nicht zu rechtfertigen, insbesondere weil damit die übrigen Buslinien in Hünenberg stark konkurrenziert würden. Für ein Jahr aufgeschoben werden die Entlastungsmassnahmen der Buslinien innerhalb der Gemeinde Baar. Der Gemeinderat hat frühzeitig mitgeteilt, dass er die Zeit nutzen will und der Gemeindeversammlung einen Antrag unterbreitet.

Neuerungen im Busangebot
Zur Konsolidierung im Busangebot gehören neben Abbaumassnahmen des Entlastungsprogramms auch Angebotsverbesserungen: Dabei handelt es sich durchwegs um Massnahmen, die dank besserer Nutzung von Stillstandzeiten oder Leerfahrten möglich werden. So wird zum Beispiel auf Wunsch der Gemeinde Steinhausen und der Stadt Zug ab kommendem Fahrplanwechsel die Linie 16 ab Dammstrasse via Gotthardstrasse–Metalli–Gubelstrasse in Richtung Steinhausen abfahren. Auf der Buslinie 1 wird ein zusätzlicher Kurs um 16.06 Uhr ab Zug Bahnhofplatz die Kapazität des Busangebots nach Unterägeri verstärken.

Aufgrund der Totalsanierung der Kantonsstrasse Sihlbrugg–Neuheim ist für den Busbetrieb im Jahr 2016 ein Ersatzangebot notwendig. Die Busse können während einem Jahr nicht mehr im Rundkurs verkehren und die entsprechende Direktverbindung zwischen Sihlbrugg und Neuheim entfällt. Reisende müssen in dieser Zeit via Baar fahren. Die Aufteilung auf zwei Linienäste bedeutet zwar für den öffentlichen Verkehr während eines Jahres ein verändertes Betriebskonzept, dafür kann die Gesamtbauzeit erheblich verringert werden, was zu tieferen Baukosten führt.

Umleitungen im Bahn-Fernverkehr am Zugersee
Mit dem Gotthard- und dem Ceneri-Basistunnel werden die Bahnreisenden in Zukunft von einem besseren Bahnangebot profitieren. Auf diesen Zeitpunkt baut die SBB die Zufahrten zum Gotthard aus – so auch zwischen Zug und Arth-Goldau. Bei Walchwil wird eine 1,7 Kilometer lange Doppelspur gebaut. Gleichzeitig saniert die SBB auf der Strecke Tunnel, Brücken, Bahntechnik und Gleise. Für diese Arbeiten wird ab dem 11. Dezember 2016 die Strecke zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau für rund eineinhalb Jahre gesperrt. Aufgrund der Sperrung sind diverse Fahrplananpassungen notwendig.

Alle Schnellzüge zwischen Zürich und dem Gotthard verkehren via Rotkreuz, mit Halt zum Ein- und Aussteigen. Zwischen Zug und Arth-Goldau erhalten die Züge eine 12 Minuten längere Fahrzeit. Während dieser Phase können die Zusatzzüge Luzern–Zürich Enge–Zürich HB nicht mehr verkehren. Als Ersatz dafür halten die Gotthard-Züge in Rotkreuz und es wird von Montag bis Freitag ein zweiter Frühzug Arth-Goldau–Zürich HB sowie eine Abendverbindung in der Gegenrichtung verkehren. Der Schnellzug Luzern–Zug–Zürich–Zürich Flughafen kann in Thalwil nicht mehr halten. Daraus sollen für die betroffenen Kundinnen und Kunden keine finanziellen Nachteile entstehen: Daher bezahlen diese auch die tarifgemässe Strecke via Walchwil und nicht den Umweg via Rotkreuz.

Die S2 Erstfeld–Baar Lindenpark verkehrt ab Altdorf und nur bis Arth-Goldau (stündlich) bzw. Rotkreuz (zweistündlich) und stellt dort den Anschluss an den Fernverkehr sicher. Die Fahrzeiten Innerschweiz–Zürich für Reisende mit der S2, die auf den IR nach Zürich umsteigen, bleiben ungefähr gleich lang wie im aktuellen Fahrplan. Die Strecke Baar Lindenpark–Zug–Oberwil wird Montag bis Samstag zwischen 6 und 20 Uhr durch einen S2-Shuttle halbstündlich bedient werden. Dieser stellt in Zug den Anschluss an den Fernverkehr sicher. In Randstunden nach 20.00 Uhr und an Sonntagen steht das parallel verkehrende Busangebot der Linien 3 und 5 zur Verfügung. Auch die S1 ist von der Streckensperrung betroffen und verkehrt Baar–Zug–Luzern mit veränderten Fahrzeiten. Die Halte in Chämleten werden um 15 Minuten versetzt angeboten. Die morgendliche Entlastungsleistung auf der S1 kann nur noch zwischen Cham–Zug verkehren. Eine Verknüpfung mit der S24 ist nicht mehr möglich. Die abendliche Entlastungsleistung entfällt.

Für die Erschliessung von Walchwil steht das bestehende Busangebot der Linie 5 im Halbstundentakt zur Verfügung. In der Hauptverkehrszeit wird dieses durch Verstärkungskurse ausgebaut. Die Linie 21 Arth-Goldau-Walchwil verkehrt stündlich nach Walchwil. Die bisherigen Taktlücken im Stundentakt werden damit geschlossen.

Fahrpläne ab dem 15. November 2015 im Internet
Die definitiven Fahrpläne 2016 für die Bahn- und Buslinien können ab dem 15. November 2015 im Internet unter www.fahrplanfelder.ch eingesehen werden. Der nächste Fahrplanwechsel findet am Sonntag, 13. Dezember 2015 statt.

Amt für öffentlichen Verkehr

Weitere Auskünfte:
Hans-Kaspar Weber, Leiter Tel. 041 728 55 41

Beilage:
 Übersicht über die Angebotsmassnahmen 2016 und 2017

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